Stellas Versuchung

ein Film von David MacKenzie

Bundesstart: 29. März 2007

Kurzinhalt

England in den späten 50ern: Stella ist die Frau eines jungen, aufstrebenden Psychiaters. Das Ehepaar lebt mit dem jungen Sohn Charlie auf dem Gelände der Anstalt, in der Max die Stelle des stellvertretenden Leiters angenommen hat. Stella, eine selbstbewusste und eigensinnige Frau, fühlt sich in dieser ungewohnten Umgebung eingeengt. Sie verliebt sich in den Patienten Edgar Stark, einen Bildhauer, der in einem Anfall von Eifersucht seine Frau ermordet hat. Die leidenschaftliche Affäre gewinnt ein bedrohliches Ausmaß, als Edgar die Flucht aus der Anstalt gelingt. Stella trifft sich weiterhin mit ihm, ignoriert die Veränderungen in Edgars Verhalten und gerät in Gefahr...


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Inhalt

Max Raphael, seine Frau Stella und ihr junger Sohn Charlie, erreichen in den späten Fünfzigern eine hochgesicherte psychiatrische Anstalt im Norden Englands. Für Max, der die Leitung des Krankenhauses übernimmt, ist der Umzug eine berufliche Herausforderung und gleichzeitig der Versuch eines Neustarts für seine Familie. Stella ist sehr launisch und ihr Verhalten ist als Ehefrau eines ambitionierten Psychiaters nicht immer angebracht; und Charlie ist zu sensibel für die Rastlosigkeit seiner Mutter. Max hofft, dass er durch das Wegziehen aus dem Tumult Londons ein wenig Ruhe in das Leben der Familie bringen kann.

Doch Stella ist weiterhin gelangweilt von ihrem Leben. Unerwartete Hilfe kommt von dem geistreichen und witzigen Junggesellen Dr. Peter Cleave. Stella glaubt, dass sie einen verwandten Geist gefunden hat, ein Gefühl, das durch ihre Ausgeschlossenheit von den anderen Ehefrauen verstärkt wird.

Die Tage ziehen sich in die Länge und Stella beginnt zu trinken. Schließlich lernt sie den Patienten Edgar Stark kennen, der damit beauftragt wurde, das Gartenhaus der Raphaels in Schuss zu setzen und der sich mit Charlie angefreundet hat. Stella ist skeptisch und fragt sowohl Cleave als auch Max über den Patienten aus. Sie stößt jedoch auf die Verschwiegenheitspflicht der beiden Psychiater und findet lediglich heraus, dass Edgar ein ehemaliger Bildhauer ist und wegen eines Zwischenfalls mit seiner Frau inhaftiert wurde. Doch als Stella sieht, wie Edgar sich um Charlie kümmert, schlägt die anfängliche Skepsis in Dankbarkeit und Sympathie um.

Auf dem jährlichen Patientenball kommen Edgar und Stella sich näher: Sie tanzen miteinander und Stella zieht Edgar immer näher an ihren Körper. Zunächst versucht Stella, ihre Faszination für Edgar zu ignorieren und geht ihm möglichst aus dem Weg. Doch die Attraktion zwischen beiden wird immer größer und letztlich entspinnt sich eine Affäre. Edgar hatte Stella anvertraut, dass er seine Frau entstellt hat und deswegen inhaftiert wurde – trotzdem nimmt sie keinen Abstand von ihm, sondern verstrickt sich immer mehr in die Beziehung und bringt sogar Verständnis für Edgars Tat auf.

Stella und Edgar treffen sich heimlich im Glashaus, um Sex zu haben und tauschen in der Folgezeit verstohlene Blicke und heimliche Liebkosungen aus. Dr. Cleave konfrontiert Edgar mit seiner Vermutung, dass er eine Affäre mit Stella habe und unterrichtet seinen Patienten davon, dass seine Entlassung noch nicht zur Debatte steht.

Die Affäre eskaliert, als Edgar seine Geliebte im ehelichen Schlafzimmer besucht. Charlie beobachtet, wie er das Zimmer verlässt und erzählt seinem Vater davon. Währenddessen flieht Edgar aus der Anstalt.

