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Kontakt:
Verleihbezirke Berlin, Hamburg und Düsseldorf
Jürgen Pohl, pohl@salzgeber.de
Tel: +49 30 285 290 22
Verleihbezirke Frankfurt und München
Hermann Lorsbach, lorsbach@salzgeber.de
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11 MEN OUT
ein Film von Róbert I. Douglas
Island / Großbritannien / Finnland 2005,
90 Minuten, Farbe, Cinemascope,
Deutsche Fassung
Óttar, der Stürmerstar des isländischen Fußball-Erstligisten KR, verkündet
öffentlich sein Schwulsein – und stürzt damit den isländischen Fußball und seine
eigene Familie ins Chaos. Erst am Tag der Gay-Pride-Parade wird er wieder auf
seine alte Mannschaft treffen – nun als Stürmer des „Pride United Reykjavík“.
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88 - PILGERN AUF JAPANISCH
Bundesstart 13.11.2008
ein Film von Gerald Koll
D 2008, 88 Minuten, Farbe, DF, teilw. OmU
Wem zum Thema Pilgern nur Mekka und der Jakobsweg einfallen, sollte den ältesten und längsten Pilgerweg der Welt kennenlernen: den hachijuhakkasho (Weg der 88 heiligen Orte).
Er umkreist die japanische Insel Shikoku. Wegen der vielen Tempel, Schreine und Mönche nennen Japaner sie die "heilige Insel". Dort pilgern Menschen seit zwölfhundert Jahren, entlang einer Route von 1.300 Kilometern, markiert durch 88 Tempel.
Der Filmemacher und Journalist Gerald Koll ging als einer der wenigen nicht-japanischen Pilger im Frühjahr 2007 diesen Weg - allein, mit einer Kamera. Ohne Buddhist zu sein und ohne japanisch zu sprechen. Auf der Suche nach dem eigentümlichen Zustand des Pilgerns, "henro boke"...
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89 MILLIMETER
Dokumentarfilm (Regie: Sebastian Heinzel), D/BLR 2004/2005, 77 Minuten
89 MILLIMETER beschreibt das Lebensgefühl sechs junger Menschen, die in einem jungen Land
aufwachsen, das zerrissen scheint zwischen Stagnation, Protest und Aufbruch. 89 MILLIMETER, das
ist auch der Unterschied der Spurweite der Eisenbahngleise zwischen Belarus/Weißrussland und
seinen westlichen Nachbarn. Kein großer Abstand. Aber an der Grenze der neuen EU öffnet sich eine
andere Welt, angeblich „die letzte Diktatur Europas“.
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>> www.89millimeter-derfilm.de |
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ADAM & STEVE
ein Film von Craig Chester
USA 2005, 99 Minuten, Farbe, OmU
17 Jahre nach einem katastrophalen One-Night-
Stand treffen sich Adam und Steve wieder, verlieben
sich erneut ineinander und schaffen es, die
schlimmsten Hindernisse für ihre Liebe – z.B.
fliegende Bierflaschen, eifersüchtige Freunde und
homophobe Nachbarn – zu überwinden.
Doch dann kommt die Erinnerung an die
schlimmste Nacht ihres Lebens wieder...
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ALAN LOMAX - THE SONGHUNTER
von Rogier Kappers
NL 2004, 90 Min., digital, Englisch/Italienisch/Spanisch mit dt. Untertiteln
Woody Guthrie, Pete Seeger, Muddy Waters: Ihr Entdecker war Alan Lomax, der Songhunter.
Der Texaner reiste einen Großteil seines Lebens durch die Welt, besuchte Haftanstalten und
Arbeitslager, ging in die Slums und Spelunken, auf die Hinterhöfe und Felder und widmete sich
der Aufnahme und Archivierung traditioneller Musik. Er erkämpfte für die bis dahin ‚Sprachlosen’
eine Stimme in der Öffentlichkeit. Rogier Kappers begibt sich auf die Fährte des 2002 verstorbenen
‚Songhunters’, besucht die Ursprungsorte seiner Aufnahmen und trifft sich mit Beteiligten von
damals. Eine sehr persönliche Beschreibung von Menschen, ihrer Musik und ihren Gefühlen, aber
vor allem das Portrait einer faszinierenden Persönlichkeit - Alan Lomax.
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ALICE IN WONDERLAND
Münchner Opernfestspiele
D 2007, 123 Minuten, eOmU
Zu Weihnachten gibt es einen großen Klassiker der Jugendliteratur, von Ligeti-Schülerin und Schönberg-Preisträgerin Unsuk Chin in eine aufregende zeitgenössische Oper verwandelt.
Welturaufführung und Triumph der Fantasie! Die zunächst biedere Alice folgt ihren Träumen. Dort begegnet sie einem Kaninchen mit Weste und Taschenuhr, das sie durch ein Wunderland führt. Hier staunt Alice, hier lernt sie und - von hier kehrt sie reicher in die Realität zurück. Die Lehre dieses Märchens: Wir alle sollten viel mehr weißen Kaninchen folgen!
Moderne Musik, die ins Ohr geht! Moderne Oper - verführend, bezaubernd, sinnlich - und gar nicht verkopft. Kent Nagano dirigiert. Die märchenhafte Regie und das Bühnenbild stammen von Achim Freyer ("ebenso poetisch und farbenprall wie die Musik!", fanden die Stuttgarter Nachrichten). Nur weiße Kaninchen führen besser durchs Wunderland. Und dann gibt es noch die überragende Dame Gwyneth Jones als ‚Königin der Herzen': "Überwältigend wie ein Naturereignis! Dieser Auftritt ist unbestreitbar der Glanz- und Höhepunkt in der mit Sängerwundern und Wunderbildern nicht eben geizenden Eröffnungsproduktion der Münchner Opernfestspiele." (FAZ)
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AM SEIDENEN FADEN
ein Film von Katarina Peters
Deutschland 2004, 108 Minuten, Farbe
KURZINHALT: SCHICKSAL SCHLAGANFALL.
Die autobiographische Geschichte einer jungen Liebe im Ausnahmezustand.
Kurz nach seiner Hochzeit erleidet der 33-jährige Cellist Boris Baberkoff in New York einen schweren
Schlaganfall. Seine Frau, die Regisseurin Katarina Peters, greift intuitiv zu ihrer DV-Kamera. Um
den Schock zu überstehen, beginnt sie zu filmen. Sie dokumentiert den außergewöhnlichen
Heilungsprozess ihres Mannes. Es entwickelt sich das Bild einer Beziehung im Ausnahmezustand.
Statt sich von den Problemen des Alltags überwältigen zu lassen, findet das Paar kreative Kräfte
und erkennt darin neue Hoffnung für ihre Zukunft. AM SEIDENEN FADEN ist ein autobiografischer,
dokumentarischer Spielfilm. Er handelt von der bedrohlichen Krankheit Schlaganfall, von einem
unglaublichen Paar – und von der Kraft der Liebe und der Musik.
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AMADEUS, AMADEUS
Pünktlich zum Start des Mozartjahrs bringt die Edition Salzgeber im Januar 2006 fünf Meisterwerke
des berühmten Komponisten auf die Leinwand. Mit den von Karl Böhm dirigierten
Opern DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL und COSI FAN TUTTE, Wilhelm Furtwänglers
DON GIOVANNI und Wolfgang Sawallischs DIE ZAUBERFLÖTE sind vier legendäre
Inszenierungen erstmals im Kino zu sehen. Abgeschlossen wird dieses musikalische
Feuerwerk mit der MESSE IN C-MOLL in der überwältigenden Interpretation von Leonard
Bernstein.
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ANDULA - BESUCH IN EINEM ANDEREN LEBEN
ein Film von Fred Breinersdorfer und Anne Worst
mit Hannah Herzsprung
D 2008, 90 Minuten
Im Sommer 1942 spielt die beliebte tschechische Volksschauspielerin Anna Letenska um ihr Leben. Ihr Ehemann, der indirekten Mitwirkung am Attentat auf Reinhard Heydrich beschuldigt, befindet sich bereits in Haft und ‚Andula' weiß nicht, was mit ihr passiert, sobald die letzte Klappe der kriegswichtigen Komödie "Ich komme gleich" gefallen ist. Ihre Angst ist berechtigt - nur wenig später wird sie im Todeskeller des KZs Mauthausen ermordet. Ein Schicksal unter vielen.
Hannah Herzsprung erzählt im Dokumentarfilm von Fred Breinersdorfer und Anne Worst das Leben der Schauspielerin und folgt ihren Spuren in Prag, Theresienstadt und Mauthausen. Für die Rekonstruktion dieser kaum bekannten Episode den Naziterrors in Tschechien haben die Regisseure Zeitzeugen wie Jiri Letensk, den Sohn von Andula, Regisseur Otakar Vávra, Schauspielkollegin Zita Kabátová und Ivan M. Havel, den Neffen des Filmtycoons Milos und Bruder des tschechischen Ex-Präsidenten Václav Havel, befragen können.
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ANNA & EDITH
ein Film von Gerrit Neuhaus
nach dem Drehbuch von Cillie Rentmeister und Cristina Perincioli
mit Barbara Stanek und Karin Siefart
D 1975, 80 Minuten, ohne Altersbeschränkung
Anna und Edith sind Kolleginnen in einer Versicherungsanstalt. Der Chef brüstet sich mit den Arbeitserfolgen der Frauen, Annas Mann hätte es lieber, wenn Sie zuhause bliebe. Anna und Edith kommen sich näher und werden ein Paar. Aber es bleibt nicht nur bei romantischen Ausflügen ins Grüne - Anna und Edith wollen zusammen mit ihren Kolleginnen für bessere Arbeitsbedingungen sorgen!
Der erste deutsche Fernsehfilm über eine lesbische Liebe wurde von Cillie Rentmeister und Cristina Perincioli konzipiert und von Gerrit Neuhaus inszeniert. ANNA & EDITH war die erste Fernsehproduktion von Regina Ziegler.
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ARIADNE AUF NAXOS
Deutschland/ Österreich 1978 | 127 Minuten
Wiener Staatsoper
Eine Produktion der Unitel
Die »Liebhaberoper« von Richard
Strauss, »innig und heiter, zart und
durchsichtig instrumentiert«, erzählt
die Geschichte der von Theseus verlassenen
Ariadne, die sich in Erwartung
des Todes in eine Höhle zurückzieht,
durch die Ankunft des Gottes Bacchus,
in den sie sich verliebt, aber zu neuem
Leben erweckt wird.
Dirigent Karl Böhm, der noch mit
Richard Strauss zusammenarbeiten
konnte, Regisseur Filippo Sanjust,
bekannt für seine verspielten Ausstattungen
und seine szenische Leichtigkeit
und ein Ensemble grandioser Sängerinnen
und Sänger bis in die kleinsten
Nebenrollen hinein machen aus dieser
Ariadne-Inszenierung ein »Meisterstück
musikalischer und szenischer
Gestaltungskunst«.
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ASSASSINIO NELLA CATTEDRALE
Classica-im-Kinostart 02.11.2008
Aus der Basilica di San Nicola in Bari
D/I 2007; 85 Minuten; Italienisch mit deutschen Untertiteln
Kann es einen geeigneteren Aufführungsort für Ildebrando Pizzettis Opern-Meisterwerk ASSASSINIO NELLA CATTEDRALE geben als die strenge romanische Basilika di San Nicola in der süditalienischen Hafenstadt Bari? Nicht von ungefähr fällt die Handlung des Librettos (Dezember 1170) in die Zeit ihrer Einweihung.
Pizzetti, einer der wichtigsten italienischen Komponisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, schuf zahlreiche Opernwerke - ASSASSINIO NELLA CATTEDRALE ist bis heute sein berühmtestes. Er verbindet darin seinen gefeierten lyrischen Stil (man achte zum Beispiel auf die geschmeidige Arien-Auflösung des Textes, die an Debussys PELLÉAS ET MÉLISANDE erinnert) mit der Strenge eines Monteverdi oder der florentinischen Monodisten; dazu entwirft er bombastische Chor-Passagen, die, in einem Kirchenraum aufgeführt, erst ihre wahre Kraft entfalten.
Pizzettis tiefe Religiösität enthüllt sich in der Wahl von T.S. Elitos modernem Mirakelspiel über Thomas Becket, den Erzbischof von Canterbury, der nach siebenjährigem Exil verschiedenen Prüfungen unterzogen wird, der vierten Versuchung schließlich unterliegt und zum Märtyrer wird.
Der international gefeierte Bass-Bariton Ruggero Raimondi, zuhause auf allen wichtigen Opernbühnen der Welt und unvergessen als Don Giovanni in der legendären Verfilmung von Joseph Losey (1979), setzt in dieser Rolle seine ganze Erfahrung und künstlerische Gestaltungskraft ein. Die faszinierende Studie eines Opernhelden aus dem 20. Jahrhundert.
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BABOOSKA
ein Film von Tizza Covi & Rainer Frimmel
A/I 2005, 100 Min, Farbe, OmU
Die Filmemacher erzählen in Episoden vom alltäglichen
Existenzkampf der jungen Artistin
Babooska, die mit ihrer Familie einen Wanderzirkus
betreibt und durch Italien reist. Ein Jahr
lang haben sie die Künstlerin auf ihrer Odyssee
begleitet und einen ungeschminkten Blick hinter
die Kulissen eines Mikrokosmos am Rand der Gesellschaft
geworfen.
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BEIJING BUBBLES
Deutschland/China 2006, 80 min.
Der Dokumentarfilm über fünf Bands in Peking begleitet Melancholiker, Träumer und Desillusionisten, die sich im aufstrebenden China Konsumzwang und Leistungsdenken verweigern und im Trubel der Millionenmetropole in ihrer eigenen kleinen Welt leben.
Die Berliner Filmemacher Susanne Messmer und George Lindt begleiten fünf Pekinger Bands in ihrem Alltag: Die Punkband Joyside, die Mädchenband Hang On The Box, die Bluesband Sha Zi, die Rockband New Pants und die Band T9, die Rock mit traditioneller mongolischer Musik vereint. Eine authentische Bildsprache im Geiste des Punkrock mit teilweise versteckt gefilmten Aufnahmen des chinesischen Alltags fügt sich nahtlos zusammen mit dem unverbrauchten Sound der fünf Bands, der den Film eindrucksvoll begleitet.
Ein persönliches und intimes Dokument der Subkultur in China.
>> www.beijing-bubbles.com |
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BERLIOZ: BENVENUTO CELLINI
Salzburger Festspiele 2007
D 2007, 150 Minuten, OmU
Mit einem futuristischen Bilderbogen überschüttete Regisseur Philipp
Stölzl das Salzburger Publikum, das 2007 seine Neuinszenierung der Berlioz-
Oper BENVENUTO CELLINI feierte.
Eine Orgie der Bilder und Klänge, sehr im Sinne des Komponisten zwischen
Metropolis, Batman und den Carceri von Piranesi angesiedelt.
„Ein postmodernes Gesamtkunstwerk!“ (ZDF)
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BERTOLT BRECHT - BILD UND MODELL
Deutschland 2006, 80 Minuten, s/w & Farbe
Bertolt Brecht, zu dessen 50. Todestag diese filmische
Auseinandersetzung ins Kino kommt, hat
in seiner künstlerischen Arbeit immer auch mit
Film und Photographie gearbeitet. BERTOLT
BRECHT – BILD UND MODELL rekonstruiert
mit den in diesem Kontext entstandenen Materialien
Facetten seines Werks, die man so oder ähnlich
noch nie gesehen hat. Mithilfe von Filmaufnahmen,
Fotografien und einer im Exil entstandenen
Collage-Mappe aus dem Bertolt-Brecht-Archiv
in Berlin werden in dieser Zusammenstellung
nicht nur einzelne Aufführungen und Arbeitsmethoden
Brechts dokumentiert, sondern auch der
besondere Zugang des Künstlers zu diesen Medien
vermittelt. In einem von Harald Müller geleiteten
Gespräch, das dieser filmischen Hommage
als Klammer dient, unterhalten sich der Brecht-Schüler Peter Voigt und der Leiter des Brecht-Archivs
Erdmut Wizisla unter anderem über diesen
bislang wenig beachteten Aspekt eines epochalen
Gesamtwerks.
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bIrd'S NEST
ein Film von Christoph Schaub und Michael Schindhelm
Schweiz 2008, 88 Minuten, d/e/chin OF mit dUT
Bauen zwischen zwei Kulturen, zwei architektonischen Traditionen, zwei politischen Systemen.
Der Dokumentarfilm von Christoph Schaub und Michael Schindhelm verfolgt
verschiedene Projekte der Basler Star-Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron
in China: Das «National Stadium» für die Olympischen Spiele 2008 in Peking und ein
ganzer Stadtteil in Jinhua. Im einen Fall entwerfen sie für den internationalen Auftritt
Chinas, im anderen für die ganz alltäglichen Bedürfnisse der Bevölkerung.
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BLUE
ein Film von Derek Jarman
GB 1993, 74 Minuten, DF oder eOF
BLUE, der letzte Film von Derek Jarman, hat kein einziges Bild, nichts. Er ist nur blau.
Ein reiner, ungestörter Film; die absolute Wahrnehmung.
Jarman, durch seine AIDS-Erkrankung erblindet, hat diesen Film Yves Klein gewidmet, mit dem er die Überzeugung teilt, dass „es mehr gibt, als das Auge trifft“.
Das Testament eines großen Künstlers, der seine Einigung mit dem Tod gefunden zu haben scheint und mit einer Geste von erstaunlicher Schlichtheit und Reinheit zeigt, was Kunst sein kann.
Geblendet von Blau.
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CACHORRO
ein Film von Miguel Albaladejo
Spanien 2004, 99 Minuten, 35mm, Dolby Digital, Scope, Deutsche Fassung oder OmU
Pedro aus Madrid hat sich in seinem Leben eingerichtet. Die Tage verbringt er damit, anderen die Löcher in
den Zähnen zu füllen, die Nächte mit wechselnden Männerbekanntschaften. Sein schwuler Freundeskreis
ersetzt ihm die Familie. Bis seine Schwester auftaucht, immer noch auf dem Hippie-Trip und gerade auf dem
Weg zu indischen Gurus. Sie gibt ihren elfjährigen Sohn Bernardo bei Pedro ab. Zwei Wochen will sie
fortbleiben, doch es werden Jahre daraus...
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CALLAS ASSOLUTA
ein Film von Philippe Kholy
Frankreich 2007, 98 min, englische OmdtU
Königin des Belcanto, Inbegriff der Diva, eleganteste Frau der Welt, Kultobjekt, Göttin –
Maria Callas war schon zeitlebens ein Mythos.
Philippe Kohlys Dokumentarfilm CALLAS ASSOLUTA zeigt die öffentliche und die private
Callas, ihr bewegtes, oft tragisches Leben, ihr schwieriges Verhältnis zum Publikum und
zu den Medien.
Ein Film über Licht und Schattenseiten des Starkults.
