Im Kino

ein Film von Lutz Pehnert

Bettina Wegner, geboren 1947 in Westberlin, aufgewachsen in Ostberlin, mit 36 Jahren ausgebürgert, seither „entwurzelt“. Der Werdegang der Liedermacherin gehört zu den spannendsten Lebensläufen des 20. Jahrhunderts. Es ist der Weg von einem Kind, das Stalin glühend verehrte, über eine hoffnungsfrohe Teenagerin, die mit ihren eigenen Liedern eine Gesellschaft mit bauen möchte, hin zu einer beseelten Künstlerin mit einer unerschütterlichen humanistischen Haltung. So heroisch das klingt, so irre und aberwitzig, mühevoll und traurig, hingebungsvoll und vergeblich ist es in den vielen Dingen des Lebens, die zwischen den Liedern eine Biografie ausmachen. Davon erzählt Bettina Wegner, davon erzählt der Film. Bettina Wegners Leben ist zugleich die Geschichte eines Jahrhunderts; es steckt in ihren Knochen, ihrer Seele, ihren Gedanken – und in ihren Liedern.

Im Kino

ein Film von Peeter Rebane

Estland in den 1970ern, auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs. Der junge Soldat Sergey dient auf einem Luftwaffenstützpunkt der UdSSR. Als Roman auf die Basis versetzt wird, verfällt Sergey dem Charme des kühnen Kampfpiloten. Doch die aufkeimende Liebe zwischen den Männern muss um jeden Preis geheim bleiben – Roman steht bereits auf der Überwachungsliste des KGB.

News

Zum diesjährigen Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) am 17.5. wurde in vielen deutschen Kinos der mitreißende Liebesthriller „Firebird“ gezeigt. Bei der Vorstellung im Berliner Zoopalast feierten der Regisseur Peeter Rebane und die beiden Hauptdarsteller Tom Prior und Oleg Zagorodnii mit dem begeisterten Publikum im ausverkauften Saal.

VoD

Im Salzgeber Club gibt es jetzt „Duke of Burgundy” von Peter Strickland: Eine große filmische Fantasie mit surrealistischen Details erzählt die Geschichte einer lesbisches S/M-Beziehung, in welcher sich das Machtverhältnis zwischen den beiden Frauen stetig verändert. Ihre Rollenspiele nehmen immer mehr die Züge eines subtilen Psychothrillers an. Ebenfalls im Club: „Schocken – Ein deutsches Leben“ über den Unternehmer, Intellektuellen, Büchermenschen, Verleger, Mäzen und Ästheten Salman Schocken. In ihrem Film spürt Noemi Schory dem Leben und Werk einer der visionärsten und kulturell engagiertesten Unternehmer-Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts nach. Außerdem zeigen wir Euch das sommerliche Roadmovie “Sprung ins Kalte Wasser”, Monika Treuts „Genderation“, den Dokumentarfilm „Uferfrauen“ von Barbara Wallbraunden über sechs Frauen, die in der DDR lesbisch lebten und liebten, den New-Wave-Queer-Cinema-Schlüsselfilm „Weekend“ von Andrew Haigh und die medienkritische und hochpolitische Farce „Donbass“ von Sergei Loznitsa.

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Im Salzgeber Club

ein Film von Peter Strickland

In einem alten herrschaftlichen Haus irgendwo in Europa leben die Insektenforscherinnen Evelyn und Cynthia. Ihre Tage laufen immer nach dem gleichen Muster ab: Die strenge Cynthia widmet sich ihrer wissenschaftlichen Arbeit, während Evelyn zu entwürdigenden Tätigkeiten abkommandiert wird. Bald wird klar, dass es sich dabei um das alltägliche erotische Ritual eines Liebespaars handelt. Niemand stört sie in ihrer idyllischen ländlichen Abgeschiedenheit, in der ihre einzigen sozialen Kontakte regelmäßige Vorträge über Schmetterlinge und Grillen vor weiblichem Publikum sind. Doch im Laufe des Herbsts verändert sich das Machtverhältnis zwischen den beiden Frauen und ihre Rollenspiele nehmen die Züge eines subtilen Psychothrillers an. Eines Tages hält sich Cynthia nicht mehr an das verabredete Codewort …