Ein Monat vergeht. Stella und Max haben einen Waffenstillstand beschlossen, aber Stella kann ihre Liebe zu Edgar nicht vergessen. Sie beginnt damit, sich heimlich mit ihm in London zu treffen, bis Edgar ihr schließlich ein Ultimatum stellt – er möchte sie nicht weiterhin mit Max teilen. Dr. Cleave erfährt durch die Haushälterin der Raphaels von Stellas häufigen Ausflügen nach London und versucht Stella von Edgar zu lösen, indem er ihr ausführlich schildert wie dieser seine Frau ermordet hat. Als das nichts nützt, weist Stella darauf hin, dass er sie mit Max’ Zustimmung zu ihrer eigenen Sicherheit einsperren kann. Am Abend packt Stella ihre Sachen und nimmt einen Zug nach London.

Edgar und Stella verbringen gemeinsam mit Edgars Freund Nick eine aufregende Zeit. Sie tanzen, trinken, diskutieren bis in die Nacht und Edgar arbeitet an einem Entwurf für eine neue Skulptur. Doch Stella ist verärgert darüber, dass Edgar seinen Freund instruiert hat sie zu beobachten, wenn sie alleine ausgeht. Edgars Eifersucht beginnt das Idyll der beiden Liebenden zu stören und Nick unterrichtet Stella davon, dass Edgar seine Frau ermordet hat, obwohl sie nicht fremdgegangen ist und bittet sie darum, auf sich aufzupassen.

Stella ist schließlich um ihre Sicherheit besorgt und flüchtet in Nicks Wohnung, in die Edgar erfolglos einzudringen versucht. Als sie in das Lager zurückkehren will, in dem sie sich mit Edgar getroffen hat, wird sie von der Polizei festgehalten; Edgar jedoch gelingt die Flucht.

Max bringt Stella in ihr neues Zuhause nach Wales. Er hat aufgrund der Affäre seiner Frau die Stelle in der Anstalt verloren und ist jetzt in einem lokalen Krankenhaus beschäftigt. Stella freut sich darüber, ihren Sohn wiederzusehen, ist sich aber im Klaren darüber, dass sie ihr früheres Leben als Hausfrau nicht fortsetzen kann. Bei einem Treffen mit Edgar, den sie nicht vergessen kann, wird dieser von der Polizei festgenommen und Stella kehrt zu ihrer Familie zurück.

Auf einem Schulausflug mit Charlie ist Stella geistig abwesend. Sie denkt an ihren Geliebten und wird erst aus ihren Tagträumen gerissen, als sie Charlies Lehrer schreien hört – ihr Sohn ist in einem Fluss unter Wasser gerissen worden und ertrunken.

Nach der Beerdigung will Max nichts mehr mit seiner Frau zu tun haben. Dr. Cleave holt Stella ab und bringt sie als Patientin in die Anstalt; er benutzt ihre Anwesenheit, um eine Reaktion von Edgar zu provozieren, der seit seiner Ankunft kein Wort gesprochen hat.

Cleave besucht Max, um von ihm die Erlaubnis zu erhalten, Stella zu therapieren. Am nächsten Tag bittet er um ihre Hand und ist überglücklich, als sie seinen Antrag akzeptiert. Sowohl Stella als auch Edgar setzen ihre Hoffnungen in den bevorstehenden Patientenball, da sie wissen, dass es die einzige Möglichkeit für sie ist aufeinander zu treffen.

Auf dem Ball trägt Stella das Kleid, das sie beim ersten Tanz mit Edgar getragen hat. Doch ihr Geliebter ist nicht anwesend, sondern sitzt in seiner Zelle – ihm wurde verboten am Ball teilzunehmen und Stella realisiert, dass Cleave ihr nie erlauben wird ihren Liebhaber wiederzusehen. Sie verlässt heimlich den Ball, klettert auf einen Turm und stürzt sich in den Tod.


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Zum Film

STELLAS VERSUCHUNG wirft einen Blick in die Abgründe einer obsessiven, erotischen amour fou im Großbritannien der fünfziger Jahre, das durch Prüderie, starkes Klassenbewusstsein und eine stickige Atmosphäre der Begrenzungen gekennzeichnet ist. Regisseur David Mackenzie inszenierte diese englisch-irischen Koproduktion, die auf dem Roman ASYLUM (in Deutschland unter dem Titel STELLA bekannt) von Erfolgsautor Patrick McGrath basiert.