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>> www.delicatessen.org/callas.html
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CARAVAGGIO
ein Film von Derek Jarman
GB 1986, 93 Minuten, Farbe, OmU
Derek Jarman (1942–1994) verfilmt 1986 das
Leben des letzten großen Malers der italienischen
Renaissance Michelangelo Merisi, der sich nach
seinem Geburtsort Caravaggio nennt. In Form
einer experimentellen Annäherung beleuchtet der
wohl berühmteste britische Filmemacher der 80er
Jahre vor allem den Aspekt eines Künstlers, der
zwischen der Welt seiner Förderer und Gönner
und jener seiner mittellosen Modelle hin- und hergerissen
ist, letztlich in allen sozialen Sphären zum
Außenseiter wird und am Ende einer ungewollt
durch ihn ausgelösten Intrige zum Opfer fällt.
Die filmische Biografie des Malers, den Jarman
bewusst in die Nähe Pasolinis oder Genets rückt,
erzählt mindestens genauso viel über den Künstler
Derek Jarman (der selbst Malerei studiert hat)
wie über den Renaissance-Maler: Beide haben zu
Lebzeiten mit ihrem künstlerischen Werk sowohl
großen Einfluss ausgeübt als auch für Aufregung
gesorgt. Nicht wenige Zeitgenossen nahmen an
der kontroversen Ausstrahlung der Werke und an
der ständigen Provokation der moralischen Sitten
des Entstehungskontextes Anstoß.
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CARDILLAC
Deutschland 1986, 89 Minuten
Live-Aufnahme aus der Bayerischen Staatsoper
Eine Koproduktion des Bayerischen Rundfunks
mit der Unitel 1985
Jazz & Tempo, Künstlerdrama & Nummernoper: Cardillac von Hindemith ist eine hochromantische Kriminalgeschichte, die von einem Goldschmied handelt, der durch Mord wieder in den Besitz seiner verkauften Schmuckstücke kommen will. Hindemiths 1926 international gefeierter Versuch, eine Oper der neuen Sachlichkeit zu schreiben, die sich vom Musiktheater wagnerscher Prägung absetzt, wird in dieser Aufführung von Ponnelle in die Nähe des expressionistischen Films gerückt – konsequent von den Kostümen über das Licht bis hin zu den Gesten und Masken. Ponnelle, Sawallisch und der charismatische Donald McIntyre rissen damit das Münchner Publikum zu Szenenbeifall hin.
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CARMEN
1967, 162 Minuten
Die Geschichte einer Zigeunerin, die jederzeit
ihren Lieben, Launen und ihrer Lebensgier nachgibt,
der dabei die Freiheit über alles geht und die,
vor die Alternative gestellt, sich zu beugen oder
zu sterben, dem Tod gelassen ins Gesicht schaut.
Dieses Schicksal zeigt den gnadenlosen Widerspruch
zwischen Anpassung an gesellschaftliche
Normen und individueller Freiheit, ohne ihm
seine Ambivalenz zu nehmen. Carmen liebt erst
Don José, einen Sergeanten, dann Escamillo, den
Stierkämpfer, und sie muss dafür bezahlen. Carmen
(so verrät es bereits der Titel) ist die alleinige
Hauptperson, und ihr Verhalten ist konsequent
bis in den Tod. Das Stück endet im Vergleich zu
anderen Opern dieses Genres tragisch.
Die von Karajan selbst produzierte Filmaufzeichnung
der Oper basiert auf seiner Inszenierung
für die Salzburger Festspiele von 1966 mit
Grace Bumbry (einer der hervorragendsten Carmen-
Interpretinnen unserer Zeit), John Vickers,
Mirella Freni und Justino Diaz in den Hauptpartien.
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CAVALLERIA RUSTICANA
1968, 76 Minuten
Ein sizilianisches Dorf am Ostermorgen des
Jahres 1880. Santuzza, die von Turridu verführt
wurde, ist verzweifelt, als sie herausfindet, dass er
sich wieder seiner früheren Geliebten Lola zugewandt
hat. Diese ist jedoch inzwischen mit dem
Fuhrmann Alfio verheiratet. Als ein letzter Versuch
Santuzzas scheitert, den Geliebten zurück
zu gewinnen, erzählt sie Alfio von der Beziehung.
Dieser schwört Rache, fordert Turridu zum Duell
auf und tötet ihn.
CAVALLERIA RUSTICANA ist die erste Oper
des ‚Verismo’, des realistischen Musikdramas. Die
von Giorgio Strehler an der Mailänder Scala inszenierte
Aufführung gewinnt durch die visuelle
Nachbearbeitung seines Kollegen Ake Falck eine
zusätzliche filmische Dimension – während der
Ouvertüre und des Intermezzos sind sizilianische
Landschaften zu sehen, die die Bühnenbilder
wunderbar ergänzen. So entsteht ein intensives,
hitziges Abbild der südlichen Atmosphäre, die
den Hintergrund der von heftigen Leidenschaften
beherrschten Handlung abgibt.
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CHRISTOPH SCHLINGENSIEF - DIE PILOTEN
ein Film von Cordula Kablitz-Post
D 2008, 95 Minuten, Farbe
Christoph Schlingensief dreht 10 Jahre nach TALK 2000 Piloten für eine neue Talkshow. Obwohl klar ist, dass diese Piloten niemals ausgestrahlt werden, kommen sie alle: von Jürgen Fliege bis Rolf Hochhuth, von Oskar Roehler bis Claudia Roth, von Lea Rosh bis Sido. Was als unterhaltsame Infragestellung der medialen Selbstdarstellungen beginnt, erhält eine dramatische Wendung, als private Probleme des Talkmasters und eines Gastes während der Aufzeichnungen bekannt werden.
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CYRANO DE BERGERAC
D/E 2007, 140 Minuten
Eine Paraderolle für Plácido Domingo! Die Geschichte des Cyrano de Bergerac, jenes noblen Franzosen mit der langen Nase und der tragischen Liebe zur schönen Roxane, ist zwar ein Bühnenklassiker und wurde auch schon mehrfach verfilmt. Doch die Oper von Franco Alfano ist leider allzu selten zu sehen, was verwundert, wenn man einmal Plácido Domingo in der Titelpartie gesehen hat.
Mit seiner 121. Bühnenrolle hat der Startenor zweifellos eine Partie gefunden, die seiner
enormen Bühnenpräsenz entspricht. Und Domingo überzeugt von der ersten bis zur letzten Minute, von der ersten Fechtszene bis zum berührenden Tod des Cyrano. Komponist Alfano mischt in diesem Werk aus den 1930er Jahren modernen Orchesterklang und französisches Flair: eine Oper für Feinschmecker.
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DANS, GROSNY, DANS
Ein Film von Jos de Putter
Niederlande 2003, 75 Minuten,
Tschetschenisch & Russisch mit dt. UT
Grozny. Nach zwei Unabhängigkeitskriegen gegen Russland liegt die Stadt immer noch in
Trümmern. Vor den Ruinen der Hauser probt eine Tanzgruppe bestehend aus Straßen- and
Waisenhauskindern den Kaukasischen Tanz. Der Film bricht mit der Company zu ihrer
Europatournee auf und kehrt doch immer wieder in das kriegsgebeutelte Tschetschenien
zurück. Die jungen Tänzer feiern Erfolge an den renommiertesten und glamourösesten
Bühnen der Welt - der Himmel ist dunkel vor lauter Bomben, die jungen Männer sterben im
Krieg, Minen pflastern die Straßen.
Die Kinder werden nicht allein vom Wunsch, auf der Bühne zu stehen, angetrieben, sondern
brauchen die Kunst als Überlebensstrategie. Sie versuchen, dem Krieg zu trotzen und Europa
ein Bild von Tschetschenien zu zeigen, das nicht nur aus Terror besteht. Ramzan Akhmadov,
ein außergewöhnlicher Mann, trainiert und ermutigt die Kinder. Sein Engagement ermöglicht
ihre triumphalen Auftritte in ganz Europa.
Am Ende des Films kommen die Kinder zu ihren Eltern nach Tschetschenien zurück, wo der
Krieg allgegenwärtig ist. Ein normales, ruhiges scheint hier für die jungen Tänzer unmöglich.
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DAS GOEBBELS-EXPERIMENT
von Lutz Hachmeister und Michael Kloft
D 2004, 107 Min.
Joseph Goebbels (1897 – 1945) hat den NS-Staat als Markenzeichen überlebt. Sein
Name steht noch heute weltweit für hemmungslose, zynische und zumindest zeitweise
erfolgreiche Propaganda. In regelmäßigen Abständen kommt es zu Goebbels-
Vergleichen, mit denen aktive Politiker als besonders üble Hetzer und Polemiker
gebrandmarkt werden sollen.
Aber das Leben des Joseph Goebbels ist schillernder und beunruhigender, als es die
gängige Zuordnung als Propaganda-Genie oder „Reichslügenbold“ nahe legt. Lutz
Hachmeister (Regie, Buch) und Michael Kloft (Buch, Recherchen) zeigen erstmals in
einer abendfüllenden Kino-Dokumentation, wie sich Goebbels von seinen Anfängen als
radikaler „völkischer Sozialist“ bis zum Selbstmord mit Frau und Kindern ständig neu
inszenierte und „erfand“. Der Film bringt den Zuschauern die Karriere eines modernen
Medien-Politikers dabei auf ungewöhnliche Weise nahe - verzichtet wird auf jeden
Kommentar; nur Goebbels selbst spricht aus seinen Tagebüchern, die er von 1924 – 1945
ununterbrochen und exzessiv führte. Es entsteht so das faszinierende Psychogramm
eines Mannes, der hochtourig zwischen Weltschmerz, Wehleidigkeit, Vernichtungswut
und politischer Extase hin- und herschwankte. Ein Experiment in Sachen Stilisierung
und Manipulation, das er nicht nur mit der Öffentlichkeit vollführte, sondern auch mit
sich selbst – so war der Täter sein eigenes und erstes Opfer.
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DAS LEBEN DES BOLA DE NIEVE
Ein Film von José Sánchez-Montes
Spanien 2003, 73 Minuten
, Spanisch mit dt. UT
DER TRAURIGE MANN, DER FRÖHLICH SANG
Kubaner, Schwarzer, Santero- Jünger, Homosexueller, Anhänger der Revolution und vor allem
Musiker, Bola de Nieve war ein latein-amerikanischer Mythos des 20. Jahrhunderts. Auch in
Europa, Asien und den Vereinigten Staaten hatte Bola de Nieve "Snowball" aka. Ignacio Villa
großen Erfolg.
Wie schaffte es dieser Mann, allein mit seinem Piano und seiner durchdringenden Stimme,
Edith Piaf, Andrés Segovia, Pablo Neruda, Josephine Baker, Alejo Carpentier, Nicolas Guillén
oder Pedro Almodóvar zu Tränen zu rühren?
Obwohl Bola de Nieve den Schmerz kannte, sagte er immer: "Ich mag zwar traurig sein, aber
meine Lieder klingen fröhlich." Bola und seine Zeit bilden den Schwerpunkt dieses Films, der
dem verschlungenen Lebensweg einer einzigartigen Persönlichkeit folgt, eines Künstlers, der
zu seiner Zeit zwar glühend verehrt wurde, heute aber praktisch vergessen ist.
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DAS MINISTERIUM FÜR STAATSSICHERHEIT - ALLTAG EINER BEHÖRDE
ein Film von Christian Klemke und Jan N. Lorenzen
Deutschland 2002, 90 Minuten, Farbe
DAS MINSTERIUM FÜR STAATSSICHERHEIT
– ALLTAG EINER BEHÖRDE, einer der wenigen
dokumentarischen Auseinandersetzungen mit dieser
Thematik, ist ein Film über Menschenbild, Selbstverständnis
und Rechtfertigungsstrategien der Stasi
– erzählt von den Tätern selbst.
Der große Erfolg von Florian Henckel von Donnersmarcks
Spielfilm Das Leben der anderen zeigt, dass
die Auseinandersetzung mit der Stasi auch weiterhin
ein aktuelles und wichtiges Thema ist – nicht nur in
Deutschland, sondern weltweit.
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"DAS REICHSORCHESTER"
ein Film von Enrique Sánchez Lansch
Deutschland 2007, 90 Minuten, Farbe/sw
Die Berliner Philharmoniker waren von 1933 bis 1945
das deutsche Vorzeige-Orchester und damit Repräsentanten
des nationalsozialistischen Regimes.
»DAS
REICHSORCHESTER«, der neue Dokumentarfilm von
Enrique Sánchez Lansch (»Rhythm Is It!«) beleuchtet
im Jahr des 125-jährigen Jubiläums der Berliner Philharmoniker
diese Ausnahmesituation – vor allem für
die Musiker, die diese Zeit wie unter einer Glasglocke erlebt haben.
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>> www.delicatessen.org/reichsorchester.html
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DER FLAMENCO CLAN
von Michael Meert
Deutschland, Spanien 2004, 89‘, Farbe
Der kleine Lucas ist mit Flamenco-Rhythmen aufgewachsen. Fast alle in der Familie
sind Musiker. Aber wenn als Gitarrenlehrer der eigene Vater fungiert, der überdies noch
Bandleader von ‚Ketama‘ ist, der erfolgreichsten Flamenco-Formation Spaniens, dann
wechselt man vielleicht doch lieber das Instrument...
Der Autor und Regisseur Michael Meert, dessen Musikfilme über Paco de Lucia
oder Pablo Casals weltweit gerühmt sind, erzählt in DER FLAMENCO CLAN das vier
Generationen umspannende Epos einer Gitano-Dynastie. Zusammen mit seinen
höchst lebendigen Protagonisten unternimmt der Film eine innere und äußere Reise
zu den archaischen Wurzeln ihrer Musik in der Höhlen des Sacremonte, um von hier
aus die Entwicklung des zeitgenössischen Flamenco und nicht zuletzt des modernen
Spaniens zu spiegeln.
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DER FLIEGENDE HOLLÄNDER
Deutschland 1986, 139 Minuten, aus dem Festspielhaus Bayreuth
Eine Produktion der Unitel 1986
Ein Holländer in der ungeglätteten Urfassung, inszeniert als
Traumvision Sentas: Hier ist eine der legendärsten Wagner-Interpretationen
der Bayreuth-Geschichte wieder erlebbar.
Wagners Konfrontation von Menschen- und Geisterwelt wird
in der Inszenierung von Harry Kupfer zu einem surrealistischen,
von großartigen Sängern getragenen Bilderrausch. Auch die Filmversion
von Brian Large wurde in der Kritik einhellig gelobt.
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DER KUSS DER TOSCA - IL BACIO DI TOSCA
ein Dokumentarfilm von Daniel Schmid
Schweiz 1984, 87 Minuten, Farbe, OmU
An der Piazza Buonarotti in Mailand liegt heute noch Giuseppe Verdis "schönstes Werk", wie er selbst sagte. Es ist die "Casa di riposa", ein Altersheim, 1896 von ihm gegründet für Menschen, "die weniger Glück hatten als ich". Menschen, bei denen die große Karriere nie stattgefunden hat - und andere, Erfolgreichere, deren Traumgagen längst aufgebraucht sind. Heute leben sie alle vergessen in einem kleinen Zimmer mit einem Koffer voller Erinnerungen. Doch wer einmal von der Tosca geküsst wurde, lebt weiter für die Kunst, für das Scheinwerferlicht und die Selbstdarstellung.
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DER NACHTSCHWÄRMER
ein Film von Edgardo Cozarinsky
Argentinien/Frankreich 2005, 81 Minuten, Farbe, FSK 16, OmU
DER NACHTSCHWÄRMER ist die außergewöhnliche Geschichte von Viktor, einem 19-jährigen Stricher
aus Buenos Aires. Hier – in der Stadt, die niemals schläft – ist er zu Hause, hier sucht er Liebe, Geborgenheit
und Schutz. Sein Leben ist ein Kreislauf, aus dem er nicht auszubrechen vermag.
Aber heute ist Allerheiligen, und die Legende besagt, dass die Toten für eine Nacht auf die Erde zurückkommen
und versuchen, alle mit sich zu nehmen, die sie zu ihren Lebzeiten liebten. Auch Victor muss
sich seiner Vergangenheit und den Personen stellen, die ihn einst begehrten…
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DER RING DES NIBELUNGEN
Produktion 1976 - 1980
Der Grosserfolg des letzten Sommers kehrt auf unsere Leinwände zurück! Der Bayreuther "Jahrhundert-Ring" in der Inszenierung des fränzösischen Starregisseurs Patrice Chérau hat die Sicht auf Wagners Hauptwerk nachhaltig verändert. Anfänglich eine Skandal-Produktion, entwickelte sich dieser "Ring" zu einer wahren Kultaufführung.
Die vier überwältigenden Abende geben uns Gelegenheit Singschauspieler wie Gwyneth Jones, Heinz Zednik, Donald McIntyre, Peter Hofmann, Matti Salminen oder Manfred Jung auf dem Höhepunkt ihrer Karrieren zu erleben. Unter der musikalischen Leitung des französischen Musikrevolutionärs Pierre Boulez drang aus dem mystischen Bayreuther Orchestergraben ein neueartiger, kristallklarer Wagnersound.
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DER TRAUM IST AUS ODER DIE ERBEN DER SCHERBEN
ein Film von Christoph Schuch
Deutschland 2001,92 Minuten, 35mm, Dolby-Stereo
Der Film erzählt ohne Anspruch auf Vollständigkeit die Geschichte von TON STEINE SCHERBEN,
der bisher einflußreichsten deutschsprachigen Rockband und stellt vor allem die Frage, was am
Beginn des 21. Jahrhunderts von ihrem Engagement für eine klassenlose Gesellschaft und den
Ideen von 1968 übriggeblieben ist. Wie agieren heute Punk-Rocker, Hip-Hoper oder Bands der
Hamburger Schule auf dem Musikmarkt ? Für oder gegen was singen sie ?
Was verbindet sie mit RIO REISER und den SCHERBEN, deren Songs von Liebe & Zorn in den
70er und 80er Jahren den Soundtrack zum politischen Protest der Studenten-, Hausbesetzer und
Umweltschutzbewegung lieferten, die 1970 mit Macht kaputt was euch kaputt macht
den Punk vorwegnahmen, im gleichen Jahr als erste deutsche Band ihr eigenes Musik-Label
gründeten und später vor ihrem Image als agitierende Music-Box von Berlin aus in eine
Landkommune nach Nordfriesland flüchteten?
Zwischen aktuellen und historischen Konzertmitschnitten kommen u.a. Musiker der Bands TON
STEINE SCHERBEN, TOCOTRONIC, DIE STERNE, ELEMENT OF CRIME und DAS DEPARTMENT zu
Wort.
Es geht dabei um Widersprüche, Ansprüche, Feindbilder, Ideale und natürlich Musik. Durch die
Verzahnung von Vertretern dreier Musikdekaden entsteht so ein aufschlußreicher Einblick in
eine Standortbestimmung der kulturellen Linken im Jahr 2001.
