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Begeisterte Presse zum Kinostart von „Spuren – Die Opfer des NSU“

Begeisterte Presse zum Kinostart von „Spuren – Die Opfer des NSU“

„Ein feinfühliger Dokumentarfilm“

Heute startet „Spuren – Die Opfer des NSU“ in den deutschen Kinos. Regisseurin Aysun Bademsoy zeigt darin die Verletzungen und Narben, die die Taten der rechtsextremen Terrorgruppe NSU bei den Angehörigen der Opfer, in den migrantischen Gemeinschaften und in der gesamten deutschen Gesellschaft verursacht haben.

Bademsoys Film hat in der deutschen Presse ein breites Echo ausgelöst. Der Tip lobt den „feinfühligen Dokumentarfilm“ dafür, dass er den Opfern endlich eine Stimme gibt. MDR Kultur weist auf die „eindringlichen Porträts Hinterbliebener, die mit ihrer Trauer allein gelassen wurden“, hin. Und die taz schreibt: „Es ist kein stilisiertes Bild der Realität, das wir hier zu sehen bekommen, sondern es ist die Realität selbst, die durch die Morde auf immer schmerzhaft verändert worden ist.“

In zahlreichen Fernseh- und Radiointerviews hat Aysun Bademsoy von den Hintergründen und der bewegenden Entstehungsgeschichte des Films erzählt. „Nicht nur dass ihre Familienangehörigen umgebracht wurden. Sie wurden selber auch jahrelang verfolgt, jahrelang stigmatisiert, jahrelang ausgegrenzt. Sie durften nicht trauern. Und das ist das Schlimmste, wenn man nicht einmal trauern kann, erläutert Bademsoy bei „ttt – titel, thesen, temperamente“. Im Kulturmagazin „Scala“ von WDR 5 sprach Bademsoy gestern über ihr Anliegen, den Familien der Opfer Raum zu geben und den institutionellen Rassismus aufzuzeigen, dem die Familien über Jahre ausgesetzt waren.

Seit Dienstag ist Bademsoy zudem auf deutschlandweiter Kino-Tour. Der Auftakt im Hamburger Abaton Kino und die gestrige ausverkaufte Berlin-Premiere im fsk Kino waren bereits große Erfolg. Alle Infos und weiteren Termine der Tour findet Ihr auf unserer Seite zum Film.