Stellas
Versuchung
ein Film von David MacKenzie
Bundesstart: 29. März 2007
Kurzinhalt
England in den späten 50ern: Stella ist die Frau eines jungen,
aufstrebenden Psychiaters. Das Ehepaar lebt mit dem jungen Sohn Charlie
auf dem Gelände der Anstalt, in der Max die Stelle des stellvertretenden
Leiters angenommen hat. Stella, eine selbstbewusste und eigensinnige
Frau, fühlt sich in dieser ungewohnten Umgebung eingeengt. Sie
verliebt sich in den Patienten Edgar Stark, einen Bildhauer, der in
einem Anfall von Eifersucht seine Frau ermordet hat. Die leidenschaftliche
Affäre gewinnt ein bedrohliches Ausmaß, als Edgar die Flucht
aus der Anstalt gelingt. Stella trifft sich weiterhin mit ihm, ignoriert
die Veränderungen in Edgars Verhalten und gerät in Gefahr...
Top >>
Inhalt
Max Raphael, seine Frau Stella und ihr junger Sohn Charlie, erreichen
in den späten Fünfzigern eine hochgesicherte psychiatrische
Anstalt im Norden Englands. Für Max, der die Leitung des Krankenhauses
übernimmt, ist der Umzug eine berufliche Herausforderung und gleichzeitig
der Versuch eines Neustarts für seine Familie. Stella ist sehr
launisch und ihr Verhalten ist als Ehefrau eines ambitionierten Psychiaters
nicht immer angebracht; und Charlie ist zu sensibel für die Rastlosigkeit
seiner Mutter. Max hofft, dass er durch das Wegziehen aus dem Tumult
Londons ein wenig Ruhe in das Leben der Familie bringen kann.
Doch
Stella ist weiterhin gelangweilt von ihrem Leben. Unerwartete Hilfe
kommt von dem geistreichen und witzigen Junggesellen Dr. Peter Cleave.
Stella glaubt, dass sie einen verwandten Geist gefunden hat, ein Gefühl,
das durch ihre Ausgeschlossenheit von den anderen Ehefrauen verstärkt
wird.
Die
Tage ziehen sich in die Länge und Stella beginnt zu trinken. Schließlich
lernt sie den Patienten Edgar Stark kennen, der damit beauftragt wurde,
das Gartenhaus der Raphaels in Schuss zu setzen und der sich mit Charlie
angefreundet hat. Stella ist skeptisch und fragt sowohl Cleave als auch
Max über den Patienten aus. Sie stößt jedoch auf die
Verschwiegenheitspflicht der beiden Psychiater und findet lediglich
heraus, dass Edgar ein ehemaliger Bildhauer ist und wegen eines Zwischenfalls
mit seiner Frau inhaftiert wurde. Doch als Stella sieht, wie Edgar sich
um Charlie kümmert, schlägt die anfängliche Skepsis in
Dankbarkeit und Sympathie um.
Auf
dem jährlichen Patientenball kommen Edgar und Stella sich näher:
Sie tanzen miteinander und Stella zieht Edgar immer näher an ihren
Körper. Zunächst versucht Stella, ihre Faszination für
Edgar zu ignorieren und geht ihm möglichst aus dem Weg. Doch die
Attraktion zwischen beiden wird immer größer und letztlich
entspinnt sich eine Affäre. Edgar hatte Stella anvertraut, dass
er seine Frau entstellt hat und deswegen inhaftiert wurde – trotzdem
nimmt sie keinen Abstand von ihm, sondern verstrickt sich immer mehr
in die Beziehung und bringt sogar Verständnis für Edgars Tat
auf.
Stella
und Edgar treffen sich heimlich im Glashaus, um Sex zu haben und tauschen
in der Folgezeit verstohlene Blicke und heimliche Liebkosungen aus.
Dr. Cleave konfrontiert Edgar mit seiner Vermutung, dass er eine Affäre
mit Stella habe und unterrichtet seinen Patienten davon, dass seine
Entlassung noch nicht zur Debatte steht.
Die
Affäre eskaliert, als Edgar seine Geliebte im ehelichen Schlafzimmer
besucht. Charlie beobachtet, wie er das Zimmer verlässt und erzählt
seinem Vater davon. Währenddessen flieht Edgar aus der Anstalt.
