Filmplakat

 

 

 

Trailer

 

Kinostart: 17. oktober 2019

 

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Der Film

Der 17-jährige Jakob wohnt mit seinem Vater und Großvater in einer kleinen Wohnung in Wien. Um sich etwas Geld für das anstehende Studium zu verdienen, jobbt er als Aushilfe in dem Schlachthof, in dem auch sein Vater arbeitet. Doch eine zunehmende Angststörung macht ihm das Leben immer schwerer. Eines Nachts lernt er in einem Sex-Cam-Chat den 26-jährigen Künstler Kristjan kennen. Aus dem Gespräch entwickelt sich eine virtuelle Freundschaft, und auch in der realen Welt kreuzen sich die Wege der beiden auf unheimliche Weise – ohne dass es zu einer richtigen Begegnung kommt. Nach einem schweren Schicksalsschlag nimmt Jakob allen Mut zusammen und verabredet sich mit dem mysteriösen Fremden. Als die beiden sich in Kristjans Wohnung treffen, hat Jakobs Reise nach Nevrland und zu den Wunden seiner Seele längst begonnen …

Filmstill

Bildgewaltig und atmosphärisch dicht zeigt Regisseur Gregor Schmidinger in seinem ersten Langfilm NEVRLAND den Prozess des sexuellen Erwachens und der Selbstfindung als existentiellen Trip, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fantasie immer mehr verwischen. Neben Newcomer Simon Frühwirth, der in der Rolle des Jakob als Darsteller debütiert, glänzt der österreichische Star-Kabarettist und Schauspieler Josef Hader als Jakobs stoischer Vater. Ein tiefenpsychologisch fundierter Coming-of-Age-Film über den Mut, man selbst zu sein, und die gewaltige Angst, die oft davor liegt.

 

Kinotermine

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Director's Statement

Ein Kommentar von Gregor Schmidiger

 

Angststörungen sind die am häufigsten diagnostizierte psychische Erkrankung in der westlichen Welt und überproportional in der Millenial-Generation zu finden. Auch mein Leben wurde zehn Jahre lang von einer teils sehr lähmenden Angststörung beeinflusst. NEVRLAND war eine Möglichkeit, mich auch auf eine künstlerische Art mit dem Thema Angst zu beschäftigen und zugleich mit dem Thema der Selbstwerdung. Bereits der österreichische Psychoanalytiker Wilhelm Reich beschrieb Angst und Sexualität als zwei Seiten einer Medaille und die Triebfedern des Lebens: Er verstand die Angst als den das Leben schützenden und die Sexualität als den dem Leben zugewandten Impuls. Mir war es wichtig, Sexualität zeitgenössisch darzustellen, also auch den starken Einfluss von Pornographie und der digitalen Medien zu zeigen, unter dem sie heute steht. Und ich wollte einen Film aus der Post-Gay-Perspektive machen, d.h. die Homosexualität der Hauptfigur nicht ins Zentrum des Films rücken oder sie gar problematisieren bzw. das Coming-out zum großen Thema machen.

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Galerie

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© Edition Salzgeber

 

 

 

Biografien

 

Gregor SchmidigerGregor Schmidinger wurde 1985 in Linz geboren. Er studierte zunächst Digitales Fernsehen an der Fachhochschule Salzburg und absolvierte 2007 ein Austauschjahr an der Bowling Green State University in Ohio (USA). 2009 graduierte er mit einer Diplomarbeit zum Transmedialen Geschichtenerzählen. Im Anschluss studierte er Drehbuch an der University of California in Los Angeles. Seine beiden Kurzfilme „The Boy Next Door“ (2008) und „Homophobia“ (2012) veröffentlichte er auf YouTube, wo sie mehr als 15 Millionen Aufrufe erreichten. Neben seiner Arbeit als Drehbuchautor und Regisseur ist Schmidinger auch als Social Media Strategist für andere Kinofilme und als Mitglied der österreichischen Filmbewertungskommission tätig. Er ist Mitbegründer des Porn Film Festivals Wien.