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DER UNBEQUEME - DER DICHTER GÜNTER GRASS
ein Film von Nadja Frenz und Sigrun Matthiesen
Deutschland 2007, 87 Minuten, Farbe
Dokumentarisches Porträt des Schriftstellers, Bildhauers
und Grafikers Günter Grass, das entlang der
immer noch unzähligen Aktivitäten des virulent unbequemen
Nobelpreisträgers seine Biografie, seine
Literatur und sein soziales Engagement zusammenführt
und mit den ihm wichtigen Orten und Menschen
verknüpft. Zeitliche Klammer ist dabei die
Fertigstellung, Veröffentlichung und Diskussion der
Autobiografie »Beim Häuten der Zwiebel«, in der
Grass u.a. erstmalig von seiner Mitgliedschaft bei
der Waffen-SS erzählt.
Eine respektvolle ‚backstage’-Begleitung eines
umtriebigen Künstlers, strukturiert durch Grass’ eigene
Gedichte und rhythmisiert durch seinen persönlichen
Vortragsstil, ohne Archivaufnahmen vertrauend
auf die Aktualität der künstlerischen und politischen
Arbeit und der persönlichen Erinnerungen.
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DEREK
ein Film von Isaac Julien
UK 2008, 76 Minuten, OmU
Derek Jarman machte aus seinem Leben ein Fest, zu dem alle eingeladen waren. Der Maler, Autor, Gärtner, Aktivist und - vor allem - Filmemacher hatte eine besondere Ausstrahlung auf seine Zeit. Seine engste Verbündete Tilda Swinton und Isaac Julien, der sein künstlerisches Erbe antrat, haben sich zusammen getan und für DEREK seine Kunst und sein Leben wieder auf die Leinwand gebracht.
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DEVIL’S MINER - BERG DES TEUFELS
von Kief Davidson & Richard Ladkani
USA/D 2004, 82’, Farbe, Spanisch mit dt. Untertiteln
Basilio Vargas (14) und sein Bruder Bernardino (12) kennen ihr Metier: Sie sind Mineros,
Bergarbeiter. Ihr Arbeitsplatz sind die 450 Jahre alten Stollen des Cerro Rico, des „Reichen
Berges“ von Potosí. Dort, wo es einmal die größten Silbererzvorräte der Welt gab, oberhalb
von Potosí, der 4300 Meter über dem Meer gelegenen bolivianischen Stadt, die einst so
bedeutend war wie London, Paris oder Berlin, arbeiten Basilio und Bernardino unter Tage als
Lastenschlepper, Schubkarrenfahrer und Sprengloch-Meisler. Der Vater der Kinder ist mit 35 an
den Folgen einer Staublunge gestorben. Würden die Beiden nicht jeden Tag bis zu 10 Stunden
Schwerstarbeit in den Stollen verrichten, gäbe es zu Hause nichts zu Essen.
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DIE BEWOHNER DER EREMITAGE
ein Film von Aliona van der Horst
NL 2003, Farbe, 73 Minuten, OmU
DIE BEWOHNER DER EREMITAGE – THE
HERMITAGE DWELLERS, der preisgekrönte
Film der holländischen Filmemacherin Aliona
van der Horst, zeigt die Aufseher, Ausstellungstechniker
und Kuratoren der St. Petersburger Eremitage,
denen der Palast Katharinas der Großen
mit seinen Kunstschätzen zum Zuhause geworden
ist. Ihre persönlichen Geschichten werden mit
Bildern aus der russischen Geschichte verwoben.
Ein liebevoller Bericht über Kunst und über Menschen,
die eine besondere Beziehung zu ‚ihrer’
Kunst aufgebaut haben.
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DIE HOCHZEIT DES FIGARO
Deutschland 1976, 183 Minuten
Wiener Philharmoniker
unter der Leitung von Karl Böhm
Ponelle, der in Salzburg eine gefeierte FIGARO-Inszenierung zur Aufführung gebracht hatte, verfilmte im Auftrag des ZDF die Oper 1976 in den Londoner Shepperton Studios. Er beschloss, hierfür die Möglichkeiten des Mediums zu nutzen und setzte das Geschehen mit einer anderen, äußerst prominenten Besetzung, die so zum ersten Mal zusammen auftreten konnten, und mit dem Einsatz von Rückblende, slow-motion, Rückprojektion und subjektiver Kamera wirkungsvoll in Szene. Dietrich Fischer-Dieskau und Hermann Prey waren zum ersten Mal gemeinsam in einer Inszenierung zu sehen, und dem deutschen Publikum konnte erstmals die neuseeländische Sängerin Kiri Te Kanawa, in England bereits ein Star, vorgestellt werden.
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DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG (1984)
Deutschland 1984 / 282 Minuten
Die wirklich amüsanten Momente sind dünn gesät in Richard Wagners Werk. DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG sind die große Ausnahme - und gleichzeitig ein Gipfelpunkt der komischen Oper. Hier begegnen wir echten Menschen, die uns in ihrem Leid und Glück zutiefst vertraut erscheinen.
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DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG (2008)
Aus der Wiener Staatsoper
D/A 2008, 273 Minuten, DF
Der junge Ritter Walther von Stolzing hat sich in die Goldschmiedtochter Eva Pogner verliebt. Sie soll dem Sieger des Preissingens der Meistersinger zugesprochen werden. Walther will sich deshalb am Wettsingen beteiligen, aber sein Lied entspricht nicht den strengen Meisterregeln. Der Schuster Hans Sachs beschließt, dem Liebespaar zu helfen.
Es entwickelt sich ein Kampf zwischen den Verfechtern der musikalischen Traditionen.
Für diese Neueinstudierung von Richard Wagners MEISTERSINGERN kehrte Christian Thielemann an das Dirigentenpult der Wiener Staatsoper zurück und stellte erneut seinen Ruf als einer der bedeutendsten Wagner-Dirigenten unserer Zeit unter Beweis. Mit genau dieser Oper hatte Thielemann im Jahr 2000 bei den Bayreuther Festspielen triumphal debütiert, wo er seither zu den von Presse und Publikum gefeierten musikalischen Qualitätsgaranten zählt.
"Thielemann, der buchstäbliche Klangregisseur, ist heute ein konkurrenzloser Wagner-Zauberer. Streicher und Blechbläser in Höchstform, mit betörenden Lyrismen im Piano und von federnder, immer noch schlanker Wucht im Fortissimo. Der stürmische Jubel zur Begrüßung Thielemanns erreicht sechs Stunden danach Orkanstärke. Die Bühne dominierten Struckmanns Hans Sachs und Adrian Eröd als Sixtus Beckmesser. Ein denkwürdiges Debüt, wunderbar gesungen und - ganz gegen das Klischee der Figur - verkörpert. Von Struckmanns Sachs, von seiner kraftvollen und zugleich allerfeinsten Charakterisierungskunst, lässt sich nur schwärmen. Ein Fest der Sinne!" (Welt)
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DIE SEELE NEAPELS
von Vincent Monnikendam
NL 2004, 90‘, Farbe, Italienisch mit dt. Untertiteln
Neapel, drittgrößte Stadt Italiens, genießt eine wunderschöne Lage am Strand mit Ausblick
auf das funkelnde Tyrrhenische Meer im Schatten des mächtigen Vesuv. ‚Neapel sehen und
sterben’ schrieb Goethe einst. 200 Jahre später ist davon nur ein schaler Rest übrig geblieben,
denn hinter dem Pomp vergangener Zeiten findet sich heute ein anderes Neapel. Wir erleben
eine Stadt mit grossen Problemen, aber ungebrochen bleibt der Optimismus der kleinen Leute.
Regisseur Vincent Monnikendam begibt sich mit der Kamera in die Hinterhöfe und schmalen
Gassen, wohin sich weder Sonnenstrahlen noch Touristen verirren, aber die stolze Seele
Neapels ihr Innerstes offenbart.
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DIE TRÄUME NEAPELS
ein Film von Anna Bucchetti
Niederlande/ Italien 2005, 75 Minuten, s/w, OmU
In Neapel brauchen die Menschen viel Glück. Anna
und Maria betreiben eine alte „ricevitoria“, eine Art
Lottoannahmestelle der besonderen Art. Die Kunden
berichten von Ihren Träumen und Erlebnissen und die
beiden erstellen daraufhin persönliche Zahlenreihen,
basierend auf dem italienischen Buch der Zahlen „Grimas“,
wo alles eine Nummer hat.
Ein Film über Menschen auf der Suche nach dem Glück,
die Kraft der Zahlen und eine traditionsreiche italienische
Stadt, kunstvoll in schwarz-weissen Bildern fotografiert.
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DIE UNZERBRECHLICHEN
ein Film von Dominik Wessely
Dokumentarfilm, Deutschland 2006, 93 Minuten, Farbe
Als die Glashütte Theresienthal im April 2001
Insolvenz anmeldet, geht eine Tradition des Glasmachens
zu Ende, die mehr als ein halbes Jahrtausend
zurückreicht. Die Botschaft scheint klar: für
ein Unternehmen, das sich seit 500 Jahren kaum
verändert hat, ist in einem globalisierten Markt
kein Platz mehr.
Der Film begleitet ehemalige Arbeiter des Betriebs,
die zusammen mit Partnern der Eberhard
von Kuenheim Stiftung und anderen Mitstreitern
einen Neustart für Theresienthal unternehmen:
durch Eigeninitiative, Kreativität und ungewöhnliche
Ideen überwinden sie den schon sprichwörtlichen
deutschen Stillstand und schließlich auch
ihre Langzeitarbeitslosigkeit. Seit August 2004
wird in Theresienthal wieder Glas gemacht.
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DIE ZAUBERFLÖTE
Ein Film von Kenneth Branagh
Großbritannien/Frankreich 2006, 135 Minuten, Farbe, OmU
Am Vorabend des Ersten Weltkrieges bricht Tamino zu einer gefährlichen Reise auf, um Pamina, die bezaubernde Tochter der Königin der Nacht, zu befreien. Eine Suche nach Liebe, Licht und Frieden in einer Welt voller Dunkelheit, Tod und Zerstörung.
Mozarts klassische Oper DIE ZAUBERFLÖTE als spektakuläre Filmversion, erdacht und inszeniert von Kenneth Branagh, mit einem von Stephen Fry neu übersetzten Libretto.
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DON GIOVANNI
Salzburger Festspiele 2008
D/A 2008, 180 Minuten, ita.OmU
Im Wald leben die wilden Tiere, verstecken sich die Räuber und liegen dunkle Geheimnisse verborgen. Und steht dieser Wald im Salzburger Haus für Mozart, dann bietet er auch Zuflucht für einen berüchtigten Frauenverführer und seinen zwielichtigen Komplizen. Hier, im dichten, von Regisseur Claus Guth angelegten Wald ist der wilde Macho Don Giovanni zuhause, der mit Leporello zusammen die Damen mit seiner gefährlichen Ausstrahlung ins Dunkel lockt.
In dieser fast filmischen Salzburger Produktion scheinen alle Charaktere aus Mozarts realistischster Oper eine Geschichte von vereitelter Liebe und Frustration mit sich herumzutragen. Todessehnsucht oder Hoffnung treiben sie alle in den wie verzauberten Wald.
Christopher Maltman als Don Giovanni ist eine Entdeckung. Ein Verführer mit großer physischer Präsenz und einem vollen Bariton-Ton, der Unglück über die Frauen und schließlich auch sich selbst bringt. Daneben darf die Gesangs- und Schaupielleistung des uruguayanischen Tenors Erwin Schrott als Sensation dieser Mozartproduktion gelten, wie nicht nur DIE WELT festgestellt hat.
In den Rollen der verführten Damen glänzen Annette Dasch, Dorothea Röschmann und Ekaterina Siurina. Die Wiener Philharmoniker spielen unter Bertrand de Billy mit gewohntem Esprit und frischem Schwung. Diesen Don Giovanni muss man gesehen und gehört haben!
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DRIFTER
ein Film von Sebastian Heidinger
D 2007, 81 Minuten, ab 12 Jahren
30 Jahre nach "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo": Aileen (16), Angel (23) und Daniel (25) haben sich in die Anonymität der Großtadt Berlin geflüchtet. Ihr Aktionsraum ist die Gegend um den Bahnhof Zoo. Sie müssen sich täglich das Geld für ihre Drogensucht beschaffen und kommen in Notunterkünften, bei Bekannten oder bei Stammfreiern unter. Sie haben Sehnsüchte und Wünsche und für ihr Leben einen vagen Plan, aber es bleibt eine Baustelle, so wie die Welt, in der sie sich laufend neu zurechtfinden müssen: eine Welt der Übergänge und Zwischenräume, der Straßen, Nischen und Geschäfte, wo Körper wenig zählen, Freundschaften dafür umso mehr. Sebastian Heidingers Debütfilm wirft einen klaren, ungeschönten, aber keineswegs sensationsgierigen Blicke auf die heutigen Kinder vom Bahnhof Zoo.
Auszeichnungen:
DIALOGUE EN PERSPECTIVE (Berlinale 2008)
Nominiert für den FIRST STEPS AWARD 2008
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DUMMER JUNGE - GARÇON STUPIDE
ein Film von Lionel Baier
Schweiz/Frankreich 2004, 94 Minuten, OmU
Die Tage verbringt Loïc in einer Schokoladenfabrik,
die Nächte in Betten anderer Männer. Wenn er dann
jedoch erschöpft vom Sex in seiner Wohnung neben
Marie, einer Freundin aus Kindertagen, einschläft,
scheint die Welt ein stückweit in Ordnung. Doch
das Leben des 20jährigen beginnt sich zu ändern, als
er auf einen merkwürdigen Typen trifft, der Fragen
stellt, statt Sex zu wollen. Marie hingegen findet einen
Freund, den sie liebt. Von all dem überfordert eskaliert
die Situation. Beide gehen auseinander, das Leben geht
zunächst weiter, doch anders als zuvor: Allmählich
beginnt Loïc mehr nachzudenken, über sich und der
Beziehung zu Marie, vor allem aber will er kein Junge
sein, schon gar kein dummer.
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EDWARD II.
Bundesstart der Wiederaufführung: 16. 10. 2008
ein Film von Derek Jarman
GB 1991, 90 Minuten, Farbe, OmU und DF
England zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Nach dem Tod seines despotischen Vaters kann der junge König Edward II. (Steven Waddington) endlich seinen verstoßenen Liebhaber Gaveston (Andrew Tiernan) zurück nach London holen. Die obsessive Liebe des Herrschers bringt schnell die Lords und Kirchenmänner gegen den Günstling auf, der von Edward mit Adelstiteln und Reichtümern überhäuft wird.
Die verschmähte Königin Isabella (Tilda Swinton) verbündet sich mit dem machthungrigen Lord Mortimer (Nigel Terry) gegen den Ehemann und auch das Volk erhebt sich gegen die unkonventionelle Liebe. Und während Edward verzweifelt sein Recht auf Glück einfordert, versinkt das Land im Bürgerkrieg...
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EIN JAHR OHNE LIEBE
ein Film von Anahí Berneri
Argentinien 2005, 97 Minuten, Farbe, OmU
Pablo, ein HIV-positiver Schriftsteller, führt ein Jahr lang
Tagebuch. Er schreibt über seine Ängste, seine Suche
nach dem Mann fürs Leben und seine Erfahrungen in der
SM-Szene von Buenos Aires.
Gewinner des TEDDY AWARD der Berlinale 2005 für den
besten Spielfilm
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EIN LIED FÜR ARGYRIS
ein Film von Stefan Haupt
Schweiz 2006, 105 Minuten, Dolby Digital,
Originalversion (Schweizerdeutsch, Deutsch, Griechisch, Französisch)
mit deutschen Untertiteln
DISTOMO, ein kleines Bauerndorf in Griechenland.
Hier überlebt der kaum vier Jahre alte Argyris
ein Massaker der Nationalsozialisten, bei dem er
seine Eltern und 30 weitere Angehörige verliert.
Die ganze Unfassbarkeit des Krieges – wie lebt
man mit einer solchen Geschichte?
Argyris Sfountouris, mittlerweile 66 Jahre alt,
ein Mann von gewinnendem Charme und melancholischer
Heiterkeit, hat sich Zeit seines Lebens mit
dem Wahnsinn auseinandergesetzt, der ihm als Kind
widerfahren ist.
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EL PERRO NEGRO
von Péter Forgács
Niederlande 2004, 84 Minuten, Farbe
Am 17. Juli 1936 begann unter der Führung des obersten Befehlshabers der spanischen Armee Francisco Franco Bahamonde ein konservativer Militäraufstand gegen die kurz zuvor gewählte Volksfrontregierung Spaniens. Der Aufstand war vor allem ein Militärputsch, wurde aber auch von zivilen Gruppen (spanischem Klerus, Adel, Royalisten und großen Teilen der Bourgeoisie) und der faschistischen Bewegung Falange getragen. Die Aufständischen stützten sich, neben Teilen des spanischen Militärs auf der iberischen Halbinsel, auf die spanischen Kolonialtruppen in Nordafrika, einem Heer marokkanischer Söldner. Die Aufständischen errangen bald die Kontrolle über die großen Städte; sie scheiterten jedoch in Madrid und Barcelona. Ein Krieg hatte begonnen, der erst 1939 endete.
Anhand von nie gezeigten Amateurfilmaufnahmen, unveröffentlichten Tagebuchaufzeichnungen und Briefen hat der ungarische Filmemacher Péter Forgács die erschütternde Collage eines Bürgerkrieges geschaffen. 60 Jahre alte Dokumente, die nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Mosaiksteine aus persönlichen Eindrücke, privaten Umständen und unmittelbaren Emotionen fügen sich zu einem Gesamtbild einer menschlichen Katastrophe. Geschichte aus Geschichten.
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ELISABETH KÜBLER-ROSS - DEM TOD INS GESICHT SEHEN
ein Film von Stefan Haupt
Schweiz 2002, 98 Minuten, 35mm, Farbe, Dolby SR
Elisabeth Kübler-Ross hat sich ihr Leben lang mit dem Sterben beschäftigt und damit
Weltruhm erlangt. Mit 23 Ehrendoktor-Titeln ist sie wahrscheinlich die akademisch
meist ausgezeichnetste Frau der Welt. Ihr Engagement als Ärztin, Wissenschaftlerin und
Autorin hat nach eigenem Bekunden «das Sterben aus der Toilette geholt» und
Sterbebegleitung überhaupt erst zum Thema gemacht. Der Kampf gegen die Tabuisierung
des Todes in der westlichen Welt verbindet sich mit der Reibung an Autoritäten. Nicht
zuletzt in der Konfrontation mit dem engen Weltbild der Schulmedizin und beeindruckt
von Nah-Tod-Erfahrungen dringt Elisabeth Kübler–Ross in neue Grenzbereiche vor.