Ein
Monat vergeht. Stella und Max haben einen Waffenstillstand beschlossen,
aber Stella kann ihre Liebe zu Edgar nicht vergessen. Sie beginnt damit,
sich heimlich mit ihm in London zu treffen, bis Edgar ihr schließlich
ein Ultimatum stellt – er möchte sie nicht weiterhin mit
Max teilen. Dr. Cleave erfährt durch die Haushälterin der
Raphaels von Stellas häufigen Ausflügen nach London und versucht
Stella von Edgar zu lösen, indem er ihr ausführlich schildert
wie dieser seine Frau ermordet hat. Als das nichts nützt, weist
Stella darauf hin, dass er sie mit Max’ Zustimmung zu ihrer eigenen
Sicherheit einsperren kann. Am Abend packt Stella ihre Sachen und nimmt
einen Zug nach London.
Edgar
und Stella verbringen gemeinsam mit Edgars Freund Nick eine aufregende
Zeit. Sie tanzen, trinken, diskutieren bis in die Nacht und Edgar arbeitet
an einem Entwurf für eine neue Skulptur. Doch Stella ist verärgert
darüber, dass Edgar seinen Freund instruiert hat sie zu beobachten,
wenn sie alleine ausgeht. Edgars Eifersucht beginnt das Idyll der beiden
Liebenden zu stören und Nick unterrichtet Stella davon, dass Edgar
seine Frau ermordet hat, obwohl sie nicht fremdgegangen ist und bittet
sie darum, auf sich aufzupassen.
Stella
ist schließlich um ihre Sicherheit besorgt und flüchtet in
Nicks Wohnung, in die Edgar erfolglos einzudringen versucht. Als sie
in das Lager zurückkehren will, in dem sie sich mit Edgar getroffen
hat, wird sie von der Polizei festgehalten; Edgar jedoch gelingt die
Flucht.
Max
bringt Stella in ihr neues Zuhause nach Wales. Er hat aufgrund der Affäre
seiner Frau die Stelle in der Anstalt verloren und ist jetzt in einem
lokalen Krankenhaus beschäftigt. Stella freut sich darüber,
ihren Sohn wiederzusehen, ist sich aber im Klaren darüber, dass
sie ihr früheres Leben als Hausfrau nicht fortsetzen kann. Bei
einem Treffen mit Edgar, den sie nicht vergessen kann, wird dieser von
der Polizei festgenommen und Stella kehrt zu ihrer Familie zurück.
Auf
einem Schulausflug mit Charlie ist Stella geistig abwesend. Sie denkt
an ihren Geliebten und wird erst aus ihren Tagträumen gerissen,
als sie Charlies Lehrer schreien hört – ihr Sohn ist in einem
Fluss unter Wasser gerissen worden und ertrunken.
Nach
der Beerdigung will Max nichts mehr mit seiner Frau zu tun haben. Dr.
Cleave holt Stella ab und bringt sie als Patientin in die Anstalt; er
benutzt ihre Anwesenheit, um eine Reaktion von Edgar zu provozieren,
der seit seiner Ankunft kein Wort gesprochen hat.
Cleave
besucht Max, um von ihm die Erlaubnis zu erhalten, Stella zu therapieren.
Am nächsten Tag bittet er um ihre Hand und ist überglücklich,
als sie seinen Antrag akzeptiert. Sowohl Stella als auch Edgar setzen
ihre Hoffnungen in den bevorstehenden Patientenball, da sie wissen,
dass es die einzige Möglichkeit für sie ist aufeinander zu
treffen.
Auf
dem Ball trägt Stella das Kleid, das sie beim ersten Tanz mit Edgar
getragen hat. Doch ihr Geliebter ist nicht anwesend, sondern sitzt in
seiner Zelle – ihm wurde verboten am Ball teilzunehmen und Stella
realisiert, dass Cleave ihr nie erlauben wird ihren Liebhaber wiederzusehen.
Sie verlässt heimlich den Ball, klettert auf einen Turm und stürzt
sich in den Tod.
Top >>
Zum Film
STELLAS VERSUCHUNG wirft einen Blick in die Abgründe einer obsessiven,
erotischen amour fou im Großbritannien der fünfziger Jahre,
das durch Prüderie, starkes Klassenbewusstsein und eine stickige
Atmosphäre der Begrenzungen gekennzeichnet ist. Regisseur David
Mackenzie inszenierte diese englisch-irischen Koproduktion, die auf
dem Roman ASYLUM (in Deutschland unter dem Titel STELLA bekannt) von
Erfolgsautor Patrick McGrath basiert.
