„Beautiful Thing“ im Salzgeber Club

Willkommen beim Salzgeber Club! In dieser Woche präsentieren wir Euch einen der schönsten Coming-Out-Filme überhaupt: 1996 hat Hetti MacDonalds „Beautiful Thing“ die Herzen des Kinopublikums erobert. Wer diesen Film noch nicht kennt oder viel zu lange nicht mehr gesehen hat, sollte das schleunigst nachholen! Kurz vor seinem 25. Geburtstag kehrt er in einer digital restaurierten Fassung zurück. Erzählt wird die Geschichte der beiden 15-jährigen Jungs Jamie und Ste, die Tür an Tür in einer Londoner Hochhaussiedlung wohnen. Jamie ist schüchtern und kämpft wie seine alleinerziehende Mutter jeden Tag um Respekt und Anerkennung – in der Schule wird er gehänselt, auch von Ste. Doch auch Ste muss täglich die Schikanen von seinem Vater und seinem Bruder ertragen. Eines Abends landet er, grün und blau geprügelt, im Bett von Jamie – und in dieser aufregenden Situation ist plötzlich alles anders.

Weiterhin im Club ist der vielschichtige Dokumentarfilm „Spuren – Die Opfer des NSU“ von Aysun Bademsoy. Die türkischstämmige Regisseurin gibt den Angehörigen der Opfer der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) eine Stimme und beleuchtet das Scheitern von Ermittlern und Justiz. Bei den Ermittlungen der Morde an acht Männern mit türkischen Wurzeln, einem griechischstämmigen Mann sowie einer deutschen Polizistin zwischen September 2000 und April 2007, wurde zunächst ausschließlich das Umfeld der nicht-deutschen Opfer mit Verdacht auf Drogenhandel und organisierte Kriminalität in den Blick genommen. Die Familien der Ermordeten wurden so ein weiteres Mal zu Opfern, diesmal von vorurteilsvoller Stigmatisierung. Der spätere Prozess gegen die einzige Überlebende des NSU-Trios, Beate Zschäpe, sowie vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer erschütterte den Glauben der Familien an den Rechtsstaat noch stärker.

Auch alle Beiträge unseres Jüdischen Junis sind weiterhin im Club verfügbar: „Im Himmel, unter der Erde“ und „Rabbi Wolff“ von Britta Wauer, „Oma & Bella“ und „Lebenszeichen“ von Alexa Karolinski sowie „Die Wohnung“ von Arnon Goldfinger, „Café Nagler“ von Mor Kaplansky und Yariv Barel, „Get – Der Prozess der Viviane Amsalem“ von Ronit Elkabetz und Shlomi Elkabetz sowie „Du sollst nicht lieben“ von Haim Tabakman.

Außerdem gibt es noch bis zum 26. Juli 2020 die elf Titel der von den Anthology Film Archives, dem Goethe-Institut New York und Salzgeber präsentierten Retrospektive „Female Misbehavior: The Films of Monika Treut & Elfi Mikesch“ im Club zum Leihen und zum Kaufen.

Die Untertitel könnt ihr bei den Videos über das CC-Symbol in der Video-Steuerung ein- und ausschalten.

Viele weitere Video-on-Demand-Titel findet Ihr direkt bei Vimeo.

Beautiful Thing
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Spuren - Die Opfer des NSU
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Get - Der Prozess der Viviane Amsalem
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Du sollst nicht lieben
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Die Wohnung
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Café Nagler
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Im Himmel, unter der Erde
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Rabbi Wolff
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Oma & Bella
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Lebenszeichen – Jüdischsein in Berlin
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