Als der Film 2005 im Wettbewerb der Berlinale uraufgeführt und dort mit dem Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater ausgezeichnet wurde, war man beeindruckt von Natasha Richardsons leidenschaftlicher Darstellung einer in ihrer Ehe eingezwängten Psychiatergattin, die sich in einer sexuellen Affäre mit einem inhaftierten Patienten ihres Mannes verliert. Mehr als fünf Jahre hatte sich Richardson für das Projekt engagiert und sich dafür eingesetzt, dass ihre Interpretation der Stella das Licht der Leinwände erblickt.

Zurecht wurde die großartige britische Schauspielerin 2006 mit dem Standard British Film Award ausgezeichnet und 2005 für den British Independent Film Award nominiert.

Patrick McGrath, Autor der Romanvorlage und Sohn eines Psychiaters, ist als Kind auf dem Gelände der psychiatrischen Anstalt Broadmore aufgewachsen. Dort hörte er von einer Affäre eines Patienten mit der Frau eines Arztes. Dieses Gerücht inspirierte ihn zur Romanidee von STELLA (ASYLUM). Als STELLA in Amerika veröffentlicht wurde, schlug McGraths Verleger vor, das Buch mit Liam Neeson und Natasha Richardson in den Hauptrollen zu verfilmen. Liam Neeson musste zwar wegen anderer Verpflichtungen absagen, aber Natasha Richardson schlug die Idee Mace Neufeld bei Paramount vor und überzeugte ihn schließlich. Natasha setzte sich intensiv mit der Vorlage auseinander und entwickelte eine große Affinität zur Rolle der Stella: „Es passiert nicht sehr oft im Leben, dass man ein Buch liest und sofort denkt, "das bin ich! Ich habe eine Beziehung dazu, die sonst niemand hat.’ Ich konnte das Projekt einfach nicht mehr aufgeben.“ Nachdem es sich als unerwartet schwierig herausstellte, McGraths Romanvorlage für den Film zu bearbeiten, beteiligte sich die Schauspielerin (mittlerweile als Mitproduzentin) selbst an der Suche nach einem Drehbuchautoren, der die Subtilität der Geschichte bewahren und sie mit pointierten Dialogen ergänzen konnte. Sie gewann schließlich den brillanten britischen Dramatiker Patrick Marber, in dessen Erfolgsstück CLOSER sie am Broadway eine der Hauptrollen gespielt hatte. Marber hatte CLOSER selbst für den Film bearbeitet und begeisterte sich für das Projekt von STELLAS VERSUCHUNG – zumal er bekanntermaßen ein großer Fan der Romane von Patrick McGrath ist und STELLA gut kannte. Relativ schnell konnte Marber einen Drehbuchentwurf vorstellen und es gelang ihm, den Stoff in enger Zusammenarbeit mit Patrick McGrath weiter zu entwickeln.

Das Filmprojekt wurde allerdings erst so richtig konkret, als man bei Paramount auf die Idee kam, den jungen Filmemacher David Mackenzie mit der Regie zu beauftragen. Mackenzie hatte in seinem vielfach beachteten Film YOUNG ADAM gezeigt, dass er ein filmisches Gespür für das Großbritannien der 1950er Jahre besitzt – Tilda Swinton spielte darin eine verheiratete Frau, die eine erotische Beziehung zu einem jungen Herumtreiber und Möchtegern-Schriftsteller eingeht. In atmosphärischen Bildern (YOUNG ADAM spielt im Wesentlichen auf einem Lastkahn) mit viel Zeitkolorit schuf Mackenzie die Atmosphäre moralischer Engstirnigkeit und emotionaler Verkümmerung, mit einem besonderen Augenmerk auf die von Swinton gespielte Frauenfigur – all dies waren Aspekte, die Mackenzie für die Verfilmung von STELLA geradezu prädestinierten. Der Regisseur brachte wichtige Stabmitglieder, mit denen er schon in Young Adam zusammengearbeitet hatte, in die Produktion von STELLAS VERSUCHUNG mit ein: den Kameramann Giles Nuttgens, Cutter Colin Monie und Production Designer Laurence Dorman. Durch diese Kontinuität konnte das Gespür für den Look und die Stimmung der Zeit weiter entwickelt werden.