Als der Film 2005 im Wettbewerb der Berlinale uraufgeführt und
dort mit dem Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater ausgezeichnet
wurde, war man beeindruckt von Natasha Richardsons leidenschaftlicher
Darstellung einer in ihrer Ehe eingezwängten Psychiatergattin,
die sich in einer sexuellen Affäre mit einem inhaftierten Patienten
ihres Mannes verliert. Mehr als fünf Jahre hatte sich Richardson
für das Projekt engagiert und sich dafür eingesetzt, dass
ihre Interpretation der Stella das Licht der Leinwände erblickt.
Zurecht wurde die großartige britische Schauspielerin 2006 mit
dem Standard British Film Award ausgezeichnet und 2005 für den
British Independent Film Award nominiert.
Patrick McGrath, Autor der Romanvorlage und Sohn eines Psychiaters,
ist als Kind auf dem Gelände der psychiatrischen Anstalt Broadmore
aufgewachsen. Dort hörte er von einer Affäre eines Patienten
mit der Frau eines Arztes. Dieses Gerücht inspirierte ihn zur Romanidee
von STELLA (ASYLUM). Als STELLA in Amerika veröffentlicht wurde,
schlug McGraths Verleger vor, das Buch mit Liam Neeson und Natasha Richardson
in den Hauptrollen zu verfilmen. Liam Neeson musste zwar wegen anderer
Verpflichtungen absagen, aber Natasha Richardson schlug die Idee Mace
Neufeld bei Paramount vor und überzeugte ihn schließlich.
Natasha setzte sich intensiv mit der Vorlage auseinander und entwickelte
eine große Affinität zur Rolle der Stella: „Es passiert
nicht sehr oft im Leben, dass man ein Buch liest und sofort denkt, "das
bin ich! Ich habe eine Beziehung dazu, die sonst niemand hat.’
Ich konnte das Projekt einfach nicht mehr aufgeben.“ Nachdem es
sich als unerwartet schwierig herausstellte, McGraths Romanvorlage für
den Film zu bearbeiten, beteiligte sich die Schauspielerin (mittlerweile
als Mitproduzentin) selbst an der Suche nach einem Drehbuchautoren,
der die Subtilität der Geschichte bewahren und sie mit pointierten
Dialogen ergänzen konnte. Sie gewann schließlich den brillanten
britischen Dramatiker Patrick Marber, in dessen Erfolgsstück CLOSER
sie am Broadway eine der Hauptrollen gespielt hatte. Marber hatte CLOSER
selbst für den Film bearbeitet und begeisterte sich für das
Projekt von STELLAS VERSUCHUNG – zumal er bekanntermaßen
ein großer Fan der Romane von Patrick McGrath ist und STELLA gut
kannte. Relativ schnell konnte Marber einen Drehbuchentwurf vorstellen
und es gelang ihm, den Stoff in enger Zusammenarbeit mit Patrick McGrath
weiter zu entwickeln.
Das Filmprojekt wurde allerdings erst so richtig konkret, als man bei
Paramount auf die Idee kam, den jungen Filmemacher David Mackenzie mit
der Regie zu beauftragen. Mackenzie hatte in seinem vielfach beachteten
Film YOUNG ADAM gezeigt, dass er ein filmisches Gespür für
das Großbritannien der 1950er Jahre besitzt – Tilda Swinton
spielte darin eine verheiratete Frau, die eine erotische Beziehung zu
einem jungen Herumtreiber und Möchtegern-Schriftsteller eingeht.
In atmosphärischen Bildern (YOUNG ADAM spielt im Wesentlichen auf
einem Lastkahn) mit viel Zeitkolorit schuf Mackenzie die Atmosphäre
moralischer Engstirnigkeit und emotionaler Verkümmerung, mit einem
besonderen Augenmerk auf die von Swinton gespielte Frauenfigur –
all dies waren Aspekte, die Mackenzie für die Verfilmung von STELLA
geradezu prädestinierten. Der Regisseur brachte wichtige Stabmitglieder,
mit denen er schon in Young Adam zusammengearbeitet hatte, in die Produktion
von STELLAS VERSUCHUNG mit ein: den Kameramann Giles Nuttgens, Cutter
Colin Monie und Production Designer Laurence Dorman. Durch diese Kontinuität
konnte das Gespür für den Look und die Stimmung der Zeit weiter
entwickelt werden.