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EMMA & MARIE (Je te mangerai)
ein Film von Sophie Laloy
F 2008, 95 Minuten, OmU
Marie zieht vom Land zu ihrer alten Schulfreundin nach Lyon, um am Konservatorium Klavier zu studieren. Die geheimnisvolle Emma übt auf sie eine große Faszination aus. Als sie ihr Avancen macht, lässt sich Marie darauf ein und verliert darüber die Kontrolle über ihr Studium. In der riesigen Wohnung von Emmas abwesender Mutter entbrennt zwischen den beiden Frauen ein Zweikampf zwischen Anziehung und Abstoßung, der für eine der beiden in einer Katastrophe endet.
EMMA UND MARIE ist das Regiedebüt von Sophie Laloy, dass sich kunstvoll und hintergründig zwischen Psychothriller und der Geschichte einer Amour fou bewegt. Die beiden Freundinnen werden großartig verkörpert von Schauspielstar Isild Le Besco (SADE, DIE UNSANFTE) und Newcomerin Judith Davis. In den Nebenrollen treten u.a. Johan Libéreau (DOUCHES FROIDES, LES TEMOINS) und Edith Scob (LES YEUX SANS VISAGE, VIDOCQ) auf.
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EUGEN ONEGIN
Salzburger Festspiele 2007
A/D 2007, 158 Minuten, russ.OmU
Tschaikowskis Bearbeitung des Versepos von Alexander Puschkin gilt als die "modernste Oper des 19. Jahrhunderts" (Welt). Ihr Held Eugen Onegin ist ein junger großstädtischer Müßiggänger, der unerwartet ein Landgut erbt und die Aufmerksamkeit zweier Schwestern eines benachbarten Guts erringt. Im tragischen Verlauf der "lyrischen Szenen" (Tschaikowski) entscheidet sich Onegin zu spät für Tatjana, die er vorher zurückgewiesen hatte. So bleibt ihre gemeinsame große Liebe am Ende unerfüllt.
EUGEN ONEGIN war vor dieser Inszenierung noch nie in Salzburg zu sehen. Das Publikum feierte 2007 eine nach längerer Krankheit wieder zur Bühne zurückgekehrte Andrea Breth, die aus der Vorlage ein feinnerviges Kammerspiel der Beziehungen und Verstrickungen herausarbeitete. "Keine der Personen, die mitmachen in diesem Spiel von (nicht nur) tödlicher Langeweile und falsch gerichteter Leidenschaft, wird denunziert. Allen ist das Wichtigste geblieben: Würde", schrieb die Opernwelt sowohl über die Arbeit der Star-Regisseurin als auch über die Bildregie von Brian Large in dieser Aufzeichnung.
Die Tour De Force der Titelrolle zwischen Snobismus, zynischer Gelassenheit, Leidenschaft und gebrochenem Herzen bestreitet auf faszinierende Weise der junge Bariton Peter Mattei. In der anspruchsvollen Rolle der Tatjana glänzt die russische Sopranistin Anna Samuil. Der junge Tenorstar Joseph Kaiser (bekannt auch aus Kenneth Branaghs Verfilmung der ZAUBERFLÖTE) singt den Lenski. Die Wiener Philharmoniker unter Daniel Barenboim begleiten das vielschichtige Spiel der Sänger mit verführerisch dunklen Klangfarben, aus dem sich im dritten Akt helle, lyrische Melodien erheben.
"Andrea Breths Wiedereroberung der Bühne: Musik, die eine Welt hochreißt aus dem Nichts. Figuren, die sich im Gesang so sehr öffnen, dass sie schon fast keine Figuren mehr sind, sondern: Gefühlsphänomene." (ZEIT)
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FALSTAFF
Deutschland 1979, 129 Minuten
Verdis letzte Oper ist ein souveränes und geistreiches Alterswerk. Intelligente Unterhaltung und musikalischer Genuss gehen auch in der Interpretation von Götz Friedrich und Georg Solti ineinander über. Die Studioproduktion profitiert dabei vor allem von den telegenen komischen Fähigkeiten des Baritons Bacquier, der dem Falstaff eine clownesque, tragikomische Tiefe gibt.
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FIDELIO
Aus dem Palau de les Arts 'Reina Sofía', Valencia
D/E 2006, 147 Minuten, DF
Beethovens berühmte einzige Oper erzählt die Geschichte des zu Unrecht gefangen gehaltenen Florestan und seiner verzweifelten Frau Leonore. Um ihn zu befreien, gibt sie sich als Bursche mit dem Namen Fidelio aus, was allerdings zur Folge hat, dass sich nun die Tochter des Kerkermeisters in den vermeintlichen Mann verliebt...
Pierluigi Pier'Allis FIDELIO mit Waltraud Meier und Peter Seiffert war die grandiose Eröffnungsinzenierung des Palau des les Arts ‚Reina Sofía' in Valencia 2006 - dem spektakulären Opernneubau von Stararchitekt Santiago Calatrava.
Zur Premiere war Königin Sofía anwesend und erlebte mit dem Publikum eine atemberaubende Produktion: eine abstrakte wie symbolische Lesart des Opernklassikers, in der die moderne Architektur des Baus und ein innovatives Konzept aus Lichtregie, Projektionen und digitalen Effekten die Gegensätze von Florestans dürsterem Verlies und dem durch Leonore verkörperten strahlenden Licht der Gerechtigkeit und Liebe unmittelbar anschaulich machten.
Zubin Mehta dirigierte das leidenschaftlich agierende städtische Orchester und brachte im Zusammenspiel mit den Sängerstars, der Ausstrahlung des Aufführungsortes und der fantasievollen Inszenierung Valencia wieder auf die Karte der weltweit wichtigsten Opernstädte.
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FRANCIS BACON - FORM UND EXZESS
ein Film von Adam Low
GB 2005, 95 Minuten, OmU, Farbe
Francis Bacon (1909–1992) war einer der einflussreichsten
Maler des 20. Jahrhunderts. Seine Werke
haben sich in ihrer Gewalttätigkeit und Rätselhaftigkeit
im allgemeinen Bewusstsein eingeprägt. Über
sein Leben ist allerdings wenig bekannt.
Der Dokumentarfilm von Adam Low füllt diese Lücke
und spürt darüber hinaus dem Bildexzess und Formwillen
der Kunst Bacons nach.
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FÜR KURZE ZEIT NAPOLEON
ein Film von Bart van Esch
Deutschland/Niederlande 2004, 90 Minuten, Farbe, HDCam/35mm
Er ist einfallsreich und kaum zu bremsen. Er ist seit 15 Jahren arbeitslos… Und er war Napoleon.
Vor zwanzig Jahren verwirklichte der Hobbyfilmer Wolfgang Krone seinen Traum: Einen abendfüllenden Spielfilm über die Feldzüge Napoleons - gedreht auf dem Amateurformat Super-8. Mit sich selbst in der Rolle des korsischen Feldherrn nimmt er das aufwändige Projekt in Angriff. Während der Dreharbeiten in Hannover avanciert Krone zu einer regionalen Berühmtheit. Aber die Filmkollegen zerstreuen sich in alle Winde, und Krone bleibt zurück. Krones Ruhm verebbt und den Film will niemand sehen. Für ihn steht aber fest, er wird Künstler.
Bis heute versucht sich dieser moderne Don Quichotte an immer neuen, ehrgeizigen Projekten. Auch sein eigentliches Ziel scheint schwer erreichbar: nämlich Freunde fürs Leben, Geborgenheit und Liebe zu finden. Aber Dank seiner unerschrockenen und selbstironischen Weltsicht bleibt seine Hoffnung auf Erfolg und Zuneigung ungebrochen.
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FÜR IMMER UND DICH - EIN ABEND IN ERINNERUNG AN RIO REISER
Deutschland 2006, 80 Minuten, Farbe
Als Rio Reiser vor zehn Jahren, am 20.
August 1996, starb, verstummte eine Legende.
Keiner sang mit soviel Inbrunst
und Überzeugung gegen die herrschenden
Verhältnisse wie der Sänger der Band Ton
Steine Scherben. Keiner schrieb gleichermaßen
so wütende Protestsongs, wie intime
und herzzerreißende Liebeslieder, die
nicht wenige zu Tränen rührten. Vielleicht
weil er selbst keine Trennung zwischen
dem Privaten und Politischen zuließ? Gerade
damit wurde Rio Reiser zu einem Vorbild
und ‚Volksmusiker’ im ursprünglichen
Sinn – jemand, der mit seinen Texten wie
kaum ein anderer deutscher Sänger die
Ideale einer ganzen Generation ausdrückte.
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FLEURETTE
Ein Film von Sérgio Tréfaut
Portugal 2002, 80 Minuten,
Portugiesisch mit dt. UT
Was wissen wir eigentlich über die Menschen, die uns am Nächsten stehen? Regisseur Sérgio
Tréfaut begibt sich auf Spurensuche in der Vergangenheit der 79jährigen Fleurette. Der
besondere Umstand: Fleurette ist seine eigene Mutter. Gegen ihren Widerstand und mit dem
Unmut, sich einigen seiner Fragen zu stellen, kommen Stück für Stück Ereignisse zum
Vorschein, die selbst für den Sohn überraschend sind und eigentlich dem Vergessen anheim
gefallen waren. Fleurette ist sich der Kamera zwar bewusst, aber sie antwortet nicht
irgendwem. Sie antwortet ihrem Sohn, jemanden, den sie liebt. Zwangsläufig kommen
Emotionen hoch. Es ist nicht leicht für sie über all dies zu sprechen: über die Einweisung ihrer
Mutter in eine psychiatrische Klinik, über ihre erste Ehe mit einem aktiven Militanten der
französischen Faschistenpartei PPF - prodeutsch und antisemitisch, über ihre große Liebe zum
Vater des Regisseurs und über ihre Kinder, zu denen sie bei einigen den Kontakt verloren hat.
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FUSSBALLGÖTTINNEN
von Nina Erfle und Frédérique Veith,
Deutschland 2006, 90 Min., Farbe
Fußballgöttinnen taucht ein in den Alltag von vier Frauen und ihrer Leidenschaft für den
Fußball. Der Film geht weit über das Spielgeschehen auf dem Platz hinaus. Alle vier stehen
in ihrem Umfeld in einem ganz besonderen Licht.
Nach den unzähligen Titeln der deutschen Fußballfrauen und der anstehenden WM der
Männer im eigenen Land sollte auf dem Fußballfeld vielleicht neu verhandelt werden.
„Frauen und Fußball“ – wie passt das zusammen? Die ewigen Klischees behaupten sich
nicht immer und FUSSBALLGÖTTINNEN gibt spannende Einblicke in das weibliche Leben
mit dem runden Leder.
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GEORGI AND THE BUTTERFLIES
Ein Film von Andrey Paounov
Bulgarien 2004, 52 Minuten, Farbe
GEORGI AND THE BUTTERFLIES erzählt die Geschichte eines Mannes und seines Traums. Dieser Mann ist Dr. Georgi Lulchev, seines Zeichens Psychiater, Neurologe, Spezialist für chinesische Heilkunst, Amateurkoch, Verwalter und ganz nebenbei leitender Direktor eines Heimes für psychisch Kranke. Sein Traum ist, auf dem Gelände des Heimes einen landwirtschaftlichen Betrieb aufzubauen, wo die Patienten Fasane, Strauße und Schnecken züchten sowie Sojabohnen und Seide produzieren.
Dr. Lulchevs Heim befindet sich in einem alten Kloster in Podgumer, rund zwanzig Kilometer von der Hauptstadt Sofia entfernt. In einem Land, in dem 80% der Bevölkerung in Armut lebt, ist jeder Tag im Heim geprägt vom ökonomischen Überlebenskampf. Das Budget ist völlig unzureichend, die Unterstützung minimal. Um die Geldmittel wenigstens etwas aufzubessern und die Existenz des Heimes zu sichern, hat sich Dr. Lulchev während der letzen 15 Jahre allerlei zum teil bizarre Geschäftsideen erdacht und versucht mit seinen Patienten in die Tat umzusetzen. Trotz einiger Fehlschläge setzt er diesen Weg mit unermüdlichem Enthusiasmus fort.
Eine Geschichte voller Optimismus, Mitgefühl, speziellen Menschen und allerlei Getier.
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GESICHT ZUR WAND
ein Film von Stefan Weinert
mit Anne K., Catharina M., Mario R., Andreas B. und Lothar R.
D 2009, 85 Minuten , ohne Altersbeschränkung
In Stefan Weinerts angemessen zurückhaltendem und berührendem Dokumentarfilm erzählen fünf Menschen, die versucht haben, aus der DDR zu fliehen, von ihren Beweggründen, von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Staatssicherheit der DDR, von der Inhaftierung, den Haftbedingungen und dem Leben danach. Sie sind zum Teil bis heute damit beschäftigt, dieses Trauma zu verarbeiten.
Allgegenwärtige Bespitzelung, Verdächtigungen, Manipulationen der Familie und des Freundeskreises. "Man lernt schon als Kind, zwei Rollen zu spielen". Manchmal steigert sich der Druck, dass man es nervlich nicht mehr aushält. Manchmal gab es keinen anderen Weg mehr als den Versuch der Flucht.
Fünf Erzählungen, die für die Erfahrungen von insgesamt 72.000 inhaftierten ‚Republikflüchtlingen' stehen, in denen sich die unmenschlichen Methoden der DDR-Staatssicherheit enthüllen. Voller Anteilnahme lässt der Film seinen Protagonisten Zeit, nur wenige Bilder lenken im ruhigen Rhythmus des Erzählten von den persönlichen Erinnerungen ab, lassen hier und da die Möglichkeiten zum Luftholen und Durchatmen - zwischen all den ungeheuerlichen Dingen, die zur Sprache kommen.
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GHOSTED
ein Film von Monika Treut
Mit Inga Busch, Huan-Ru Ke, Ting-Ting Hu
D/Taiwan 2009, 89 Minuten, dt./engl./chin. Omdt.U
Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen zwei Welten: Die Hamburger Künstlerin Sophie reist nach Taiwan, um den plötzlichen, ungeklärten Tod ihrer Geliebten Ai-ling zu verarbeiten. In Taipeh heftet sich eine Journalistin an ihre Fersen, die von Ai-lings Schicksal besessen scheint. Gleichzeitig setzt die geheimnisvolle Fremde alles daran, Sophie zu verführen…
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GISELLE
ein Film von Hugo Niebeling
Deutschland 1968 / 91 min
„Giselle“ ist das große, romantische Handlungsballett schlechthin. Die tragische Geschichte des an Liebesverrat sterbenden Bauernmädchens Giselle liefert den Hintergrund für ein Ballett, das als eines der größten Werke der klassisch-romantischen Tanzkunst französischer Prägung gilt. Neben „Nussknacker“ und „Schwanensee“ hat wohl kein anderes Tanztheaterstück in solchem Ausmaß das Bild des klassischen Balletts geprägt wie dieser Dauerbrenner.
Wir zeigen die berühmte, klassische Aufführung des American Ballett Theatre in der Choreographie von David Blair. Die Aufzeichnung entstand bei einem Gastspiel in der Deutschen Oper
Berlin im Jahre 1968.
Erleben sie zwei der größten Tänzer des 20. Jahrhunderts in ihren Paradepartien: Carla Fracci in
der Titelrolle und Erik Bruhn als unglücklicher Prinz Albrecht.
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GLUE
ein Film von
Alexis Dos Santos
Argentinien 2006, 110 Minuten, Spanische OF mit dUT
Eine Kleinstadt im Nirgendwo – inmitten der weiten und wüstenähnlichen Ebenen von Patagonien. Hier lebt der 15jährige Lucas, eine schlaksige Zeitbombe aus Hormonen, Langeweile und Sehnsucht. Er hängt mit seinem besten Freund Nacho herum und mit der schüchternen Andrea lassen sie sich treiben im Strudel des Erwachsenwerdens, erleben das Gefühl der Freiheit und die Angst vor dem Versagen, singen traurig-rotzige Punklieder und versuchen sich an Drogen. Hinter allem steht die Sehnsucht nach dem ersten Sex. Die Freundschaft zwischen Lucas und Nacho verändert sich – Grenzen werden fließend und eine Nacht des Rausches endet klebrig. Verwirrungen und Aufregungen der Teenager-Jahre, authentisch und poetisch eingefangen von Regie-Debütant Alexis dos Santos.
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GRAFFITI ARTIST
von Jimmy Bolton
USA 2004, 80’, Farbe, OmU
Nick zieht nachts durch Portland, um Bushaltestellen, Häuserwände und Eisenbahnwaggons
mit seinen Tags und Graffitis zu besprühen. Auf einem seiner Streifzüge begegnet er Jesse, von
dem er sofort fasziniert ist. Zwischen den Sprayern entwickelt sich eine kurze, konfliktgeladene
Freundschaft, die an den unterschiedlichen Erwartungen der beiden zerbricht. „Graffiti Artist“
ist das eindringliche Portrait eines jungen Mannes, der sich bewusst aus der Mainstream-Gesellschaft
ausklinkt.
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GRENZE
ein Film von Holger Jancke
Deutschland 2003, 78 Minuten, Farbe
GRENZE ist der erste Film, der sich dem Innenleben der Grenztruppen der DDR widmet, der zeigt, welche
Menschen den Dienst an den Zäunen zwischen Ost- und Westdeutschland, an der Grenze zwischen
Warschauer Pakt und NATO, der Front des dritten Weltkrieges ableisteten. Es ist die Geschichte von vier
Männern, die vor siebzehn Jahren in ihrer Jugend Frontdienst in Deutschland leisteten. Die vier treffen sich
erstmals seit 1987 wieder. Sie sehen zum ersten Male die Fotos, die damals heimlich aufgenommen
wurden, obwohl das Spionage war und dafür das Militärgefängnis gedroht hätte, und sie sehen den Ort
des Geschehens. Ein absurder Zufall sorgte dafür, daß exakt ihr Postenbereich erhalten blieb.
GRENZE ist eine Reise an diesen gespenstisch konservierten Schauplatz, eine Zeitreise und eine Reise ins
Innere der Protagonisten, an ihre seelischen Grenzen.
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HÄNSEL UND GRETEL
Märchenspiel in drei Bildern
Musik von Engelbert Humperdinck
Libretto von Adelheid Wette
Uraufführung 1893 (Weimar)
Deutschland 1981, 109 Minuten
Humperdincks rührend naive und ungekünstelte Märchenoper hat bis heute nicht nur unzählige Kinder und Jugendliche an das Musiktheater herangeführt, sondern ist ein veritabler Opernklassiker geworden. Humperdinck hatte ursprünglich ein schlichtes Werk mit gesprochenen Dialogen und volksliedhaften Melodien geplant – herausgekommen ist jedoch eine vollständige Oper mit dem unverkennbaren Einfluss Richard Wagners.
Die Opernverfilmung von August Everding hat diesbezüglich auch Einiges zu bieten: ein Ensemble großartiger Sänger wie Edita Gruberova, Brigitte Fassbaender und Hermann Prey und mit Sir Georg Solti und den Wiener Philharmonikern ein weltberühmter Dirigent und ein großartiges Orchester.
Der perfekte CLASSICA-IM KINO-Termin im Advent!
