VoD-Premiere

Diese Woche zeigen wir Euch in unserer Bruce-LaBruce-Reihe „Super 8 ½“. Inspiriert von Fellinis Klassiker „Achteinhalb“ (1963) reflektiert LaBruce in seinem zweiten Spielfilm semi-autobiographisch den tiefen Fall eines selbstdestruktiven Porno-Auteurs. Randvoll mit Verweisen auf die etablierte und weniger etablierte Filmgeschichte geht „Super 8 ½“ immer wieder bis dicht an die Grenze des guten Geschmacks – und darüber hinaus. Weiterhin im Club zu sehen sind LaBruces legendärer Debütfilm „No Skin Off My Ass“ (1991) sowie „Bambi“ (2013) und „Die Unsichtbaren“ (2012) von Sébastien Lifshitz.

In der queerfilmnacht online & ab 1. Juli im Kino

ein Film von Gitta Gsell

Beyto ist ein fantastischer Schwimmer und cooler Kumpel. Doch als sich der junge Schweizer mit türkischen Wurzeln in seinen attraktiven Trainer Mike verliebt, gerät seine heile Welt durcheinander. Um Tradition und Ehre zu wahren, sehen Beytos Eltern nur einen Ausweg: Ihr Sohn muss so schnell wie möglich eine Frau heiraten! Mit einem Vorwand locken sie ihn in ihr türkisches Heimatdorf und organisieren eine Hochzeit mit Seher, Beytos Freundin aus Kindertagen. Plötzlich befindet sich der junge Mann in einer Dreiecksbeziehung, die ihn zu zerreißen droht: Wie kann er zu Mike stehen, ohne Seher die Zukunft zu rauben?

Im Salzgeber Club

ein Film von Bruce LaBruce

Porno-Regisseur Bruce ist in der Sinnkrise: Niemand interessiert sich mehr für seine einst gefeierte avantgardistische Mischung aus Sex, Parodie und Dokumentarfilm. Als die lesbische Kunstfilmemacherin Googie ein Porträt über ihn drehen will, sieht er seine Chance auf ein großes Comeback gekommen. Googie mischt Szenen aus Bruces ambitioniertem Werk mit selbstverliebten Statements des Filmemachers und Interviews mit Wegbegleiter*innen wie den sexuell waghalsigen Friday-Sisters und seinem Stricher-Boyfriend Pierce. Bruce ahnt nicht, dass Googie ihn in Wahrheit nur ausnutzt, um ein ganz anderes Projket voranzutreiben: einen Film über den wahren Avantgarde-Star R. Kern.

Im Salzgeber Club

ein Film von Bruce LaBruce

Ein Punk-Friseur mit besonderen Vorlieben gabelt in einem Park in Toronto einen hübschen jungen Skinhead auf. Er nimmt ihn mit nach Hause, zieht ihn aus, badet ihn und sperrt ihn im Schlafzimmer ein. Dem Skin gelingt die Flucht ins Apartment seiner Schwester, die ihn sofort ihrerseits als Darsteller für einen lesbischen Undergroundfilm missbraucht. Reumütig kehrt der Skin zum Friseur zurück, um sich seine eigenen sexuellen Wünschen zu erfüllen.

Ab 8. Juli im Kino

ein Film von Ramon und Silvan Zürcher

Lisa zieht aus, Mara bleibt zurück. Während Kisten geschleppt, Wände gestrichen und Schränke aufgebaut werden, tun sich Abgründe auf, lassen Sehnsüchte den Raum anschwellen und ein Begehrenskarussel nimmt immer mehr Fahrt auf.

Im Salzgeber Club

ein Film von Sébastien Lifshitz

In „Bambi“ erzählt Sébastien Lifshitz die Geschichte von Marie-Pierre Pruvot, die es niemals akzeptiert hat, als Mann geboren worden zu sein, und die ihr Leben, zunächst als Kabarettstar, später als Lehrerin, nach ihren eigenen Idealen lebt. „Bambi“ erhielt den „Teddy Award“ der Berlinale als Bester Dokumentarfilm. Ein wichtiges Dokument des nicht-heterosexuellen Selbstbewusstseins – und vor allem großes Kino!