Auch
die Zusammenstellung der weiteren Schauspieler war, wie alle Beteiligten
bekräftigt haben, äußerst glücklich. Theater- und
Filmstar Ian McKellen war ebenso leicht zur Mitwirkung zu überreden
wie Newcomer Marton Csokas (der das fiebrige und geheimnisvolle Objekt
von Stellas Ausbruchs-Sehnsucht spielt) und der in letzter Zeit viel
beschäftigte Hugh Bonneville, der der Figur von Stellas Ehemann
Max den notwendigen Facettenreichtum geben konnte. STELLAS VERSUCHUNG
ist allerdings, auch dank der profilierten Nebenfiguren, vor allem der
Film von Natasha Richardson geworden, die fast sechs Jahre nach der
ersten Projektidee endlich der Realisierung ihres Traums beiwohnen konnte.
„Sie ist nun die wirkliche Stella geworden“, beobachtete
der Autor der Figur, Patrick McGrath. „Natashas Schönheit,
ihre Zerbrechlichkeit und Kraft sind so offensichtlich und ich fühle
mich fast schuldig, dass ich ihr dieses tragische Schicksal vorgezeichnet
habe.“ In dieser präzise konturierten Studie einer Frau,
die in ihrer Zeit und in ihrer Gesellschaft für die romantische
Idee einer Liebe zur Außenseiterin wird, die alles aufgibt, was
in ihrer Welt für wichtig erachtet wird, scheint das Plädoyer
für Freiheit, Emanzipation und Selbstbestimmung auf. Zurecht begründete
die Jury der Gilde deutscher Filmkunsttheater ihre Auszeichnung für
STELLAS VERSUCHUNG in der Würdigung dieses Themas und seiner herausragenden
stilistischen Umsetzung – als „das Psychogramm einer Frau,
die an den gesellschaftlichen Zwängen im England der fünfziger
Jahre, an den geschlechtlichen Machtverhältnissen, an ihrer unstillbaren
Leidenschaft und an den Krankheitsbildern der sie umgebenden Menschen
zu Grunde geht. Das Melodram besticht durch seine Themen, seine herausragende
Kameraarbeit und seine großartigen schauspielerischen Leistungen.“
Top >>
Biografien
NATASHA RICHARDSON
Stella Raphael
Natasha
Richardson begann ihre Karriere als Schauspielerin am Theater, wo sie
unter anderem die Helena in Shakespeares Sommernachtstraum und die Ophelia
in Hamlet spielte. 1986 wurde sie für ihre Darbietung der Nina
in Die Möwe von der Londoner Theaterkritik zur vielversprechendsten
Newcomerin gewählt und spielte in der Folgezeit Rollen in verschiedenen
Musicals und schließlich auch am Broadway – um immer wieder
Preise für ihre Leistungen zu erhalten, darunter mehrmals die Auszeichnung
als Beste Darstellerin. Zu ihren wichtigsten Arbeiten für das Fernsehen
zählen ihre Rolle in Ibsens Geister an der Seite von Judi Dench
und die BBC-Produktion Suddenly Last Summer nach dem Theaterstück
von Tennessee Williams; daneben spielte sie auch in den TV-Serien Verlorene
Jahre (HBO) und Heaven (CBS). Bereits 1987 gab Richardson ihr Kinodebüt
als Mary Shelley in Ken Russels Gothic. Der Regisseur Paul Schrader
wurde durch diese Rolle auf die Schauspielerin aufmerksam und besetzte
sie für die Titelrolle in Schrei im Dunkel. In den folgenden Jahren
spielte sie unter anderem in Pat O’Conners A Month in the Country,
Volker Schlöndorffs Die Geschichte der Dienerin und Paul Schraders
Der Trost von Fremden. Für ihre Hauptrolle in Die Witwen von Widows
Peak gewann sie 1994 den Preis als Beste Darstellerin auf dem Karlovy
Vary Festival.