 

Filmografie:

2008  The Boy Next Door (KF)
2012  Homophobia (KF)
2019  NEVRLAND

 

 


 

 

Simon FrühwirthSimon Frühwirth (Jakob), geboren 2000 in Wien, ist seit seiner frühen Kindheit von Kunst fasziniert. Inspiriert von einer künstlerischen Familie, entdeckt er schon im Volksschulalter seine Leidenschaft für die Musik und das Schlagzeug, später auch für die Malerei. Als Teenager sucht er wieder neue Möglichkeiten des kreativen Ausdrucks. Im Alter von 17 bricht er seine akademische Laufbahn ab, um sich voll auf die Kunst konzentrieren zu können. Er beginnt eine Hospitanz als Regieassistent am Theater der Jugend. In NEVRLAND gibt er sein Filmdebüt – und wurde dafür prompt beim Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken als bester Schauspiel-Nachwuchs nominiert.

 

Filmografie:

2019  NEVRLAND (R: Gregor Schmidinger)
Filmfestival Max Ophüls Preis 2019: Nominierung
Bester Schauspielnachwuchs

 

 


 

 

Paul FormanPaul Forman (Kristjan), geboren 1994 in London, besuchte dort zunächst die französische Schule Charles De Gaulle. Er begann ein Mathematik-Studium an der Universität von Cardiff, ehe er sich entschloss, seiner Leidenschaft für die Schauspielerei zu folgen und ein Studium beim Drama Studio in London zu beginnen. Nach seinem Abschluss spielte er in dem Spielfilm „Seagull“. Es folgten mehrere Rollen in Kurzfilmen. In der Londoner Bühnenversion von „Holding the Man“ spielte er John, eine der beiden Hauptrollen. NEVRLAND ist seine zweite Kinorolle. Neben der Schauspielerei arbeitet Forman auch als Modell.

 

Filmografie (Auswahl):

2018  Seagull (R: Peter Blach)
2019  NEVRLAND (R: Gregor Schmidinger)

 

 


 

 

Josef Hader Josef Hader (Vater)