Auch die Zusammenstellung der weiteren Schauspieler war, wie alle Beteiligten bekräftigt haben, äußerst glücklich. Theater- und Filmstar Ian McKellen war ebenso leicht zur Mitwirkung zu überreden wie Newcomer Marton Csokas (der das fiebrige und geheimnisvolle Objekt von Stellas Ausbruchs-Sehnsucht spielt) und der in letzter Zeit viel beschäftigte Hugh Bonneville, der der Figur von Stellas Ehemann Max den notwendigen Facettenreichtum geben konnte. STELLAS VERSUCHUNG ist allerdings, auch dank der profilierten Nebenfiguren, vor allem der Film von Natasha Richardson geworden, die fast sechs Jahre nach der ersten Projektidee endlich der Realisierung ihres Traums beiwohnen konnte. „Sie ist nun die wirkliche Stella geworden“, beobachtete der Autor der Figur, Patrick McGrath. „Natashas Schönheit, ihre Zerbrechlichkeit und Kraft sind so offensichtlich und ich fühle mich fast schuldig, dass ich ihr dieses tragische Schicksal vorgezeichnet habe.“ In dieser präzise konturierten Studie einer Frau, die in ihrer Zeit und in ihrer Gesellschaft für die romantische Idee einer Liebe zur Außenseiterin wird, die alles aufgibt, was in ihrer Welt für wichtig erachtet wird, scheint das Plädoyer für Freiheit, Emanzipation und Selbstbestimmung auf. Zurecht begründete die Jury der Gilde deutscher Filmkunsttheater ihre Auszeichnung für STELLAS VERSUCHUNG in der Würdigung dieses Themas und seiner herausragenden stilistischen Umsetzung – als „das Psychogramm einer Frau, die an den gesellschaftlichen Zwängen im England der fünfziger Jahre, an den geschlechtlichen Machtverhältnissen, an ihrer unstillbaren Leidenschaft und an den Krankheitsbildern der sie umgebenden Menschen zu Grunde geht. Das Melodram besticht durch seine Themen, seine herausragende Kameraarbeit und seine großartigen schauspielerischen Leistungen.“


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Biografien

NATASHA RICHARDSON
Stella Raphael

Natasha Richardson begann ihre Karriere als Schauspielerin am Theater, wo sie unter anderem die Helena in Shakespeares Sommernachtstraum und die Ophelia in Hamlet spielte. 1986 wurde sie für ihre Darbietung der Nina in Die Möwe von der Londoner Theaterkritik zur vielversprechendsten Newcomerin gewählt und spielte in der Folgezeit Rollen in verschiedenen Musicals und schließlich auch am Broadway – um immer wieder Preise für ihre Leistungen zu erhalten, darunter mehrmals die Auszeichnung als Beste Darstellerin. Zu ihren wichtigsten Arbeiten für das Fernsehen zählen ihre Rolle in Ibsens Geister an der Seite von Judi Dench und die BBC-Produktion Suddenly Last Summer nach dem Theaterstück von Tennessee Williams; daneben spielte sie auch in den TV-Serien Verlorene Jahre (HBO) und Heaven (CBS). Bereits 1987 gab Richardson ihr Kinodebüt als Mary Shelley in Ken Russels Gothic. Der Regisseur Paul Schrader wurde durch diese Rolle auf die Schauspielerin aufmerksam und besetzte sie für die Titelrolle in Schrei im Dunkel. In den folgenden Jahren spielte sie unter anderem in Pat O’Conners A Month in the Country, Volker Schlöndorffs Die Geschichte der Dienerin und Paul Schraders Der Trost von Fremden. Für ihre Hauptrolle in Die Witwen von Widows Peak gewann sie 1994 den Preis als Beste Darstellerin auf dem Karlovy Vary Festival.


