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Diese Woche könnt Ihr im Salzgeber Club „Ein deutsches Leben“ sehen. In dem Dokumentarfilm von Christian Krönes, Olaf S. Müller, Roland Schrotthofer und Florian Weigensamer spricht Brunhilde Pomsel, die von 1942 bis April 1945 Sekretärin von Joseph Goebbels war, erstmals umfassend über ihre persönlichen Erfahrungen im engsten Zirkel um Hitlers größten Hetzer und Massenverführer, über ihre Zweifel, Ängste und ihr Schuldbewusstsein. Der Film ist zugleich ihr letztes Zeugnis: Im Januar 2017 starb Pomsel im Alter von 106 Jahren. Darüber hinaus gibt es „Die Rolle meines Lebens“ zu sehen. Nach seinen köstlich campen Rollen in „Call My Agent!“, „Begegnungen nach Mitternacht“ oder „Messer im Herz“ macht Schauspieler Nicolas Maury in seinem Regiedebüt die Figur der neurotischen Sissy in eigener Darstellung zur herrlich überdrehten und liebenswürdigen Hauptfigur. Außerdem im Club zu sehen: David Lamberts Debütspielfilm „Jenseits der Mauern“ sowie „Ediths Glocken – Der Film“, präsentiert von der Berliner Travestie- und Kabarett-Legende Ades Zabel und ihren exquisiten Company-Co-Stars Biggy van Blond und Bob Schneider.

In der queerfilmnacht & in Berliner Kinos

ein Film von Daniel Sánchez López

Ein Club in Berlin. Harry feiert schon seit 48 Stunden. Am nächsten Tag muss er zurück nach Großbritannien. Da steht plötzlich Johannes vor ihm und küsst ihn in der verschwitzten Euphorie der Tanzfläche. Die nächsten 15 Stunden sind die beiden unzertrennlich. Sie streifen durch die Straßen, reden, knutschen, trinken Kaffee und plündern ein Hotel-Buffet. Je länger sie zusammen sind, desto intensiver wird ihre Beziehung – und umso schmerzlicher das Bewusstsein, dass ihnen dafür nicht mehr viel Zeit bleibt.

Ab 27. Januar im Kino

ein Film von Hauke Wendler

Der Monobloc ist das meistverkaufte Möbelstück aller Zeiten. Weltweit soll es eine Milliarde Exemplare des stapelbaren, in Deutschland oft weißen Plastikstuhls geben. Für die einen bedroht er den guten Geschmack und ist eine enorme Gefahr für die Umwelt, für die anderen ist er der einzig erschwingliche Stuhl überhaupt.

Ab 10. Februar im Kino

ein Film von André Hörmann

Auf 1024 km führt der weltberühmte Mahendra Highway einmal quer durch Nepal, entlang von Urwäldern und Bergwüsten, durch tropisch heiße Regionen und vorbei an den eisigen Gipfeln des Himalayas. Naturwunder reihen sich an Kulturstätten, Pilgerorte an pulsierende Basare, buddhistische an hinduistische Heiligtümer.

Im Februar in der queerfilmnacht

ein Film von Matthew Fifer & Kieran Mulcare

Ben ist „back on the dick“: Nach einer Reihe gescheiterter Beziehungsversuche mit Frauen hat der New Yorker Gelegenheitsjobber endlich wieder Sex mit Männern. Die Anbahnungen laufen zunächst eher random ab, online oder in Clubs. Doch dann begegnet er vor einem hippen Buchladen dem Datentechniker Sam und flirtet ihn erfolgreich mit Nietzsche an. „Du strahlst“, stellt Bens Schwester überrascht fest. Doch Ben und Sam tragen beide Wunden mit sich herum, die noch nicht verheilt sind.

Ab 24. Februar 2022 im Kino

ein Film von Christian Schäfer

Der 17-jährige Paul interessiert sich für seltsame Dinge: für Schleichpfade und verlassene Gebäude, geflüsterte Gespräche und liegengelassene Taschen. Ansonsten hat der stille Einzelgänger scheinbar keine Eigenschaften. Auf seine Mitschülerin Dala und seinen kunstsinnigen Lehrer Bulwer, die von verborgenen Sehnsüchten getrieben werden, übt er gerade deswegen eine merkwürdige Faszination aus. Bis eines Tages ein Jugendlicher tot im Wald aufgefunden wird …