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HAPPY FAMILY
von Heesook Sohn
Deutschland 2004, 68 Min., Farbe, OmU
Heesook Sohn, eine Koreanerin, die in den USA aufgewachsen ist, hat in Berlin gerade
ihre eigene Familie gegründet. Obwohl ihrem Glück nichts im Wege zu stehen scheint,
empfindet sie eine unerfüllte Sehnsucht, die sie sich nicht erklären kann. So trifft sie die
Entscheidung, ihre in der ganzen W elt verstreuten Verwandten zu besuchen und die Begegnungen
filmisch festzuhalten.
Ihre Auseinandersetzung
mit den unterschiedlichen
Lebensmodellen ihrer Angehörigen
führt zu einem neuen
Verständnis von Glück und Familie.
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HARLAN - Im Schatten von Jud Süß
ein Film von Felix Moeller
D 2008, 100 Minuten
Der Name von Veit Harlan, Filmregisseur in den Diensten von Joseph Goebbels, ist vor allem mit JUD SÜSS verbunden, dem schändlichsten antisemitischen Spielfilm der NS-Zeit. Der Dokumentarfilm von Felix Moeller erzählt die Geschichte dieses schillernden und umstrittenen Regisseurs, dessen Filme die Mentalität unzähliger Zuschauer prägten und der auch nach dem Zweiten Weltkrieg seine Karriere fortsetzen konnte. In Interviews mit Harlans Söhnen, Töchtern und Enkeln, vielen Filmausschnitten und erstmalig zu sehendem Material aus dem Familienarchiv erzählt der Film vor allem vom Schicksal der Harlan-Familie in der Nachkriegszeit und dem Einfluss der Vergangenheit auf das eigene Leben bis heute.
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HERR VIG UND DIE NONNE
ein Film von Pernille Rose Grønkjær
DK 2006, 84 Minuten, OmU
Sein ganzes Leben hat der 82-jährige Jørgen Laursen Vig von der Einrichtung eines Klosters in seinem dänischen Schloss geträumt: ein Monument gegen die eigene Vergänglichkeit. Stets hat er allein gelebt, war nie verliebt und ist über die Jahre zum Eigenbrötler geworden. Doch nun offeriert ihm das Patriarchat von Moskau plötzlich, russisch-orthodoxe Nonnen in sein Haus zu senden, um die Eignung des Gebäudes für den Orden zu prüfen. Der Lebenstraum des alten Mannes könnte wahr werden, doch dies hat seinen Preis: Von einem Tag auf den anderen muss Herr Vig sein Haus mit den frommen Frauen teilen. Unter ihnen ist die aufgeweckte und durchsetzungsstarke Schwester Amvrosija, mit deren Aktionismus Herr Vig schnell in Konflikt gerät.
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HERRENKINDER
ein Film von Eduard Erne und Christian Schneider
Mitwirkende: Werner Gusted, Hellmuth Karasek, Marva Karrer, Jakob Krovoza, Philipp Krovoza, Joachim Carlos Martini, Harald Ofner, Erwin Schuppe, Irmela Schuppe, Herman Schuppe, Helke Grosse, Marianne Schuppe, Theo Sommer.
D 2009, 95 Minuten
In den "nationalpolitischen Erziehungsanstalten" (NPEA, im Volksmund "Napola" genannt) sollte die künftige zivile Führungsschicht des Nationalsozialismus herangebildet werden. Viele ehemalige Napola-Schüler bekleiden heute wichtige Posten in Wirtschaft, Politik und Kultur. Der ehemalige Herausgeber der ZEIT, Theo Sommer, der Literaturkritiker Hellmuth Karasek, der Dirigent Joachim Carlos Martini, der ehemalige Justizminister Österreichs Harald Ofner - sie alle waren auf NS-Ausleseschulen.
Der Dokumentarfilm von Eduard Erne und Christian Schneider erzählt das NAPOLA-Thema als Generationsgeschichte. Er fragt nicht nur, was aus den Schülern von damals geworden ist, sondern auch, wie sich deren Erziehung auf die ihrer Kinder und Kindeskinder ausgewirkt hat.
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HOLUNDERBLÜTE
ein Film von Volker Koepp
Deutschland 2007, 89 Minuten, Farbe, OmU
HOLUNDERBLÜTE reist zu Kindern in das Gebiet um Kaliningrad,
einer Gegend, die geprägt ist von entvölkerten
Dörfern und brachliegenden Feldern. Die Erwachsenen
suchen woanders Arbeit oder trinken.
Zurück bleiben die Kinder…
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HORST BUCHHOLZ...MEIN PAPA
ein Film von Christopher Buchholz & Sandra Hacker
Deutschland 2005, 90 Minuten, 35mm, Farbe
Horst Buchholz – Schauspieler und Berliner Legende.
Das eigenwillige Filmporträt von Christopher Buchholz und Sandra Hacker zeigt die
Innenansicht einer Familie, deren Mittelpunkt ein ebenso liebenswerter wie störrischer Weltstar
war. Horst Buchholz war ein »Berliner Junge«, der aus bescheidenen Verhältnissen stammte
und als Schauspieler ein internationaler Star wurde. Christopher, sein Sohn, hat vor vier Jahren
einen filmischen Dialog mit dem Vater begonnen. Ein Herantasten an einen Menschen voller
Widersprüche, den vor allem eines auszeichnete: Er sprach nicht gerne über sich. Daraus entstand ein familiäres Katz-und-Maus-Spiel zwischen einem Vater, der sich langsam aufgibt,
und einem Sohn, der das einfach nicht akzeptieren will.
Im März 2003 starb Horst Buchholz unerwartet. Christopher suchte weiter nach den Spuren
seines Vaters. Er stellte seine offenen Fragen an seine Mutter Myriam Buchholz Bru und seine
Schwester Béatrice. Das Ergebnis ist ein ehrliches Dokument und zugleich ein tragikomischer
Film, der einen ungewöhnlichen Einblick in das Leben eines Weltstars und seiner Familie gibt.
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I AM FROM NOWHERE
Ein Film von Georg Misch
Österreich 2002, 80 Minuten, Slowakisch mit dt. UT
Das kleine 150 Seelen Örtchen Miková in der östlichen Slowakei ist längst kein unbekannter
Flecken mehr. Es ist der Geburtsort von Andy Warhol und immer noch bevölkert von der
weitläufigen Verwandtschaft des Künstlers. Einige Filme haben sich bereits dieses Themas
angenommen und eine große Medienaufmerksamkeit für den Ort gebracht. Mischs Film
dokumentiert den daraus resultierenden Wandel im Dorf. Ein Film über die Träume und
Hoffnungen vom besseren Leben und den Mythos vom "Amerikanischen Traum", der sich für
die Dorfbewohner allerdings völlig anders darstellt, als sie erwartet haben – 15 minutes of
fame für Miková.
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IDOMENEO
Aus dem Cuvilliés-Theater München
D 2008, 174 Minuten, ital.OmU
Der antike Stoff erzählt vom kretischen König Idomeneus, der nach seiner Heimkehr aus dem trojanischen Krieg gezwungen ist, seinen eigenen Sohn zu opfern. Das Libretto ergänzt die Geschichte um ein Happy End, das die glückliche Liebe zwischen Idomeneos Sohn Idamante und Ilia besiegelt.
Es gilt, nicht nur den Bayern, als das schönste Rokoko-Theater Deutschlands: das Cuvilliés-Theater München. Nach der aufwendigen Restaurierung feierten die Opernfans im Juni 2008 seine Einweihung mit der Premiere von "Idomeneo". Damit knüpft München an die künstlerische Tradition an: Mozarts Oper wurde 1781 am gleichen Ort uraufgeführt.
Kent Nagano, der Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, dirigiert und Dieter Dorn zeichnet für die Inszenierung verantwortlich. Er "nimmt die Geschichte als Parabel dafür, dass jeder Staat auf Menschenopfer angewiesen ist, um bestehen zu können", schreibt der Kritiker der Süddeutschen Zeitung, Reinhard J. Brembeck.
Krieg und Zivilgesellschaft schließen sich aus. "Ins hellste Licht der Scheinwerferaufklärung getaucht, in bunt edelfolkloristische Kostüme verpackt und meist unter einem schlichten blauen Bühnenportal gesungen und gespielt, wird der archaische Kern der Geschichte unaufdringlich verdeutlicht."
In der Münchner Inszenierung singen einige der führenden Mozart-Interpreten, allen voran der britische Tenor John Mark Ainsley in der Titelpartie. Ainsley, 1963 geboren, ist auch bekannt geworden für seine Auftritte in Barock- und zeitgenössischen Opern. Sein Bühnensohn Idamante wird in München von dem slowakischen Tenor Pavol Breslik, geboren 1979, dargestellt. Er galt der ‚Opernwelt' 2005 als "Nachwuchssänger des Jahres" und erobert seitdem die bedeutendsten europäischen Opernhäuser. Auch die Damen können sich sehen und hören lassen: Juliane Banse singt Ilia, die Berlinerin Annette Dasch, seit dem vergangenen Jahr Shooting-Star der Salzburger Festspiele, gibt eine furiose Elettra, die am Ende der Oper von ihren Dämonen in die Hölle gezogen wird.
Ein glanzvoller Abend!
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INTIMITÄTEN
Ein Film von Lukas Schmid
Deutschland 2003, 71 Min., Beta, Farbe
Wo finden an einem Ort, an dem Intimität in aller Deutlichkeit offen liegt, intime Momente statt? Auf der Suche nach diesen Momenten fliegen sowohl Cazzo-Film, eine Berliner Gay-Pornoproduktionsfirma, das „Wa(h)re-Liebe“–Fernsehteam als auch Dokumentarfilmer Lukas Schmid nach Mallorca. Dies ist ein Film, der einem beim ersten Anschauen wie ein Überfall vorkommt, ein Film in den Randzonen des Tabubruchs und zugleich von einer außerordentlich großen, manchmal zarten Intimität. Lukas Schmid schaute in ein scheinbares Ferienidyll, in dem andere einen Film machten. Die Protagonisten sind nach Katalog ausgewählt, einander fremd kommen sie an. Zwischen Gelegenheitsprostitution einerseits und der Suche nach Nähe andererseits wollen sie ihre Hoffnung wie auch immer ausleben. Es gibt ein Einverständnis zwischen Machern und Gemachten, das so labil ist wie es der Dokumentarist kongenial – eben intim und doch veröffentlicht – darstellt.
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IL PALIO - DAS RENNEN VON SIENA
The Last Victory / De Laatste Overwinning
ein Film von John Appel
Niederlande 2004, 88 Minuten, Farbe, OmU
Alljährlich findet das berühmte Pferderennen Il Palio
auf dem Marktplatz von Siena statt. Dieses Jahr hat sich
der kleinste Stadtteil, Civetta, vorgenommen, nach 24
langen Jahren endlich wieder die Ehre eines Sieges nach
Hause zu tragen. Der Film begleitet einige der leidenschaftlich
engagierten Bewohner dieses Stadtteils und
erzählt von ihren Hoffnungen, moralischen Überzeugungen
und dem Glück, auf das sich keiner Verlassen
kann.
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>> www.delicatessen.org/palio.html
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ITTY BITTY TITTY COMMITTEE
ein Film von Jamie Babbit
USA 2007, 85 Minuten, engl. OF mit deutschen UT
Das Mauerblümchen Anna arbeitet in einer Schönheitsklinik und begegnet eines Nachts Sadie, die das Gebäude mit feministischen Parolen besprüht. Sadie ist die charismatische Anführerin der radikalen Gruppe „Clits in Action“, kurz CIA, die mit Guerilla-Aktionen feministische Werte vermitteln will – für Anna eine völlig neue, faszinierende Welt. Sie verschreibt sich der Revolution und verliebt sich in Sadie. Doch irgendwann gehen Liebe und Politik derartig durcheinander, dass Anna sich entscheiden muss: Aufgeben oder Weiterkämpfen?
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>> www.ittybittytittycommittee.de
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JENSEITS VON TIBET
ein Film von Solveig Klaßen
Deutschland 2000, Farbe, 89 Minuten
Die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen der deutschen Punkmusikerin SANTRRA
OXYD (Sandra Herbener) und dem tibetischen Lama und Exilanten NGAWANG GELEK,
die von Indien zum Bodensee und von Berlin bis aufs Dach der Welt führt.
Ein Film über das kleine Glück zweier Außenseiter.
>> Trailer
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>> www.delicatessen.org/tibet.html |
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JESUS CHRISTUS ERLÖSER
Ein Film von Peter Geyer
D 2008, 84 Minuten, Farbe
Am 20. November 1971 möchte Klaus Kinski die „erregendste Geschichte der Menschheit“
erzählen – das Leben von Jesus Christus. Doch er kommt nicht dazu. Das Bühnenprogramm
des skandalumwitterten Schauspielers wird durch Zwischenrufe unterbrochen
– von einem Publikum, das sich keine Predigt anhören, sondern diskutieren will.
JESUS CHRISTUS ERLÖSER von Peter Geyer zeigt einen tumultartigen Abend gegenseitiger
Beschimpfungen, das Ringen eines Schauspielers um seinen Text, ein Theater-
Happening in einer autoritätskritischen Zeit und das grandiose Scheitern einer literarischen
Weltverbesserungsmaßnahme. Geyer vermittelt mithilfe aller verfügbaren Bild- und Tondokumente des Abends erstmals einen hautnahen Eindruck der Live-Situation und schafft damit das außergewöhnliche
Zeugnis einer Zeit und eines Ausnahmekünstlers.
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>> www.kinski.de
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Zum 100. Geburtstag von Herbert von Karajan:
KARAJAN ODER DIE SCHÖNHEIT, WIE ICH SIE SEHE
Classica-im-Kino-Start 05.10.2008
ein Film von Robert Dornhelm
D 2007, 92 Minuten
Wer war Herbert von Karajan? Was verbirgt sich hinter der rätselhaften Persönlichkeit dieses Mannes, über den mehr geschrieben wurde als über jeden anderen seines Fachs? Für viele war er der Inbegriff klassischer Musik, für andere die verkörperte Musikvermarktung. Er war der letzte Potentat unter den Orchesterdirigenten und der erste erfolgreiche Musik-Manager großen Stils. Und in allem seiner Zeit voraus.
Dieser Dokumentarfilm erlaubt Einblicke hinter Karajans majestätische Fassade. Der Film orientiert sich an persönlichen Erinnerungen und Gesprächen, an den Proben und Konzertaufnahmen des Maestro. Vieles davon stammt aus den Archiven von UNITEL, jener Firma, die zwölf Jahre lang Karajans Musikfilme produziert hat.
Unter der Regie von Robert Dornhelm entstand eine filmische Erzählung über Orchesterkultur, Interpretationsgeschichte und ein Lehrstück über Disziplin, Musikmarketing. Aber auch ein facettenreiches, vielschichtiges Porträt, das in seiner emotionalen Dichte viel vom Ruhm und Glanz dieses Ausnahme-Dirigenten wiedergibt.
"Ich will nicht nur, dass es schön klingt, es soll auch schön aussehen, denn Musik ist der Inbegriff der Schönheit" (Herbert von Karajan)
>> www.classica-im-kino.de
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KATZ UND MAUS
ein Film von Hansjürgen Pohland
nach der gleichnamigen Novelle von Günter Grass
Deutschland 1966 | s/w | 88 Minuten | FSK 16
Die Verfilmung der vieldiskutierten Novelle von Günter Grass aus dem Jahr 1966 erzählt in einer Rückblende, die zur Zeit des Zweiten Weltkriegs spielt, von dem Versuch eines Außenseiters, durch einen Kriegsorden von seinem vermeintlichen körperlichen Makel abzulenken. Eine Reflexion über Kriegsbegeisterung, Mitläufer- und Außenseitertum unter Jugendlichen, die bei der Uraufführung heftig umstritten war: man sah das ‚Ritterkreuz’ abgewertet und die Sittlichkeit der Jugend angegriffen.
KATZ UND MAUS erscheint heute, zum Zeitpunkt seines 80. Geburtstages, auch als
Selbstreflexion des Autors Günter Grass.
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>> www.delicatessen.org/katzundmaus.html |
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KURISCHE NEHRUNG
ein Film von Volker Koepp
Deutschland 2001, 92 Minuten, Farbe,
dt./ russ./ lit. OF, teilw. dt. UT
Die Memel fällt durch ein Delta ins Kurische Haff. Vom Meer, der Ostsee, ist das Haff durch die Kurische Nehrung getrennt, dieser wundersamen, 100 Kilometer langen und an vielen Stellen nur ein paar 100 Meter breiten Landzunge.
Die Orte des Films liegen beiderseits der Grenze, das litauische Nida und Rossitten, russisch: Rybatschi. Seit dem 19. Jahrhundert wird die Kurische Nehrung und das Fischerdorf Nidden von Reisenden, Malern und Schriftstellern entdeckt.
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>> www.delicatessen.org/kurische_nehrung.html
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KZ
ein Film von Rex Bloomstein
GB 2005, 88Min., Farbe, DF
KZ ist ein Porträt des Städtchens Mauthausen,
idyllisch an der Donau in Oberösterreich gelegen,
gleichzeitig weltweit bekannt als Ort eines nationalsozialistischen
Konzentrationslagers. Der
Regisseur Rex Bloomstein besucht die heutige
Gedenkstätte, zeigt die Angestellten, die in ihren
Führungen die Geschichte des Lagers vermitteln,
die Touristen, die den Ort aufsuchen und die Bewohner,
die im Schatten des ehemaligen KZs ein
normales Leben zu führen versuchen. Ein Ort voller
Widersprüche. Ein Film über Menschen, die
erinnern und Menschen, die vergessen. Willkommen
in Mauthausen!
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>> www.delicatessen.org/kz.html
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LA BOHÈME
Oper in vier Akten
Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Henri Murgers LA VIE DE BOHÈME
Produktion 1965, 105 min
Was in den sechziger Jahren in den Kinos der USA ein voller Erfolg war und somit auch zur Filmgeschichte
gehört, sollte im 21. Jahrhundert nicht vergessen sein. Mit einer der gefühlvollsten
sowie beeindruckensten Inszenierung für Bühne und Film erreichte Zeffirellis und Karajans Zusammenarbeit
die Herzen der ganzen Welt. Damit ist gerade diese Opernverfilmung ein Muss
für die Reihe KLASSIK IM KINO, denn die seit 1963 immer wieder aufgeführte Inszenierung in
Mailand, Salzburg, Wien sowie Moskau und schließlich auch im Kino prägte für Jahrzehnte den
Blick auf Puccinis Werk.
Puccini selber schaffte mit LA BOHÈME eine Oper der Gefühle, denn es sind die scheinbar nebensächlichen
Dinge, die hier große Aufmerksamkeit erhalten. Mirella Freni und Gianni Raimondi
wussten dies und ziehen mit großer Feinfühligkeit den Zuschauer in den Bann ihrer Geschichte.