MARTON CSOKAS
Edgar Stark

Martin Csokas wurde in Neuseeland geboren, studierte Kunstgeschichte und war Mitglied in Theater- und Schriftstellerclubs, bevor er sich dazu entschied Schauspieler zu werden. In seiner ersten Theaterrolle spielte er einen naiven Idealisten, der gegen Rassismus kämpft, sein Fernsehdebüt gab er als schizophrener Boxer auf Acid und seine erste Rolle fürs Kino war die eines paranoiden Liebhabers – gute Startvoraussetzungen für eine vielseitige Karriere. In der Folge spielte Csokas Rollen in klassischen Theaterstücken von Shakespeare bis Brecht, experimentellen Filmen und im Mainstreambereich, zum Beispiel in Peter Jacksons Der Herr der Ringe, Rob Cohens xXx mit Vin Diesel und in Ridley Scotts Königreich der Himmel an der Seite von Orlando Bloom. 1996 erhielt Csokas eine Nominierung für den neuseeländischen Filmpreis als Bester Darsteller für seine Leistung in Broken English.




IAN MCK ELLEN
Dr. Peter Cleave

In seiner vier Jahrzehnte umspannenden Karriere wurde der in Nordengland geborene Ian McKellen mit mehr als 40 internationalen Preisen für seine Leistungen auf der Bühne und der Leinwand geehrt und 1990 sogar zum Ritter geschlagen. Seine Karriere als professioneller Schauspieler startete er 1961, nachdem er in Cambridge Englisch studiert hatte. Durch seine überzeugenden Darstellungen in Shakespeares Richard II und Marlowes Edward II konnte McKellen sich als einer der führenden Hauptdarsteller klassischer Theaterstücke etablieren; 1970 gelang es ihm diesen Ruf durch seine Darstellung des Hamlet zu festigen. Auf der Bühne spielte er unter anderem Macbeth (an der Seite von Judi Dench), Romeo, Leontes und Jago und trat in Stücken von Brecht, Chekhov, Ibsen und Wedekind auf. Am britischen Nationaltheater spielte er unter der Regie von Laurence Olivier (Viel Lärm um nichts), Peter Hall (Koriolan) und Richard Eyre (Richard III). Neben seiner überaus erfolgreichen Karriere am Theater spielte McKellen auch Rollen in verschiedenen Fernsehfilmen und in mehr als 34 Kinofilmen, zuletzt erfolgreich als Magneto in den X-MENFilmen und Gandalf in Jacksons Herr der Ringe-Trilogie. 1996 co-produzierte er die mit etlichen Preisen ausgezeichnete Kinoversion von Richard III, für die er am Drehbuch mitarbeitete und als Schauspieler mitwirkte. Vier Jahre später erhielt er seine erste Oscar-Nominierung für die Darstellung des Filmregisseurs James Whale in Gods and Monsters.


HUGH BONNEVILLE
Max Raphael

Hugh Bonneville spielte zuletzt zusammen mit Joseph Fiennes, Kristin Scott Thomas und Iain Glen in Man to Man unter der Regie von Regis Wargnier und war an der Seite von Claire Danes in Richard Eyres Stage Beauty zu sehen. Mit Eyre hatte Bonneville bereits zuvor in dem Film IRIS zusammen gearbeitet, der Bonneville den Preis als bester junger Schauspieler auf der Berlinale einbrachte. Außerdem war er in Patricia Rozemas Mansfield Park und Roger Michells Notting Hill zu sehen. Im Fernsehen spielte Bonneville in dem kontroversen Drama Hear the Silence und die Titelrolle in Philip Larkin: Love Again; auf der Bühne war er in verschiedenen klassischen Aufführungen zu sehen, unter anderem in der Sam Mendes-Produktion Habeas Corpus und in Hamlet.






DAVID MACKENZIE
Regie

David Mackenzies Young Adam mit Ewan McGregor, Tilda Swinton und Peter Mullan feierte seine Weltpremiere auf dem Filmfestival in Cannes und eröffnete das Edinburgher Filmfestival, wo der Film den Michael Powell-Award für den besten britischen Film erhielt; Mackenzies erster Film, The Last Great Wilderness, feierte auf dem Filmfest in Edinburgh Premiere. Neben den Spielfilmen inszenierte der Regisseur mehrere erfolgreiche Kurzfilme für BBC und Channel 4, darunter Marcies Dowry, der 2001 in Cannes zu sehen war. Mackenzie arbeitete für STELLAS VERSUCHUNG mit Kameramann Giles Nuttgens, Cutter Colin Monie und dem Production Designer Laurence Dorman zusammen, die auch an seinem Debüt Young Adam mitgewirkt haben.






