Im Kino

Als wir tanzten

ein Film von Levan Akin

Merab ist Student an der Akademie des Georgischen Nationalballetts in Tiflis. Sein größter Traum ist es, professioneller Tänzer zu werden. Als Irakli neu in die Klasse kommt, sieht Merab in ihm zunächst einen ernstzunehmenden Rivalen auf den ersehnten Platz im festen Ensemble. Doch aus der Konkurrenz wird bald ein immer stärkeres Begehren. Im homophoben Umfeld der Schule, in der konservative Vorstellungen von Männlichkeit hochgehalten werden, wird von den beiden jedoch erwartet, dass sie ihre Liebe geheim halten.

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Im Salzgeber Club

Silent Youth

ein Film von Diemo Kemmesies

Marlo ist zu Besuch in Berlin. Etwas verloren streift er durch die große Stadt. An einer Straßenkreuzung läuft ihm Kirill über den Weg, den er wenig später an der Warschauer Brücke wiedertrifft. Zwischen den beiden entsteht sofort eine große Intimität, aber keiner von ihnen traut sich, den ersten Schritt zu machen. Sie treffen sich wieder, laufen durch die Stadt, reden aneinander vorbei und schaffen es schließlich in Kirills Studentenwohnheim, ihre Schutzpanzer voreinander abzulegen.

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In der queerfilmnacht und ab 13. August im Kino

Kokon

ein Film von Leonie Krippendorff

Schweiß auf der Stirn, Sonnenbrand auf der Haut und Schmetterlinge im Bauch: Während die Sommerhitze den Kotti in Berlin-Kreuzberg zum Glühen bringt, verliert die 14-jährige Nora ihr Herz an die wilde Romy und wird erwachsen. In sinnlichen Bildern erzählt Regisseurin und Drehbuchautorin Leonie Krippendorff eine authentische Coming-of-Age-Geschichte. Seine Weltpremiere feierte „Kokon“ auf der Berlinale, wo er die Sektion Generation eröffnete.

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Im Salzgeber Club

Ich, Tomek

ein Film von Robert Glinski

Tomek ist fünfzehn. Der aufgeweckte Junge lebt an der polnisch–deutschen Grenze und ist es gewohnt, für sich selbst zu sorgen. Die Eltern, Lehrer und Priester sind schlechte Vorbilder und interessieren sich nicht für Tomeks Träume. Um die geliebten Sterne zu beobachten, fehlt in der Schule ein Obervatorium und dafür das Geld. Um die Ansprüche seiner ersten Freundin zu befriedigen ebenfalls. Sein bester Freund Ciemny lässt sich im Grenzgebiet an deutsche Sextouristen vermitteln. Auch Tomek sieht bald, dass das eine Möglichkeit ist, schnell an Geld zu kommen.

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Ab 20. August im Kino

Kopfplatzen

ein Film von Savaş Ceviz

Markus ist 29, Single und als Architekt beruflich angekommen. Niemand in seiner Familie und seinem Arbeitsumfeld weiß, dass er pädosexuell ist. Körper von kleinen Jungs erregen ihn. Er hasst sich dafür und kämpft jeden Tag gegen sein Verlangen an. Als die alleinerziehende Mutter Jessica mit ihrem achtjährigen Sohn Arthur in die Nachbarswohnung einzieht, verliebt sie sich in den hilfsbereiten Markus. Der kleine Arthur mag es, wenn Markus auf ihn aufpasst, und sieht in ihm eine Vaterfigur. Doch Markus ahnt, dass er sein Verlangen auf Dauer nicht unter Kontrolle haben wird. Er kämpft darum, den lauter werdenden Rufen in seinem Kopf zu widerstehen.

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Ab 24. September im Kino

Futur Drei

ein Film von Faraz Shariat

In seinem autobiographischen Regiedebüt erzählt Faraz Shariat, Jahrgang 1994, authentisch und zugleich wundersam überhöht vom queeren Heranwachsen eines Einwandersohns in Deutschland – und liefert damit einen entschlossenen Gegenentwurf zu einem konventionellen deutschen Kino, in dem post-migrantische Erlebnisse und Geschichten von Einwanderern und ihrer Familien allzu oft ausgeschlossen oder misrepräsentiert werden. Für sein sensibles, pop-affines und kraftvolles Plädoyer für Diversität erhielt „Futur Drei“, der im Panorama der Berlinale uraufgeführt wurde, bereits zwei Teddys und zwei First Steps Awards.

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