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LA LEON
ein Film von Santiago Otheguy
Argentinien / Frankreich 2006 | 85 Minuten | CinemaScope | s/w
TEDDY 57. Internationale Filmfestspiele Berlin 2007: Lobende Erwähnung
Im Urwald des argentinischen Paraná-Deltas stehen sich zwei Männer gegenüber:
Turu, der selbstherrliche Besitzer der Fähre LA LEON, und der schwule Einzelgänger
Alvaro. In einer Atmosphäre aus Fremdenfeindlichkeit und unterdrückten Gefühlen entwickelt
sich inmitten der üppigen Natur ein Zweikampf, der tödlich endet.
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>> www.delicatessen.org/laleon.html
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LA TRAVIATA
Melodramma in 3 Akten
Musik von Giuseppe Verdi
Deutschland 1982, 105 Minuten
Die erschütternde Geschichte einer nicht standesgemäßen Liebe in einer prunkvollen Produktion: Der renommierte Film- und Opernregisseur Franco Zeffirelli scheute keinen Aufwand, um Glück und Leid der Violetta Valéry in Szene zu setzen. Teresa Stratas vermittelt den Gegensatz von emotionaler Stärke und körperlicher Schwäche der Titelfigur mit großer Eindringlichkeit. Mit dem Schmelz seiner lyrischen Stimme und seiner faszinierenden Bühnenpräsenz ist Plácido Domingo ein überaus leidenschaftlicher Alfred Germont.
Nicht nur die mit hunderten von Kerzen oder von gewaltigen Kronleuchtern illuminierten Salons, in denen goldgelbe und braune Farbtöne vorherrschen, erinnern an Zeffirellis Lehrmeister Luchino Visconti. Zurecht wurde der Film für den Oscar® nominiert und mit dem Preis der British Academy of Film and Television Arts ausgezeichnet.
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LICHT UND SCHATTEN - Between Something And Nothing
Bundesstart 04.12.2008
ein Film von Todd Verow
USA 2008, 108 Minuten, Farbe, OmU
Landei Joe hat es auf ein College in New England geschafft, um Kunst zu studieren. Das Geld ist knapp, die Ansprüche der Lehrer hoch und er hat keine reichen Eltern wie die meisten seiner Mitstudenten.
Doch Joe ist glücklich - seine ersten künstlerischen Versuche fallen auf, sein Look wird immer cooler und von seinem ersten One-Night-Stand kriegt er als erstes eine hippe Punk-Frisur verpasst. Mit seiner durchgeknallten besten Freundin Jennifer bildet er die Außenseitergruppe unter den Studenten. Eines Nachts trifft er auf den geheimnisvollen Stricher Ramon, in den er sich verliebt, der sich ihm aber immer wieder entzieht.
Tage und Nächte voller Sex, Drogen, kreativer Phasen, Straßenstrich und wenig Schlaf - ein Leben auf der Überholspur, ein Rausch, den Joe als Befreiung von seinem bisherigen Leben erfährt.
Todd Verows direkter, schneller, sexy College-Film beruht, wie schon der Vorgänger VACATIONLAND, auf eigenen Erlebnissen. Wie sein Protagonist Joe kam Verow aus der Provinz in die Großstadt, um an der Rhode Island School of Design Kunst zu studieren. Sein Film darüber ist ein Walk on the Wild Side, ein Plädoyer für den unbürgerlichen Weg, das Sich-Ausprobieren in jeglicher Hinsicht. Aufregendes Kino von einem der wichtigsten Regisseure des ‚New Queer Cinema'.
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LOHENGRIN
Orchester der Bayreuther Festspiele
Bildregie: Brian Large (1990)
Filmlänge: 216 Minuten
Anders als von vielen erwartet, die Werner Herzog vor allem als Autorenfilmer des Neuen Deutschen Films kannten, fiel sein Bayreuth-Debüt nicht durch einen besonders unkonventionellen Zugang zur Wagner-Oper auf. In den ersten beiden Aufzügen folgt die Inszenierung konzentriert dem Libretto und entfaltet ihren subtilen ästhetischen Reiz in den magischen, auf brillante Weise kühlen Bühnenbildern und phantasievollen Kostümen Henning von Gierkes. Ganze Aufmerksamkeit kommt dabei den SängerInnen zu, vor allem Paul Frey in der Lohengrin-Rolle, für den diese Inszenierung den Durchbruch als international gefeierter Heldentenor darstellte.
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MADAMA BUTTERFLY
1974, 147 Minuten
Der amerikanische Marineoffizier Pinkerton heiratet
die Geisha Cho-Cho-San, die er »Butterfly«
nennt, verlässt sie aber kurz nach der Hochzeit
wieder.
In seiner Abwesenheit kommt ihr gemeinsamer
Sohn zur Welt. Als Pinkerton wieder nach Japan
kommt, muss Cho-Cho-San erkennen, dass er in
den USA ihre dort ohnehin ungültige Ehe hat annulieren
lassen und mittlerweile schon die Amerikanerin
Kate geheiratet hat. Er möchte nun lediglich
den Sohn abholen. Die Geisha beschließt,
ehrenhaft aus dem Leben zu scheiden und begeht
mit dem Dolch ihres Vaters Selbstmord.
In dieser faszinierenden und ergreifenden Inszenierung
von »Madame Butterfly« setzt der berühmte
Opernregisseur Jean-Pierre Ponnelle die
typischen Stilmittel des Films ein, etwa Rückblenden,
Zeitlupe und ‚innere Monologe’, bei denen
die Sänger während ihrer Arien die Lippen nicht
bewegen. Unter der Leitung von Herbert von Karajan
stehen in dieser Produktion so große Namen
wie Mirella Freni, Plácido Domingo und Christa
Ludwig gemeinsam auf der Besetzungsliste.
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MANON
Aus der Staatsoper Unter den Linden, Berlin
D 2007, 170 Minuten, frz. OmU
Manon, ein junges Mädchen aus der Provinz, soll in ein Kloster eintreten. In einem Gasthaus begegnet sie dem jungen Chevalier Des Grieux, mit dem sie Hals über Kopf nach Paris flieht. Schwere Zeiten brechen für das Paar an, das immer wieder, zum Teil selbst verschuldet, auseinander gerissen wird.
Sie sind das Traumpaar der Opernszene und mittlerweile fast schon Popstars: Anna Netrebko und Rolando Villazón. In Jules Massenets Oper MANON haben Sie ein Werk gefunden, das ihre zusammenfließenden Talente in idealer Form zur Geltung bringt.
Manon, die tragische Heldin, ist hin- und hergerissen zwischen Liebe und oberflächlichen Flirts, zwischen Frivolität und tiefem Bekenntnis. Netrebko scheint wie geschaffen für diese Rolle, souverän signalisiert ihr Körper die Gegensätze von mädchenhafter Unschuld, Laissez-Faire und Introvertiertheit. Ihre Stimme dagegen ist von einer großen Wärme, deutet Geheimnisse an, wird von einer unergründlichen Sehnsucht begleitet. In der Rolle des Des Grieux spiegelt die geschmeidige und schlanke Tenorstimme von Rolando Villazón die ganze Bandbreite der brennenden Leidenschaft eines dem Schicksal geweihten Liebhabers wider.
Regisseur Vincent Paterson gibt mit MANON sein Operndebüt - eine glitzernde Produktion mit subtilen Hollywood-Anlehnungen (er hat zuvor einige Broadway-Musicals, aber auch Musikvideos für Madonna, Michael Jackson und Paul McCartney produziert). In Patersons Interpretation wird MANON zu einer Kinofantasie für die Opernbühne und Massenets farbenprächtige Musik zu einem schillernden Film-Soundtrack. So glamourös hat man diese Oper selten gesehen.
Barenboim belebt die reizvollen Melodien mit Farbe und Tiefe und betont so wunderbar ihre emotionale Zerbrechlichkeit. Dies ist eine MANON, die alle anspricht: die Liebhaber der Oper, des Films, der Broadway-Shows und die Fans von schönen Menschen mit großartigen Stimmen!
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MAX BILL - DAS ABSOLUTE AUGENMASS
Bundesstart 04.12.2008
ein Film von Erich Schmid
CH 2008, 85 Minuten , Farbe
Bauhaus-Schüler, bildender Künstler, Designer, Erbauer und Rektor der Hochschule für Gestaltung in Ulm - Max Bill ist einer der ganz großen, Epoche machenden Künstler des 20. Jahrhunderts. Doch was steckt hinter den Gestaltungsprinzipien von Max Bill?
In seinem dokumentarischen Porträt MAX BILL - DAS ABSOLUTE AUGENMASS, das zu Bills 100. Geburtstag (22.12.2008) in die Kinos kommt, sucht Regisseur Erich Schmid die Antworten im Spannungsfeld zwischen Kunst und Politik, zwischen kreativer Vision und gesellschaftlicher Verantwortung.
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MEMELLAND
ein Film von Volker Koepp
D 2008, 88 Minuten, OmU, ohne Altersbeschränkung
Mit dem Film "Memelland" bereist Volker Koepp das litauische Ufer des großen östlichen Stroms. Die Menschen im Film nennen ihre Gegend auch "Klein-Litauen". Sie erzählen von ihrem Leben in dieser Grenzregion, vom Ende des Krieges und der Zeit, in der Litauen zur Sowjetunion gehörte, und von der Gegenwart. Und sie berichten von der einzigartigen Natur, die sie umgibt, am Strom und am Haff.
Volker Koepp und seinen Kameramann Thomas Plenert zog es in den letzten anderthalb Jahrzehnten immer wieder in die früher zu Ostpreußen gehörenden Landschaften. "Kalte Heimat" (1995), "Die Gilge" (1999) oder "Kurische Nehrung" (2000) etwa entstanden vor allem im Kaliningrader/Königsberger Gebiet, der russischen Exklave, die heute von Polen und Litauen umgeben ist. Die Grenze zwischen der Exklave und Litauen bildet in der Gegenwart über einhundert Kilometer der Oberlauf der Memel, die dann ein Delta bildet und in das Kurische Haff fließt. Die Niederungslandschaften beiderseits des Flusses nannte man früher auch "Preußisch-Litauen". Dort lebten seit jeher Deutsche und Litauer.
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MY LOUIS ARMSTRONG YEARS
von Mohamed Kounda
Frankreich 2003, 85 Minuten
Englisch mit dt. UT,
Glinda und ihr 17jähriger Sohn Chantz aus Mississippi verbringen ihr Leben 'on the road'. Er,
ein musikalisches Wunderkind, spielt die Trompete und tanzt in den Straßen, U-Bahnen und
auf den Bühnen dieser Welt. Chantz ist für seine Mutter nicht nur die Projektion ihrer eigenen
Träume, er ist auch die einzige Hoffnung für eine Frau, die sich aus dem Dreck ziehen und
noch etwas von ihrem Leben haben will. Eine schwere Last für Chantz, die der Beziehung
zwischen Mutter und Sohn eine starke Ambivalenz verleiht. Beiden gemeinsam ist die Liebe zu
Louis Armstrong und der Wille zum Erfolg. Die Hassliebe zwischen Mutter und Sohn überträgt
sich auf den Film, der gleich einem Blues oder einer Jazz-Improvisation zwischen Zärtlichkeit
und Konflikt, zwischen Freude und Schmerz, Tempo und Stillstand pendelt.
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NABUCCO
Aus der Arena di Verona 2007
D/I 2007, 132 Minuten, OmU
Uraufgeführt in der Mailänder Scala am 9. März 1842, machte NABUCCO
seinen Komponisten Verdi in ganz Italien und darüber hinaus bekannt.
Lange Zeit war die Oper in der Arena di Verona zu Hause und für viele ist
der „Va pensiero“-Chor zusammen mit dem Triumphmarsch aus Aida der
Inbegriff des Verona-Erlebnisses.
Dieser Mitschnitt hat dieses einzigartige Flair wunderbar eingefangen und
liefert dem Kinozuschauer Details, die dem Besucher der Arena aus der
Entfernung entgehen. Regisseur Dennis Krief verleiht dem Werk einen
dezent modernen Anstrich, der die Konzentration auf die eigentlichen
Helden möglich macht: die von Dirigent Daniel Oren effektvoll in Szene
gesetzten Sänger. Mit Leo Nucci, Fabio Sartori und Maria Guleghina steht
ein Ensemble grandioser Solisten auf der Bühne, die mit großem Einsatz
und Können dem Kampf der Protagonisten um Macht und Liebe Ausdruck
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NACH EINER WAHREN GESCHICHTE
von Walter Stokman
Niederlande 2004, 75’, Farbe, OmU
1972 überfiel John Wojtowicz eine Bankfiliale in Brooklyn, um mit der Beute die Geschlechtsumwandlung
seines Geliebten zu finanzieren; er nahm Geiseln und wurde schließlich am Flugplatz
überwältigt. Sidney Lumets Film HUNDSTAGE mit Al Pacino basiert auf diesen Vorgängen.
Stokman holt die Beteiligten von damals - Geiseln, Polizisten - vor die Kamera, nur Wojtowicz
stellt sich quer. Wir hören lediglich seine Stimme aus Telefonaten mit dem Regisseur, in denen
der Bankräuber seine Kooperation von absurden Forderungen abhängig macht.
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NACHBARINNEN
von Franziska Meletzky
Deutschland 2004, 88‘, Farbe
Wer liebt, riskiert zu leiden – wer nicht liebt, leidet schon. Die alleinstehende Paketfahrerin
Dora (Dagmar Manzel) lebt zurückgezogen in einem Leipziger Plattenbau und meistert ihren
Alltag mit trockenem Humor. Ihr ruhiges, geordnetes Leben gerät aus den Fugen, als sie ihre
geheimnisvoll-faszinierende polnische Nachbarin Jola (Grazyna Szapolowska) verstecken muss.
Jola ist überzeugt, im Affekt getötet zu haben. Widerwillig nimmt Dora sie bei sich auf – doch
Jolas Faszination kann sie sich nicht entziehen. Doras Vertrauen zu dieser direkten, impulsiven
Frau wächst - gerade weil Jola genau die Fragen stellt, die sich sonst keiner zu fragen wagt.
Da erfährt Dora, dass sich die Vorwürfe gegen Jola komplett zerschlagen haben. Doch anstatt
Entwarnung zu geben, belügt Dora Jola sogar über den Stand der Polizeiermittlungen, um ihre
polnische Nachbarin bei sich zu behalten...
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NEUJAHRSKONZERT
1978,
57 Minuten
Ein würdiger Abschluss unserer Karajan!-Reihe
– eines der traditionellen Neujahrskonzerte der
Berliner Philharmoniker mit einem weitgespannten
Programm von Verdi bis von Suppé, eine Demonstration
des Klangideals des Dirigenten und
nicht zuletzt die Möglichkeit, den Maestro noch
einmal leibhaftig in Aktion zu sehen.
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NICHOLAS WINTON – DIE KRAFT DES GUTEN
Ein Film von Matej Minác
Slowakei 2002, 69 Minuten,
Englisch mit dt. UT
Wenige Tage vor Weihnachten im Jahr 1938 wollte der wohlhabende, alleinstehende
Börsenmakler Nicholas Winton, 29 Jahre jung, in die Schweiz zum Skifahren verreisen. Ein
Telefonanruf machte ihm einen Strich durch die Rechnung und veränderte sein Leben. Martin
Blake, ein guter Freund, arbeitete für eine Organisation in Prag, die gefährdete Menschen bei
der Auswanderung half und politisierte Winton. Der junge Börsenmakler wusste vom Leid der
Flüchtlinge aus dem Sudetenland, das die Deutschen besetzt hatte. Er ahnte, dass Hitler bald
auch Böhmen und Moravia besetzen würde - zahlreiche Menschen waren in Lebensgefahr. Es
gab keine Hilfsorganisation, die sich um die bedrohten Kinder kümmerte. Winton entschloss
sich, selbst aktiv zu werden. Er nahm den Kontakt zu Staaten auf, von denen er sich eine
Aufnahme der Kinder erhoffte. Schweden und Wintons Heimat Großbritannien waren die
einzigen Länder, die ihm eine positive Antwort erteilten. Die britische Regierung knüpfte ihr
Versprechen, Kinder unter 18 Jahren aufzunehmen, an zwei Bedingungen: Winton musste für
jedes Kind ein neues Zuhause organisieren und 50 Pfund anzahlen, um für die eventuell
anfallenden Rückreisekosten aufzukommen...
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NORMA
Melodramma (Tragedia lirica) in 2 Akten
Musik von Vincenzo Bellini
Deutschland 2006, 157 Minuten
Schon Richard Wagner beschrieb NORMA
als das „reichster aller Werke“ Bellinis und soll
später sagen, dass Bellini Melodien geschrieben
habe, die „schöner seien als Träume“. Die Partie
der NORMA stellt höchste Ansprüche an Technik,
Ausdauer und die dramatische Gestaltungsmöglichkeit
einer Sängerin. Vor allem durch die
Darstellung der Titelrolle wird das von Bellini
austarierte Gleichgewicht zwischen musikalischer
Schönheit und szenischer Wirkung garantiert
– eine Paraderolle, in der schon die Callas Aufsehen
erregte. Nun Edita Gruberova, die ‚Königin
des Belcanto’:
„Norma ist ein persönlicher Höhepunkt für
mich; ich glaube aber auch eine gewisse Grenze,
die ich absolut akzeptieren will.“
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OPERNFIEBER
ein Film von Katharina Rupp
Deutschland/ Schweiz 2004, 70 Minuten, Farbe, OmU
Dieser Film begibt sich auf eine musikalische Entdeckungsreise
zu den größten Opernhäusern Italiens und
zeigt – vor und hinter den Kulissen – Akteure, Altstars,
Liebhaber, Vergessene und Claqueure, die gegen alle Rivalitäten
und Widerstände eines verbindet: die große
Liebe zur Oper!
Und die ist in Italien Sache des ganzen Volkes, nicht
nur der sogenannten Hochkultur – eine große wunderbare
Anstrengung, an der die Menschen genauso Anteil
nehmen wie am Fußball.
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OTELLO (1973)
Zum 100. Geburtstag von Herbert von Karajan
1973, 141 Minuten
Die berühmte Oper nach Shakespeares Rache- und Eifersuchtsdrama um den venezianischen Gouverneur auf Cypern und seine Frau Desdemona, die einer Intrige des ruhmsüchtigen Jago zum Opfer fallen.
Herbert von Karajan schuf stets meisterhafte akustische und visuelle Bilder. So gelang ihm auch hier, in der filmischen Umsetzung seiner Inszenierung von den Salzburger Festspielen, eine grandiose Wiedergabe der verschiedensten mediterranen Stimmungen: von der sturmbewegten Ouvertüre bis zu den goldschimmernden Palastszenen. Der Film wurde 1973 in München und Salzburg im Studio und mit nachgebauten Außenszenen produziert. Karajan selbst inszenierte die 250 Komparsen, die Fechtszenen und die Spezialeffekte. Das Bühnenbild und die Kostüme stammen vom dem bekannten französischen Maler Georges Wakhevitch.