MARTON CSOKAS
Edgar Stark
Martin Csokas wurde in Neuseeland geboren, studierte Kunstgeschichte
und war Mitglied in Theater- und Schriftstellerclubs, bevor er sich
dazu entschied Schauspieler zu werden. In seiner ersten Theaterrolle
spielte er einen naiven Idealisten, der gegen Rassismus kämpft,
sein Fernsehdebüt gab er als schizophrener Boxer auf Acid und seine
erste Rolle fürs Kino war die eines paranoiden Liebhabers –
gute Startvoraussetzungen für eine vielseitige Karriere. In der
Folge spielte Csokas Rollen in klassischen Theaterstücken von Shakespeare
bis Brecht, experimentellen Filmen und im Mainstreambereich, zum Beispiel
in Peter Jacksons Der Herr der Ringe, Rob Cohens xXx mit Vin Diesel
und in Ridley Scotts Königreich der Himmel an der Seite von Orlando
Bloom. 1996 erhielt Csokas eine Nominierung für den neuseeländischen
Filmpreis als Bester Darsteller für seine Leistung in Broken English.
IAN MCK ELLEN
Dr. Peter Cleave
In seiner vier Jahrzehnte umspannenden Karriere wurde der in Nordengland
geborene Ian McKellen mit mehr als 40 internationalen Preisen für
seine Leistungen auf der Bühne und der Leinwand geehrt und 1990
sogar zum Ritter geschlagen. Seine Karriere als professioneller Schauspieler
startete er 1961, nachdem er in Cambridge Englisch studiert hatte. Durch
seine überzeugenden Darstellungen in Shakespeares Richard II und
Marlowes Edward II konnte McKellen sich als einer der führenden
Hauptdarsteller klassischer Theaterstücke etablieren; 1970 gelang
es ihm diesen Ruf durch seine Darstellung des Hamlet zu festigen. Auf
der Bühne spielte er unter anderem Macbeth (an der Seite von Judi
Dench), Romeo, Leontes und Jago und trat in Stücken von Brecht,
Chekhov, Ibsen und Wedekind auf. Am britischen Nationaltheater spielte
er unter der Regie von Laurence Olivier (Viel Lärm um nichts),
Peter Hall (Koriolan) und Richard Eyre (Richard III). Neben seiner überaus
erfolgreichen Karriere am Theater spielte McKellen auch Rollen in verschiedenen
Fernsehfilmen und in mehr als 34 Kinofilmen, zuletzt erfolgreich als
Magneto in den X-MENFilmen und Gandalf in Jacksons Herr der Ringe-Trilogie.
1996 co-produzierte er die mit etlichen Preisen ausgezeichnete Kinoversion
von Richard III, für die er am Drehbuch mitarbeitete und als Schauspieler
mitwirkte. Vier Jahre später erhielt er seine erste Oscar-Nominierung
für die Darstellung des Filmregisseurs James Whale in Gods and
Monsters.
HUGH BONNEVILLE
Max Raphael
Hugh
Bonneville spielte zuletzt zusammen mit Joseph Fiennes, Kristin Scott
Thomas und Iain Glen in Man to Man unter der Regie von Regis Wargnier
und war an der Seite von Claire Danes in Richard Eyres Stage Beauty
zu sehen. Mit Eyre hatte Bonneville bereits zuvor in dem Film IRIS zusammen
gearbeitet, der Bonneville den Preis als bester junger Schauspieler
auf der Berlinale einbrachte. Außerdem war er in Patricia Rozemas
Mansfield Park und Roger Michells Notting Hill zu sehen. Im Fernsehen
spielte Bonneville in dem kontroversen Drama Hear the Silence und die
Titelrolle in Philip Larkin: Love Again; auf der Bühne war er in
verschiedenen klassischen Aufführungen zu sehen, unter anderem
in der Sam Mendes-Produktion Habeas Corpus und in Hamlet.
DAVID MACKENZIE
Regie
David
Mackenzies Young Adam mit Ewan McGregor, Tilda Swinton und Peter Mullan
feierte seine Weltpremiere auf dem Filmfestival in Cannes und eröffnete
das Edinburgher Filmfestival, wo der Film den Michael Powell-Award für
den besten britischen Film erhielt; Mackenzies erster Film, The Last
Great Wilderness, feierte auf dem Filmfest in Edinburgh Premiere. Neben
den Spielfilmen inszenierte der Regisseur mehrere erfolgreiche Kurzfilme
für BBC und Channel 4, darunter Marcies Dowry, der 2001 in Cannes
zu sehen war. Mackenzie arbeitete für STELLAS VERSUCHUNG mit Kameramann
Giles Nuttgens, Cutter Colin Monie und dem Production Designer Laurence
Dorman zusammen, die auch an seinem Debüt Young Adam mitgewirkt
haben.
