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Diese Woche könnt Ihr im Salzgeber Club den dänischen Erfolgsfilm „Speed Walking“ sehen. Regisseur Niels Arden Oplev zeigt die Provinz im Dänemark der 1970er Jahre als sexuell überaus freizügigen Ort, an dem ein Junge im Moment des denkbar größten Verlusts erwachsen werden muss. Das liebevoll ausgestattete Coming-of-Age-Drama wimmelt nur so von skurrilen Figuren und absurd-anzüglichen Begegnungen. Darüber hinaus gibt es „Das Mädchen und die Spinne“ der Schweizer Zwillingsbrüder Ramon und Silvan Zürcher zu sehen. Darin komponieren die beiden ein poetisches Panoptikum menschlicher Beziehungsformen, das sich zwischen Alltagsstudie, Märchen und Psychogramm einer brüchig gewordenen Welt bewegt. Außerdem im Club zu sehen: „Paragraph 175“ von Rob Epstein und Jeffrey Friedman über das Schicksal der Homosexuellen im Dritten Reich und Annekatrin Hendels „Familie Brasch“ über den Niedergang des „Roten Adels“.

Im Salzgeber Club

ein Film von Ramon und Silvan Zürcher

Lisa zieht aus, Mara bleibt zurück. Während Kisten geschleppt, Wände gestrichen und Schränke aufgebaut werden, tun sich Abgründe auf, lassen Sehnsüchte den Raum anschwellen und ein Begehrenskarussell nimmt immer mehr Fahrt auf.

Im Salzgeber Club

ein Film von Niels Arden Oplev

Jütland, 1976. Martin ist 14, als seine Mutter an Leukämie stirbt. Während sein Bruder und Vater in Trauer versinken, will Martin, dass das Leben weitergeht. Schließlich muss er seine Konfirmation vorbereiten und für den Jahresendwettkampf im Gehen trainieren. Und er will endlich mit seiner Mitschülerin Kristine knutschen, die die Einzige ist, die ihn und seine Trauer wirklich versteht. Um bereit für den großen Moment zu sein, übt Martin das Rummachen schon mal mit seinem besten Kumpel Kim. Bis er merkt, dass es sich nackt neben ihm auch ganz toll anfühlt…

In der queerfilmnacht

ein Film von Andrew Haigh

„Weekend“ hat mit seiner tief empfundenen Romantik und seiner ehrlichen Darstellung von schwuler Lebenswirklichkeit bereits eine ganze Generation queerer Zuschauer:innen verzaubert. Zum 10-jährigen Geburtstag kehrt der Schlüsselfilm des New Wave Queer Cinema auf die große Leinwand zurück!

Im Salzgeber Club

ein Film von Rob Epstein und Jeffrey Friedman

Etwa 100.000 Homosexuelle sind während der NS-Herrschaft in Deutschland inhaftiert und gefoltert worden. Zu Tausenden wurden Schwule und Lesben in deutschen Konzentrationslagern ermordet. Die Autoren und Regisseure Rob Epstein (Oscar-Preisträger für „The Times of Harvey Milk“) und Jeffrey Friedman, die bereits mit Dokumentarfilmen wie „The Celluloid Closet“ Furore machten, zeichnen mit ihrem Film „Paragraph 175“ das Schicksal der Homosexuellen im Dritten Reich nach – einer lange Zeit vergessenen Opfergruppe.

Im Salzgeber Club

ein Film von Annekatrin Hendel

In den Jahren nach 1945 sind die Braschs eine perfekte Funktionärsfamilie, die in der sowjetisch besetzten Zone den deutschen Traum vom Sozialismus lebt: Horst Brasch, ein leidenschaftlicher Antifaschist und jüdischer Katholik, baut die DDR mit auf, obwohl seine Frau Gerda darin nie heimisch wird. Sohn Thomas wird zum Literaturstar, er träumt wie sein Vater von einer gerechteren Welt, steht aber wie seine jüngeren Brüder Peter und Klaus dem real existierenden Sozialismus kritisch gegenüber. 1968 bricht in der DDR wie überall der Generationenkonflikt auf. Vater Brasch liefert den rebellierenden Sohn Thomas an die Behörden aus – und leitet damit auch das Ende der eigenen Karriere ein. Nach 1989 sind sozialistische Träume, egal welcher Art, nichts mehr wert.