PATRICK MARBER
Drehbuch

Patrick Marber wurde 1964 in London geboren und besuchte das Wadham College in Oxford. Seine Karriere begann er als Stand-up-Comedian und Co-Autor verschiedener Fernsehkomödien. Sein erstes Stück Dealer‘s Choice gewann verschiedene Preise und wurde an Theatern in der ganzen Welt erfolgreich aufgeführt. CLOSER, sein zweites Stück, feierte 1997 am Nationaltheater Premiere, wurde ein internationaler Hit und erhielt den Olivier Award für das Beste Bühnenstück und den New Yorker Kritikerpreis für das beste ausländische Theaterstück; es folgten Übersetzungen in 30 verschiedene Sprachen und schließlich die erfolgreiche Verfilmung von Mike Nichols – prominent besetzt mit Julia Roberts, Clive Owen, Jude Law und Natalie Portman. Marber adaptierte sein Theaterstück für die Kinoleinwand selbst und konnte sich dadurch als einer der wichtigsten Drehbuchautoren Großbritanniens etablieren. Neben seiner Tätigkeit als Autor inszeniert er auch Theateraufführungen, beispielsweise Craig Raines 1953, Dennis Potters Blue Remembered Hills und Der Hausmeister von Harold Pinter.


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Pressestimmen
David Mackenzie, der Regisseur des bemerkenswerten Dramas Young Adam (2003), überzeugt mit einer weiteren meisterhaften, verstörenden Geschichte einer tödlich endenden verbotenen Leidenschaft und erotischen Besessenheit aus den 1950er Jahren.
jonathan rosenbaum
chicago reader

Der Film, mit seiner ausschließlich großartigen Besetzung, seiner gothic-haften Atmosphäre und seinem gemessenen aber unaufhaltsamen Tempo ist ein knisterndes, altmodisches Vergnügen, das anstelle von billigen Schockeffekten kleine unangenehme Stiche platziert, die sich allmählich zu einem kalten Schauer verdichten.“
connie ogle
miami herald

Solchen erotisch-atemlosen Ausbruchsfuror haben wir auf der Leinwand vielleicht zum letzten Mal bei Jack Nicholson und Jessica Lange in The Postman Always Rings Twice gesehen. (…) ASYLUM ist, was Kameraführung und Ausstattung betrifft, durchgängig eine Augenweide, und auch das Drehbuch des britischen Theaterautors Patrick Marber, der zuletzt die furiosen Dialoge von Hautnah entwarf, verzichtet auf jedes überflüssige Wort.“
jan schulz-ojala
der tagesspiegel


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Darsteller & Team

Natasha Richardson Stella Raphael
Ian McKellen Dr. Peter Cleave
Marton Czokas Edgar Stark
Hugh Bonneville Max Raphael
Judy Parfitt Brenda Raphael
Sean Harris Nick
Gus Lewis Charlie Raphael
Wanda Ventham Bridie Straffen
Anna Keaveney Mrs. Bain
Joss Ackland  Dr. Jack Straffen
   
   
Regie David Mackenzie
Drehbuch Patrick Marber, Chrys Balis
Romanvorlage Patrick McGrath
Kamera Giles Nuttgens
Ton Brendan Deasy
Schnitt Colin Monie, Steve Weisberg
Ausstattung Laurence Dorman
Kostüme Consolata Boyle
Originalmusik Mark Mancina
Produktion Seven Arts Pictures, Samson Films,
Mace Neufeld Productions
Produzenten. Laurence Borg, David E. Allen,
Mace Neufeld
Koproduzent. David Collins
Ausführende Produzenten Michael Barlow, Natasha Richardson, Chris Curling, Aaron Davis,
Steven Markoff, Bruce Mc Nall,
Robert Rehme, Harmon Kaslow,
John Buchanan


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