PATRICK MARBER
Drehbuch
Patrick
Marber wurde 1964 in London geboren und besuchte das Wadham College
in Oxford. Seine Karriere begann er als Stand-up-Comedian und Co-Autor
verschiedener Fernsehkomödien. Sein erstes Stück Dealer‘s
Choice gewann verschiedene Preise und wurde an Theatern in der ganzen
Welt erfolgreich aufgeführt. CLOSER, sein zweites Stück, feierte
1997 am Nationaltheater Premiere, wurde ein internationaler Hit und
erhielt den Olivier Award für das Beste Bühnenstück und
den New Yorker Kritikerpreis für das beste ausländische Theaterstück;
es folgten Übersetzungen in 30 verschiedene Sprachen und schließlich
die erfolgreiche Verfilmung von Mike Nichols – prominent besetzt
mit Julia Roberts, Clive Owen, Jude Law und Natalie Portman. Marber
adaptierte sein Theaterstück für die Kinoleinwand selbst und
konnte sich dadurch als einer der wichtigsten Drehbuchautoren Großbritanniens
etablieren. Neben seiner Tätigkeit als Autor inszeniert er auch
Theateraufführungen, beispielsweise Craig Raines 1953, Dennis Potters
Blue Remembered Hills und Der Hausmeister von Harold Pinter.
Top >>
Pressestimmen
„David Mackenzie, der Regisseur des bemerkenswerten Dramas
Young Adam (2003), überzeugt mit einer weiteren meisterhaften,
verstörenden Geschichte einer tödlich endenden verbotenen
Leidenschaft und erotischen Besessenheit aus den 1950er Jahren.”
jonathan rosenbaum
chicago reader
„Der
Film, mit seiner ausschließlich großartigen Besetzung, seiner
gothic-haften Atmosphäre und seinem gemessenen aber unaufhaltsamen
Tempo ist ein knisterndes, altmodisches Vergnügen, das anstelle
von billigen Schockeffekten kleine unangenehme Stiche platziert, die
sich allmählich zu einem kalten Schauer verdichten.“
connie ogle
miami herald
„Solchen
erotisch-atemlosen Ausbruchsfuror haben wir auf der Leinwand vielleicht
zum letzten Mal bei Jack Nicholson und Jessica Lange in The Postman
Always Rings Twice gesehen. (…) ASYLUM ist, was Kameraführung
und Ausstattung betrifft, durchgängig eine Augenweide, und auch
das Drehbuch des britischen Theaterautors Patrick Marber, der zuletzt
die furiosen Dialoge von Hautnah entwarf, verzichtet auf jedes überflüssige
Wort.“
jan schulz-ojala
der tagesspiegel
Top >>
Darsteller
& Team
| Natasha
Richardson |
Stella
Raphael |
| Ian
McKellen |
Dr.
Peter Cleave |
| Marton
Czokas |
Edgar
Stark |
| Hugh
Bonneville |
Max
Raphael |
| Judy
Parfitt |
Brenda
Raphael |
| Sean
Harris |
Nick |
| Gus
Lewis |
Charlie
Raphael |
| Wanda
Ventham |
Bridie
Straffen |
| Anna
Keaveney |
Mrs.
Bain |
| Joss
Ackland |
Dr.
Jack Straffen |
| |
|
| |
|
| Regie |
David
Mackenzie |
| Drehbuch |
Patrick
Marber, Chrys Balis |
| Romanvorlage |
Patrick
McGrath |
| Kamera |
Giles
Nuttgens |
| Ton |
Brendan
Deasy |
| Schnitt |
Colin
Monie, Steve Weisberg |
| Ausstattung |
Laurence
Dorman |
| Kostüme |
Consolata
Boyle |
| Originalmusik |
Mark
Mancina |
| Produktion |
Seven
Arts Pictures, Samson Films, Mace
Neufeld Productions |
| Produzenten. |
Laurence
Borg, David E. Allen,
Mace Neufeld |
| Koproduzent. |
David
Collins |
| Ausführende
Produzenten |
Michael
Barlow, Natasha Richardson, Chris Curling, Aaron Davis,
Steven Markoff, Bruce Mc Nall,
Robert Rehme, Harmon Kaslow,
John Buchanan |
Top >>
Pressebilder-download

Top
>>
Stand 01/07 - Irrtümer vorbehalten
|