    
1962  Josef Hader wird in Waldhausen, Oberösterreich, geboren.
1968  Volksschule Nöchling. Wegen wiederholtem Lügen richten die Lehrer in den kommenden Jahren mehrere Briefe an seine Eltern. Die Unterschrift lässt Hader von seiner Großmutter fälschen. Ministrant.
1972  Bischöfliches Knabenseminar in Melk. Öffentliches Stiftsgymnasium. Chorsänger, Mesner, Organist, Bettnässer.
1980  Erste Kabarettversuche an der Schule. Kritische Nummern über Lehrer vor Schülern. Riesenerfolg. Das Wesen von Kabarett verstanden.
1990  „Deutscher Kleinkunstpreis“.
1991  Gemeinsam mit Alfred Dorfer schreibt er das satirische Stück „Indien“.
1992  Erste Hauptrolle vor der Kamera im Fernsehfilm „Cappuccino Melange“, mit ihm spielt Enrica Modugno.
1993  „Indien“ (Regie: Paul Harather) wird mit Alfred Dorfer und Josef Hader verfilmt.
1994–99  tingelt Josef Hader mit seinem Soloprogramm „Privat“ durch den deutschsprachigen Raum und hat ca. 500.000 Zuschauer. Die wenigsten hat er dabei in Halle an der Saale: dreiundvierzig.
2000  spielt er mit Roland Düringer im Film „Der Überfall“ (Regie: Florian Flicker). Dafür bekommt er beim Filmfestival Locarno den Darstellerpreis.
2001  Josef Hader arbeitet bei der Wolf-Haas-Verfilmung „Komm süßer Tod“ am Drehbuch mit und spielt unter der Regie von Wolfgang Murnberger zum ersten Mal Privatdetektiv Simon Brenner. Sein weibliches Gegenüber gibt die unvergessliche Barbara Rudnik.
2003  Brenner, die zweite: Mitarbeit am „Silentium“-Drehbuch (Regie: Wolfgang Murnberger), gemeinsam mit Joachim Król Hauptdarsteller.
AB 2004  fährt Josef Hader mit seinem Programm „Hader muss weg“ herum. In Halle war er damit noch nicht.
2009  spielt er mit Josef Bierbichler im dritten Brenner-Krimi „Der Knochenmann“, bei dessen Drehbuch er wieder als Co-Autor mitgewirkt hat. Für „Ein halbes Leben“ von Nikolaus Leytner bekommt er den „Deutschen Fernsehpreis“ als bester Schauspieler.
2010  sorgt er im „Aufschneider“ als Dr. Fuhrmann für pathologische Einblicke. Der TV-Zweiteiler (Regie: David Schalko) wird auf dem 16. internationalen TV Festival der montenegrinischen Stadt Bar mit der „Goldenen Olive“ ausgezeichnet.
2011  erhält Josef Hader den „Göttinger Elch“, Deutschlands einzigen Satire-Preis. Er stellt sein Programm „Hader spielt Hader“ neu zusammen, mit Teilen aus den letzten fünf Programmen.
2012–13  tourt Josef Hader durch Deutschland, die Schweiz und Österreich. Das Trio Haas-Murnberger-Hader erarbeitet das Drehbuch zum vierten Brenner-Film, „Das ewige Leben“.
2014  wird dieser gemeinsam mit Tobias Moretti in Graz abgedreht. Die Doku „Morgenland im Abendland“ (Regie: Werner Boote) führt Josef Hader auf den Spuren der Mauren durch Andalusien.
2015  läuft „Das ewige Leben“ im Kino. Im Frühjahr dreht Josef Hader im Mühlviertel den ORFLandkrimi „Der Tote am Teich“ (Regie: Nikolaus Leytner). Im Herbst finden in Wien und Niederösterreich die Dreharbeiten zum Kinofilm „Wilde Maus“ statt, bei dem Josef Hader erstmals als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller mitwirkt.
2016  kommt Maria Schraders mittlerweile mehrfach ausgezeichneter Film „Vor der Morgenröte“ in die Kinos, in dem Josef Hader den emigrierten Schriftsteller Stefan Zweig verkörpert. Im Sommer steht Josef Hader als einer der Hauptdarsteller der TV-Komödie „Die Notlüge“ in Graz vor der Kamera. Ende des Jahres dreht er in Amsterdam und München den Film „Arthur & Claire“.
2017  wird Josef Haders Film „Wilde Maus“ im Wettbewerb der Berlinale präsentiert. Mit rund 550.000 Besuchern wird die Tragikomödie zum Kinoerfolg. Im Juni wird Josef Hader in München mit dem Dieter-Hildebrandt- Preis ausgezeichnet. Für die Rolle als Stefan Zweig in „Vor der Morgenröte“ wird Josef Hader beim Europäischen Filmpreis als bester Darsteller nominiert. Im Dezember feiert „Die Notlüge“ (Regie: Marie Kreutzer, Buch: Pia Hierzegger) TV-Premiere.
2018  ist Josef Hader zusammen mit Hannah Hoekstra in Miguel Alexandres Film „Arthur & Claire“ in den Kinos zu sehen. Im Dezember läuft der zweite Mühlviertel- Landkrimi „Der Tote im See“, in dem Josef Hader wieder mit Maria Hofstätter, Erni Mangold u.v.m. zu sehen ist, erstmals auf ORFeins.

 

 

NEVRLAND

ein Film von Gregor Schmidinger
AT 2019, 88 Min., deutsch-englische Originalfassung, teilweise mit deutschen Untertiteln

 

Kinostart: 17. oktober 2019

 

Crew:

Buch & Regie  Gregor Schmidinger
Kamera  Jo Molitoris aac
Schnitt  Gerd Berner
Original-Ton  Gregor Kienel
Sounddesign  Thomas Pötz/Cosmix
Kostümbild  Christine Ludwig
Szenenbild  Conrad Moritz Reinhardt
Produzent  Ulrich Gehmacher
Produktion   Orbrock Filmproduktion GmbH

 

Filmstill

 

Besetzung:

Jakob  Simon Frühwirth
Kristjan / Liminal Boy  Paul Forman
Vater   Josef Hader
Großvater  Wolfgang Hübsch
Murat  Anton Noori
Psychotherapeut  Markus Schleinzer
Kleiner Junge  Nico Greinecker
Arbeiter 1  Max Meyr
Oberarzt  Dr. Peter Machacek
Pfarrer/Museumswärter  Carl Achleitner
Toilettenfrau   Milena Nikolic

 

eine Produktion der Orbrock Filmproduktion GmbH

 

hergestellt mit Unterstützung von Österreichisches Filminstitut, Filmfonds Wien, Land Oberösterreich

 

in Zusammenarbeit mit ORF Filmfernsehabkommen

 

im Verleih der Edition Salzgeber

 

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