„Eine der besten Opernverfilmungen, die je gemacht wurden!“ (The Times)
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OTELLO (2008)
Salzburger Festspiele 2008
D/A 2008, 142 Minuten, ita.OmU
Auf der einen Seite expressive Oper, auf der anderen intimes Drama. In seinem Kern macht Verdis OTELLO zwei zerstörerische Emotionen sichtbar: Eifersucht und Neid. In diese Fallstricke der menschlichen Seele verfangen sich drei Außenseiter der Venezianischen Gesellschaft: Otello, Desdemona und Jago. In einer Welt voller Selbstzweifel, Begierden und Verletzbarkeit sind sich die drei Protagonisten bis zum tödlichen Ende ausgeliefert. Den unaufhaltsamen Sog ins Verderben vollzieht Verdis Musik bis ins Kleinste nach. Sie offenbart die Abgründe egoistischen Denkens, die Abhängigkeit des Individuums von der Anerkennung und seine Angst vor Einsamkeit und Tod.
Die Neuinszenierung der Salzburger Festspiele in Koproduktion mit dem Teatro dell'Opera di Roma wird von Stephen Langridge in Szene gesetzt. Seit den 90er Jahren hat sich der britische Regisseur mit zahlreichen außergewöhnlichen Arbeiten an internationalen Bühnen einen Namen geschaffen. Seine OTELLO-Interpretation zeugt von einem "aufgeklärten Realismus" (Welt), bleibt durchaus im Rahmen der klassischen Inszenierungsmuster und findet dabei immer wieder präzise Bilder für die Außenseiterposition des Helden und die tragische Dimension seiner Liebe.
Die eigentliche Sensation der letzten Salzburger Festspiele aber war die junge Marina Poplavskaya in der Rolle der Desdemona: "Ein Timbre wie Seide, Champagner und Sandpapier zusammen, eine große lyrisch-dramatische Sopranistin!" schrieb der Tagesspiegel. Ihr Partner ist der lettische Newcomer Aleksandrs Antonenko. Er kombiniert eine faszinierende Bühnenpräsenz mit einer großen Leichtigkeit im Timbre, das seinem Otello eine jugendliche Note verleiht.
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PARIS WAS A WOMAN
ein Film von Greta Schiller
Großbritannien, USA, Deutschland 1996
75 Minuten, S/W und Farbe
Colette, Djuna Barnes, Gertrude Stein, Natalie Cillford Barney. - Jede einzelne von ihnen ein Genie - und welch atemberaubendes Potential an kreativer Energie, als die berühmtesten Künstlerinnen der Moderne im ersten Viertel dieses Jahrhunderts in Paris zusammentrafen. Sie begegneten einander nicht zufällig, sondern sie entschieden sich bewusst für die Gemeinschaft, in der ihre Schicksale auf vielfältige und oft überraschende Weise miteinander verflochten waren. Sie bildeten jedoch keine monolithische Gruppe: Uneinigkeiten und Konflikte gab es vor allem hinsichtlich künstlerischer Schwerpunkte, politischer Ansichten und Sexualität. Doch traten diese hinter ihrer Freundschaft und dem Respekt vor der Arbeit der jeweils anderen zurück. Wie unterschiedlich ihre Voraussetzungen und Ziele auch waren, was sie vereinte war die Liebe zu Paris, dessen weibliche Eigenschaften es ihnen ermöglichte, sich auf unkonventionelle und selbständige Weise zu verwirklichen und dabei radikale Wege zu beschreiten. Paris bot ihnen die Freiheit, zu leben und zu lieben, wie und wen sie wollten - auch wenn es, wie in ihrem Fall, meistens andere Frauen waren.
Durch grundlegende Recherche, bisher unveröffentlichtem Filmmaterial, sowie durch Gemälde, Zeichnungen, literarische Fragmente und so manche Anekdote läßt Greta Schiller in ihrem Film die Stimmung und das Lebensgefühl dieser Frauen und der Stadt, in der sie lebten, lebendig werden.
Ein neuer Blick auf das zauberhafte Paris der 20er und 30er Jahre.
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PEACE ONE DAY
Ein Film von Jeremy Gilley
Großbritannien 2004, 80 Minuten,
Englisch mit dt. UT
Jeremy Gilley hat eine Vision: Einen Tag lang soll auf der Welt Frieden herrschen. Der junge
Brite hält seinen Kampf für PEACE ONE DAY auf Film fest – "wenn mein Vorhaben scheitert,
kann das Resultat zumindest ein interessanter Film über eine Welt sein, die sich nicht
verändern will."
Der Film begleitet Gilley bei seinem sechsjährigen Engagement für den Frieden. Er organisiert
Pressekonferenzen, bei denen kein einziger Journalist auftaucht und bricht, anstatt resigniert
aufzugeben, in Krisengebiete und Unruheherde auf. Unerbittlich versucht er, bei der UN
Unterstützung für sein ehrgeiziges Projekt zu finden – theoretisch begrüßen alle seine Idee,
aber konkrete, praktische Hilfe bleibt aus. Gilley trifft Friedensnobelpreisgewinner,
Hilfsorganisationen, Freiheitskämpfer, Medienmogule, Staatsoberhäupter und Kriegsopfer auf
seiner scheinbar aussichtslosen Odyssee. Er spricht mit einflussreichen Persönlichkeiten wie
dem UN Generalsekretär Kofi Annan, Shimon Peres oder dem Dalai Lama. Als der Tag bei den
Vereinten Nationen in New York ausgerufen werden soll, zerstören Flugzeuge das World Trade
Center. Jeremy Gilley ist geschockt – und setzt seinen Kampf dennoch fort.
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PEER GYNT
ein Film von Uwe Janson
nach der Vorlage von Henrik Ibsen
Deutschland 2006 81 Minuten Farbe
Ein Film über die (Un-)Möglichkeit der Liebe,
mit der Kraft eines der großen dramatischen
Gedichte der Weltliteratur: Robert Stadlober ist
»Peer Gynt«, Henrik Ibsens nordischer Faust.
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PRATER
ein Film von Ulrike Ottinger
Österreich/Deutschland 2007, 104 Minuten, Farbe
Menschen, Monster, Sensationen.
Mit betörenden Bildern verwandelt PRATER, ein Dokumentarfilm mit fiktionalen Elementen von Ulrike Ottinger, diesen mythischen Wiener Ort in ein Kinoerlebnis. Eine fesselnde Abfolge von Ein- und Zufällen, Sprünge durch Raum und Zeit.
Hintergründiges, das zu denken und zu lachen gibt. Zweimal Fürchten kaufen und rein in die Geisterbahn...
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PRINZESSIN
ein Film von Birgit Grosskopf
Deutschland 2006, 81 Minuten, Farbe, FSK 16
Das Revier von Katharina, Yvonne und ihrer Gang ist eine
westdeutsche Vorstadt. Sie hängen in der Kälte vor Silvester ab und
schieben Hass auf die Clique von Özlem. Als Yvonne ihre Haftstrafe
nicht antritt und vor der Polizei flieht, eskalieren die Ereignisse.
Die harte, kompromisslos erzählte Geschichte einer
Mädchenfreundschaft zwischen alltäglicher Gewalt und trotzigen
Ausbruchsversuchen.
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Prokofjew: PETER UND DER WOLF
Poulenc: DIE GESCHICHTE VOM BARBAR, DEM KLEINEN ELEFANTEN
Deutschland 1996 / 59 Min. / Farbe
Generationen von Musikfreunden haben ihre erste Hörererfahrung mit „ernster“ Musik dem
kleinen Peter und dem bösen Wolf zu verdanken. Prokofjews Märchenvertonung ist der Superhit
unter den klassischen Werken für Kinder. Dabei ist den meisten Kindern und Erwachsenen
die Schallplatten-Aufnahme mit Loriot die vertrauteste. Der große deutsche Humorist steht für
Unterhaltung auf höchstem Niveau und die Vermittlung klassischer Musik ohne jeden Dünkel. Er
verleiht jedem klassischen Werk seine individuelle, ironische Note. So hat er zum Beispiel Wagners
Riesenwerk, den Ring des Nibelungen, von 16 Stunden Länge, auf einen einzigen höchst unterhaltsamen
Abend komprimiert und die Musikausschnitte dabei mit launigen Zwischentexten
verbunden.
Hier gibt Loriot mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung des kürzlich verstorbenen
Marcello Viotti eine unvergessliche Vorstellung als Erzähler von PETER UND DER WOLF
von Sergej Prokofjew und von Françis Poulencs DIE GESCHICHTE VON BABAR, DEM KLEINEN ELEFANTEN.
Loriot hat für dieses Konzert eigens einen neuen Text für den „Babar“ geschrieben und
den „Peter“ auch augenzwinkernd für sich und seine kleinen Zuhörer abgewandelt. Für den „Babar“
orientierte sich Loriot an seiner eigenen, geliebten Schöpfung, dem Elefanten Wendelin.
Zu sehen ist eine Aufführung aus der ausverkauften Deutschen Oper Berlin aus dem Jahre 1996.
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POMMERLAND
ein Film von Volker Koepp
Deutschland 2005, 89 Minuten, Farbe, OmU
Pomorze ‚Land am Meer’ - so nannten slawische Siedler im 9. Jahrhundert diese Gegend. Im
Hinterland Moränen, dazwischen eingestreut malerisch sich verzweigende Seenlandschaften
und Urstromtäler. Weite Kornfelder und Kartoffeläcker, zerteilt von schönen, ausgedehnte
Alleen, die bis zum Horizont reichen, ein Landstrich, der eigentlich Gelassenheit und Ruhe
ausstrahlt. Heute herrschen in weiten Teilen Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Menschen und
Landschaft, Erzählungen und Lebensgeschichten in bester ‚Koeppscher’ Manier - manchmal
skurril, bisweilen melancholisch und immer mit Gespür für das Nicht-Gesagte.
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QUE SERA
Ein Film von Dieter Fahrer
Schweiz 2004, 87 Minuten, Farbe
Auf den ersten Blick scheint alles aufzugehen: Eine Kindertagesstätte und ein Altersheim unter einem Dach - in der «Schönegg» in Bern ist eine Utopie Alltag geworden. Diese Menschen haben Zeit, viel Zeit, auch füreinander.
Auf den zweiten Blick spürt man das Ringen um Würde. Dies macht die filmische Begegnung mit diesen ausgegrenzten Menschen so berührend – erst recht dort, wo alles Bemühen scheitert und gesellschaftliche Ohnmacht zum Vorschein kommt.
Es bleibt die Frage nach dem Wert des Lebens, dem Wert eines Kinderlachens oder alter Hände, müde wie ein Herbstblatt. Das Zusammenleben von alt und jung in der «Schönegg» ist nicht bloss ein sozialpolitisches Experiment: in QUE SERA? wird es zur poetischen Metapher für Tod und Wiedergeburt.
Doch der Film beschönigt nichts. Er kann diesen alten Menschen ihre Jugend nicht zurückgeben, aber er kommt ihnen sehr nahe und gibt ihnen so ihre Würde zurück. Er zeigt uns nicht einfach ein Altersheim. Er zeigt uns Frau Fischer, Herrn Zürcher, Frau Suter und andere: ihre menschliche Wärme, seine Gebrechlichkeit, ihren entwaffnenden Humor. Der Respekt vor jedem dieser alten Menschen führt uns zum eigenen Respekt vor dem Alter und zum Bewusstsein, was – viel schneller als uns vielleicht lieb sein wird – auch auf uns zukommt.
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REICH MIR DEINE HAND (Donne-moi la Main)
FR / D 2008, 80 Minuten, CinemaScope, DF und OmU
ein Film von Pascal-Alex Vincent
mit Alexandre Carril, Victor Carril, Anaïs Demoustier, Katrin Saß u.a.
Antoine und Quentin, ein 18-jähriges Zwillingsbrüderpaar, reißen von zuhause aus. Sie wollen zur Beerdigung der Mutter, die sie nicht gekannt haben. Ihr Weg führt sie per Anhalter, in Lastwagen versteckt und mit dem Zug vom Norden Frankreichs nach Spanien. Im Verlauf der Reise entfremden sich die vorher unzertrennlichen Brüder und werden zu Individuen.
Ein klassisches Roadmovie durch eine Landschaft, die wie ein Spiegel die Beziehung der beiden Jungs widergibt. Animesequenzen und die hypnotische Musik von Tarwater bilden zusätzliche poetische Ebenen. In einer prägnanten Nebenrolle hat Katrin Saß ihren ersten Auftritt in einem französischen Film.
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RIGOLETTO
Oper in 3 Akten. Text von Francesco Maria Piave nach dem Schauspiel Le roi s`amuse
von Victor Hugo.
Produktion 1982, 118 Minuten
Die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle von Hass und Intriganz bis zu Liebe und
Selbstaufopferung bietet Guiseppe Verdis Oper RIGOLETTO: Das Melodrama um den
verkrüppelten Hofnarren, seine liebreizende Tochter Gilda und den unlauteren Herzog
von Mantua lebt von der außergewöhnlichen Darstellung widersprüchlich gezeichneter
Charaktere. Musikalisch gelingt es Verdi, dramatische und psychologische Entwicklungen
in einer jeder Figur eigenen Ausdrucksweise zu verdeutlichen.
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ROBERTO DEVEREUX
Deutschland 2005, 121 Minuten, Bayerische Staatsoper
Eine Produktion von Unitel, der Bayerischen Staatsoper und dem Bayerischen
Rundfunk
Liebe, Lust und Todesurteil am englischen Königshof - das ist der Mix für große,
italienische Oper. Doch Donizettis Historiendrama über Robert Devereux, den
zweiten Grafen von Essex und Liebhaber der Königin Elisabeth I., ist nach seiner
erfolgreichen Uraufführung nur selten gespielt worden: zu anspruchsvoll stellte sich
die weibliche Hauptrolle dar. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis sich unsere
‚Prima Donna Assoluta’ Edita Gruberova dieser Herausforderung stellte. Die
Bayerische Staatsoper ließ daher 2001 verlauten: „Entweder ein Opernhaus kann
die Gruberova engagieren - oder es spielt dieses Werk nicht.“ Und feierte mit der
Inszenierung von Christoph Loy und dem von Friedrich Haider geleiteten
hauseigenen Chor und Orchester einen Triumph.
Roberto Devereux – eine Oper für eine Königin, ein Werk für Edita Gruberova!
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ROMEO ET JULIETTE
Von den Salzburger Festspielen 2008!
D/A 2008; ca. 170 Minuten; Französisch mit deutschen Untertiteln
Die Erwartungen waren riesengroß. Schon lange vor der Premiere galt die Neuinszenierung von Charles Gounods "Romeo et Juliette" als "das Ereignis" bei den Salzburger Festspielen 2008.
Am Ende hielt die dritte Opernproduktion des Musikfestes an der Salzach alles, was Festspielintendant Jürgen Flimm versprochen hatte. Der US-amerikanische Musical-Regisseur Bartlett Sher lieferte eine zu jedem Zeitpunkt mitreißende Inszenierung, und das Salzburger Mozarteum-Orchester unter dem kanadischen Dirigenten Yannick Nezet-Seguin schuf mit leidenschaftlichem, aber nie unkontrollierten Spiel die Grundlage für eine bemerkenswerte Opernaufführung, an deren Erfolg natürlich auch die Sängerstars in den Titelrollen entscheidenden Anteil hatten.
Der wiedergenesene Rolando Villazon sang und spielte durchgehend auf hohem und höchstem Niveau. Und mit der jungen Georgierin Nino Machaidze bot die Festspielleitung eine "Julia", die weit mehr war, als nur ein Ersatz für die schwangere Anna Netrebko. Machaidze, die in Mailand studiert hat, begeisterte mit ihrer Stimme und ihrem schauspielerischen Talent das Premierenpublikum und überzeugte die Kritik." (dpa)
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RÜCKENWIND
ein Film von Jan Krüger
mit Sebastian Schlecht, Eric Golub, Iris Minich, Denis Alevi
D 2009, 75 Minuten
Auf einem Ausflug in die Wälder Brandenburgs gehen zwei junge Männer Schritt für Schritt verloren. Dafür finden sie einander - ihre Körper und ihre Phantasien.
Als Road-Movie, in deren Mittelpunkt eine schwule Beziehung steht, lässt sich Jan Krügers zweiter Langfilm nach UNTERWEGS charakterisieren. Die Musik stammt vom Berliner Duo Tarwater.
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SCHATTENLAND - REISE NACH MASUREN
von Volker Koepp
Deutschland 2005, 88Minuten, Farbe, OmU
Mit SCHATTENLAND nehmen uns Volker Koepp und sein langjähriger Kameramann Thomas
Plenert mit auf eine Reise in den Nordosten Polens nach Masuren - die wohl bekannteste Landschaft
des früheren Ostpreußen. Begegnungen mit Menschen, die abseits der touristischen Gegenden
Masurens wie gestrandet erscheinen: Bauern, die in der vermeintlichen Idylle die kurzen Sommer dafür nutzen, dem kargen Boden Getreide abzuringen. Ukrainer, die nach dem Zweiten
Weltkrieg zwangsumgesiedelt wurden, und die es nach Polens EU-Beitritt in die alte Heimat
nach Osten zieht. Und Fischer, die einige der einst sprichwörtlich fischreichen 3000 Seen auch
im Winter befischen.
Bis heute blieb Masuren dünn besiedelt und zählt trotz des Tourismus zu den ärmsten Gegenden
Europas. Besonders betroffen sind die Grenzregionen zu Kaliningrad im nördlichen Ostpreußen.
Und auch heute noch sind die Spuren der Geschichte unübersehbar: Dreißigjähriger Krieg, Pest,
Hungersnöte, Tatareneinfälle, Napoleonische Kriege und russische Besatzungen. Schlachtfelder
beider Weltkriege des 20. Jahrhunderts. 1945 kommt das südliche Ostpreußen zu Polen. Und immer
wieder Sprachen- und Nationalitätenstreit: „Wo sich aufhört die Kultur, beginnt zu leben der
Masur.“ Eine Reise durch Masuren – Grenzlandschaft im Schatten der Geschichte.
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SCHATTENWELT
ein Film von Connie Walther
mit Franziska Petri, Ulrich Noethen, Tatja Seibt, Uwe Kokisch, Christoph Bach, Eva Mattes
D 2008, 93 Minuten, ab 12 Jahren
Nach über zwanzig Jahren wird Widmer, ein früheres Mitglieder der RAF, aus dem Gefängnis entlassen. Er bezieht eine neue Wohnung lernt seine junge Nachbarin Valerie kennen. Sie interessiert sich für den Einzelgänger. Und bald wird auch deutlich warum: ihr Vater kam bei einem Anschlag der RAF ums Leben...
SCHATTENWELT greift mit dem Thema des RAF-Terrorismus ein immer noch virulentes Kapitel der deutschen Geschichte auf. Regisseurin Connie Walther (12 heißt: Ich liebe dich) und Autor Uli Herrmann konzentrieren sich dabei auf die Perspektive der Opfer, die es auf beiden Seiten gab: in den Familien der Ermordeten wie in den Familien der Täter. So ist SCHATTENWELT weniger eine Geschichte über die RAF, sondern vor allem ein Film über das, was Gewalt - über Generationen hinweg - anrichtet.
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SCHWANENSEE
Wiener Symphoniker
unter der Leitung von John Lanchbery
Wiener Staatsopernballett
D 1966, 107 Minuten
Diese Inszenierung des wohl bekanntesten Werks
der Ballettgeschichte ist berühmt durch die einmalige
Interpretation des Liebespaares Siegfried
und Odette durch die damaligen Startänzer des
Royal Ballet, Dame Margot Fonteyn und Rudolf
Nureyev, die als Traumpaar des klassischen Balletts
galten.
Außerdem wurde diese Filmaufzeichnung wegen
ihrer kreativen medialen Umsetzung der Inszenierung,
die weit entfernt vom nüchternen Abfilmen
des Bühnengeschehens einen eigenen visuellen
Zugang zur tänzerischen Aktion schafft.
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SEBASTIANE
Bundesstart 16.10.2008
ein Film von Derek Jarman und Paul Humfress
GB 1976, 85 Minuten, Farbe, lateinische OF mit dt. UT
Der bei seinem Kaiser Diokletian in Ungnade gefallene Gardist Sebastiane wird an einen isolierten Außenposten des Reichs verbannt. Die anderen Soldaten dort vertreiben sich in brütender Hitze die Zeit mit Schwertübungen, Schwimmen, Körperpflege und erotischen Spielen. In der aufgeheizten Situation gerät er in Konflikt mit dem sadistischen Hautpmann Severus, der heimlich in ihn verliebt ist. Da Sebastiane sich ihm verweigert und sich außerdem zum Christentum bekennt, wird er von seinen Kameraden mit Pfeilen erschossen.
Der erste Spielfilm von Derek Jarman ist ein Kult-Klassiker des erotischen Kinos und nun erstmals in den deutschen Kinos zu sehen. Er greift zwar geschichtlich auf die christliche Märtyrerlegende zurück, inszeniert den Heiligen Sebastian aber nach berühmten Vorbildern als schwule Ikone. Der erste und einzige Erotikfilm mit lateinischen Dialogen - auch für Schulklassen geeignet!
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SELF-MADE PARADISE
Ein Film von Christoph Schuch
Deutschland/ Finnland 2007, 84 Minuten, Farbe, Digi-Beta Video
Ein sonniger Spätsommer in Finnland bildet die Kulisse für einen Roadtrip in die wundersame Welt fünf finnischer Männer. Allesamt sympathische, unterhaltsame und weise self-made Künstler, die Regisseur Christoph Schuch und Tonmann Peter Carstens in ihrem roten Ford Mustang besuchen.
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SEPTEMBERWEIZEN
ein Film von Peter Krieg
Deutschland 1980, 96 Minuten, Dokumentarfilm
SEPTEMBERWEIZEN ist ein Begriff aus der Warenterminspekulation
und bezeichnet einen im
September fälligen Weizenkontrakt – also „Papierweizen“.
Vor allem um diesen Weizen, der so gar
nichts mehr von einem Lebens-Mittel hat, geht es
in diesem Film. Peter Krieg zeigt in collageartigen
Montagen, wie Farmer, Wissenschaftler, Händler,
Spekulanten, Verarbeiter und Politiker mit dem
Weizen umgehen und was dabei übrigbleibt für
Hungrige und Hungernde. Brechts Wort von den
Hungersnöten, die nicht „ausbrechen“, sondern
vom Weizenhandel veranstaltet werden, erweist
sich am Beispiel des amerikanischen Weizens
eher als Untertreibung, denn auch Wissenschaftler,
Spekulanten, Konzerne und Politiker backen
am Hunger mit. Wo Weizen Ware und Waffe zugleich
ist, kann es nur als Zufall erscheinen, wenn
am Ende doch noch essbares Brot zustande
kommt – als Abfallprodukt einer Reihe aufwendiger
Geschäfte, die trotz aller gegenteiligen Beteuerungen
den Hunger eher vergrößern als stillen.
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SHUTKA - STADT DER ROMA
ein Film von Aleksandar Manič
Tschechische Republik, Serbien & Montenegro 2005, 79 Minuten, Farbe/sw
Mazedonisch/Romanes mit dt. Untertiteln
Shutka, 15 Autominuten von der mazedonischen Hauptstadt Skopje entfernt, ist die inoffizielle
Hauptstadt der Roma. Eine Stadt, die direkt einem Kusturica Film entsprungen zu sein
scheint - voller merkwürdiger Rituale, grotesker Situationen und burlesker Gestalten. Unser
persönlicher Führer durch Shutka ist daher auch niemand geringer als Dr. Koljo (Severdzan
Bajram), vielen bekannt aus Kusturicas Film SCHWARZE KATZE, WEISSER KATER. Er bringt uns
mit reichen Geschäftsleuten, armen Tagelöhnern, Vampirjägern und Derwischen zusammen.
Dokumentarisches mischt sich mit schauspielerischen Einlagen der Einwohner und es entsteht
ein sehr skurriles und einzigartiges Portrait dieses ungewöhnlichen Flecken auf der Landkarte
und seiner Bewohner.
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SÖHNE
ein Film von Volker Koepp
Deutschland 2007, 111 Minuten, Farbe
Eine deutsch-polnische Familiengeschichte, die von Nachkriegszeit und Gegenwart einer vergessenen
Generation erzählt – der Kriegskinder in Polen und Deutschland, ihren Erlebnissen und Erinnerungen. Vor allem aber ein Film über deutsch-polnische Geschichte, der nationalistische
Ressentiments ad absurdum führt.
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SONJA
ein Film von Kirsi Marie Liimatainen
Detuschland 2006, 73 Minuten, Farbe
Es ist eine Zeit, in der alles sehr zerbrechlich, einmalig
und verletzbar ist. In ihrem Freundeskreis
spricht Sonja, 16 Jahre alt, erfahren über Sex, aber
ihrer besten Freundin Julia erzählt sie, dass sie
noch nie mit einem Jungen geschlafen hat- nicht
mal mit ihrem Freund Anton. Stattdessen bemerkt
Sonja ihre neuen Gefühle für Julia, weiß
aber noch nicht, wie sie damit umgehen soll. Sonja
verbringt ein Wochenende bei ihrem Vater an der
Ostsee und danach ist nichts mehr so wie es war.
Der Sommer ist vorbei.
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SPUREN IM EIS - THE PRICE OF THE POLE
ein Film von Staffan Julén
Schweden, Dänemark 2006, 79 Minuten, kalaallisut./ engl. OmdU
Der US-amerikanische Polarforscher Robert E. Peary gilt als Entdecker des
Nordpols. 1897 brachte er sechs Inuit nach New York, die dort den
Schaulustigen vorgeführt wurden, während er selbst in Grönland ein
Doppelleben mit einer anderen Frau führte. Die Verschleppung der Inuit überlebte am Ende nur der Junge Minik – was ist aus ihm geworden? Der Urenkel
von Robert Peary begibt sich auf eine Spurensuche und erzählt eine Geschichte
über Forscherdrang und kulturelle Zerrissenheit.
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>> www.delicatessen.org/spuren.html
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STELLAS VERSUCHUNG
ein Film von David MacKenzie
England in den späten 50ern: Stella ist die Frau eines jungen, aufstrebenden Psychiaters. Das
Ehepaar lebt mit dem jungen Sohn Charlie auf dem Gelände der Anstalt, in der Max die Stelle
des stellvertretenden Leiters angenommen hat. Stella, eine selbstbewusste und eigensinnige Frau,
fühlt sich in dieser ungewohnten Umgebung eingeengt. Sie verliebt sich in den Patienten Edgar
Stark, einen Bildhauer, der in einem Anfall von Eifersucht seine Frau ermordet hat. Die leidenschaftliche
Affäre gewinnt ein bedrohliches Ausmaß, als Edgar die Flucht aus der Anstalt gelingt.
Stella trifft sich weiterhin mit ihm, ignoriert die Veränderungen in Edgars Verhalten und gerät in
Gefahr...
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SUNKISSED
ein Film von Patrick McGuinn
USA 2005, 92 Minuten, Farbe, OmU
Der junge Autor Teddy zieht sich in ein Landhaus in der kalifornischen
Wüste zurück, um seinen ersten Roman zu beenden. Dort begegnet er
dem attraktiven und geheimnisvollen Leo, mit dem er eine Affäre
beginnt.
SUNKISSED ist ein schwuler Erotikthriller, ähnlich überhitzt wie der Ort,
an dem er spielt – die Super-8-Ästhetik evoziert ein von der Sonne
selbst beeinflusstes Filmmaterial, dazu kombiniert Regisseur Patrick
McGuinn melancholisch-schöne Songs der bekannten Indie-Band THE
SEA AND CAKE.
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TANNHÄUSER
Bayreuther Festspiele 1978
Deutschland 1978, 196 Minuten
1972 gab Götz Friedrich mit dieser Tannhäuser-Inszenierung sein bayreuther Debüt, John Neumeier schaffte mit seiner Choreographie des Bacchanals den internationalen Durchbruch. Friedrichs Tannhäuser ist als Minnesänger ein künstlerischer Individualist – missverstanden von den Zeitgenossen wie einst Wagner.
Die von Sir Colin Davis präzise ausgearbeitete Partitur wird von Spas Wenkoff und Gwyneth Jones hervorragend interpretiert. Die Sopranistin ist sowohl in der Rolle der Elizabeth als auch als Venus zu bewundern und schafft es dabei, beiden Rollen eine psychologisch stimmige, menschliche Dimension zu geben. Wie später als Brünhilde in Chéreaus 'Jahrhundert-Ring' verkörpert Gwyneth Jones schon hier einen neuen Wagner-Rollentypus – weg von der übermenschlichen Heroine, hin zur dramatischen, auch gebrochenen Figur. Götz Friedrichs Tannhäuser konzentriert sich vor allem im ersten Akt auf die Präsenz der Stimme, die auf dunkler Bühne den Opernraum ausfüllt – ein Eindruck, der auch in der Filmfassung erhalten bleibt.
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TEENAGE ANGST
ein Film von Thomas Stuber
mit Franz Dinda, Niklas Kohrt, Michael Ginsburg und Janusz Kocaj
D 2008 | 64 Minuten
Stürmer, Dyrbusch, Bogatsch und von Leibnitz sind reiche Zöglinge, die von ihren Eltern in ein Elite-Internat auf dem Land abgeschoben wurden. Unterfordert vom Schulalltag und unbeobachtet vom Lehrpersonal schließen sie sich zu einer exklusiven Gruppe zusammen, aus der Dyrbusch mehr und mehr ein sadistisches Zwangssystem zu machen versteht. Mitläufer Stürmer sieht tatenlos zu, wie sich die Aggressionen gegenüber dem Gruppenschwächsten Leibnitz aufschaukeln. Eine Katastrophe nimmt ihren Anfang.
Als Vorfilm von TEENAGE ANGST wird Jamie Travis' Kurzfilm THE SADDEST BOY IN THE WORLD gezeigt.
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THE 3 ROOMS OF MELANCHOLIA
Ein Film von Pirjo Honkasalo
Finnland, Deutschland, Dänemark, Schweden 2004, 105 Minuten, Farbe/sw
Russland, Tschetschenien, Inguschetien - drei Schauplätze des Tschetschenienkriegs. Für die renommierte Finnische Filmemacherin Pirjo Honkasalo drei Räume der Melancholie. Im Mittelpunkt stehen Kinder, unschuldige Opfer der jahrelangen Unfähigkeit der politisch Mächtigen den Krieg zu beenden. Das Resultat ist eine Generation von Kindern ohne Hoffnung und Zukunft, deren Prägung und Erziehung den Hass auf den vermeintlichen Feind fest in ihrem Gedankengut verankert hat. Eine Kindheit zwischen Gewalt und Tod.
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THE SWENKAS
Ein Film von Jeppe Rønde
Dänemark 2004, 72 Minuten, Farbe, OmU
Sie sind Farmer oder Arbeiter im heutigen Südafrika. Am Wochenende, wenn sie das Saturday Night Fever packt, streifen sie ihre schmutzigen Overalls ab und schlüpfen in die feinsten Klamotten. In gestylten Outfits präsentieren sie sich in Johannesburg auf einer Modenschau für Männer.
Die SWENKAS, so nennen sich diese Verwandlungskünstler, zelebrieren stolz diesen Kult. Mit edlen Designer-Anzügen von Pierre Cardin oder Carducci, schicken Seidenhemden und Krawatten, blank geputzten Lackschuhen und eleganten Hüten posieren sie vor einer Jury, die nicht nur ihre Garderobe, sondern auch die Performance bewertet.
Swanken bedeutet weitaus mehr, als nur teure Designer-Kleidung zu tragen, sondern ist zugleich eine Lebenshaltung und ein Stil. Untrennbar damit verknüpft ist die Kunst der Freizeit-Dressmen, sich mit tänzerischen Schritten und viel Gespür für Musik und Rhythmus geschmeidig und fließend auf der Bühne bewegen. Dem Gewinner dieser Show winken Geldpreise und zu bestimmten Anlässen wie Weihnachten darf er sogar eine Ziege oder Kuh mit nach Hause nehmen. Woher dieser rituelle Wettbewerb stammt und wie lange er schon existiert, weiß niemand so genau. Und wie so viele Traditionen aus der alten Welt, ist nicht vorher zu sehen, wie lange sie noch existieren
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THE TIMES OF HARVEY MILK
ein Film von Robert Epstein und Richard Schmiechen
USA 1985, 87 Minuten, OmU
San Francisco in den 70er-Jahren: Rund um die Castro Street entsteht die erste von Schwulen geprägte Nachbarschaft. Die früher unsichtbare Minderheit entwickelt ein neues Selbstbewusstsein und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich dieses auch politisch manifestiert. In diesem Klima der Emanzipation wird der charismatische Schwulen-Aktivist Harvey Milk zum ersten offen homosexuellen Stadtverordneten.
Kaum im Amt, wird der mutige Kämpfer für Bürgerrechte und Gerechtigkeit erschossen.
Der Film THE TIMES OF HARVEY MILK, schon selbst ein Stück Filmgeschichte, rekonstruiert Milks Leben, das beispielhaft für Mut und Engagement steht, für die frühe Lesben- und Schwulenbewegung. Grundgerüst des Films war auch ein von Harvey Milk aufgenommenes Tonband, das nach seinem Willen nur dann abgespielt werden sollte, falls er durch einen Anschlag ums Leben käme.
Das faszinierende Dokument eines Kampfes um Anerkennung, der 2009 auch im Spielfilm MILK von Regisseur Gus van Sant dramatisiert wurde.
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THE WHITE DIAMOND
Ein Film von Werner Herzog
D, JP, GB 2004, 90 Min
Ein Film über ein waghalsiges Abenteuer im Herzen Guyanas: eine Entdeckungsreise im Kronenbereich des Urwalds
in einem außergewöhnlichen Flugobjekt – THE WHITE DIAMOND, ein heliumbetriebener Mini-Zeppelin.
Werner Herzog begibt sich mit dem Ingenieur Dr. Graham Dorrington auf einen faszinierenden aber auch riskanten
Trip. Vor zwölf Jahren verunglückte der berühmte Tierfi lmer Dieter Plage mit dem Vorläufermodel auf tragische
Weise. Die Reise nach Guyana wird für Dorrington eine Konfrontation mit der Vergangenheit, denn seit Plages
Sturz aus dem Luftschiff kämpft er mit Schuldgefühlen. Zugleich ist die Expedition ein enormer logistischer Kraftakt,
doch der Lohn sind Perspektiven von mythischer Schönheit.
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THREE BURIALS - DIE DREI BEGRÄBNISSE
DES MELQUIADES ESTRADA
ein Film von Tommy Lee Jones
USA / Fr 2005 · 117 Min, Farbe, CinemaScope DF und OmU
THREE BURIALS – DIE DREI BEGRÄBNISSE DES MELQUIADES
ESTRADA ist das außergewöhnliche
Regiedebüt von Tommy Lee Jones – eine epische
Geschichte über Rache und Erlösung, Freundschaft
und Loyalität, die im zerklüfteten Grenzgebiet zwischen
den USA und Mexiko spielt.
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TOSCA
Aus der Arena di Verona 2006
D/I 2006, 117 Minuten, OmU
Der Höhepunkt der Verona-Saison 2006 war die TOSCA-Inszenierung des argentinischen Regisseurs Hugo de Ana. Bis zu 15 000 Besucher pro Vorstellung kamen, um die berühmteste aller Puccini-Opern in außergewöhnlicher Besetzung zu erleben: Fiorenza Cedolins, Marcelo Álvarez und Ruggero Raimondi unter der Leitung des Dirigenten Daniel Oren.
Die magische Atmosphäre der Arena wird wunderbar von den Filmaufnahmen eingefangen: die milde Nachtluft, den Sternenhimmel, die aufwendige Bühne mit ihren prächtigen Kulissen, die Kostüme und ausgefeilten Licht- und Toneffekte. Ein beeindruckender Abend, eine Feier der Musik und ein Fest der Stimmen.
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TRISTAN UND ISOLDE
Orchester der Bayreuther Festspiele
unter der Leitung von Daniel Barenboim
Chor der Bayreuther Festspiele
unter der Leitung von Norbert Balatsch
D 1995 239 Minuten
Im Krieg zwischen Irland und seinem Vasallentum Kornwall hat Tristan, der Held des siegreichen Kornwall, Isoldes Verlobten, den Irenkönig Morold, getötet und ihr höhnisch dessen abgeschlagenes Haupt gesandt. Später, nach einer schweren Verwundung in seinem Boot an die irische Küste getrieben, wird Tristan von Isolde gesund gepflegt, die sich in den Fremden, der sich Tantris nennt, verliebt. Als sie ihn schließlich als den Mörder Morolds erkennt, verzichtet sie auf Rache. Tristan kehrt unter Dank- und Treueschwüren nach Kornwall zurück.
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TROPICAL MALADY
ein Film von Apichatpong Weerasethakul
Thailand/Deutschland/Frankreich/ Italien, 2004, 118’, Thailändisch mit dt. Untertiteln
Der junge Soldat Keng und sein Freund Tong verbringen eine unbeschwerte Zeit miteinander
- mal in Tongs Familie auf dem Dorf, mal in den Karaoke-Bars der Stadt. Eines Tages ist Tong
verschwunden, sein Dorf lebt in Angst – eine wilde Bestie fällt über die Kühe der Bauern her.
Einer thailändischen Sage nach kommt es vor, dass Menschen sich plötzlich in wilde Tiere
verwandeln. Keng macht sich auf die Suche nach dem verschollenen Geliebten. Mit der Suche
beginnt eine Grenzerfahrung im Zwischenreich von Mensch, Tier und Natur, in der sich Raum
und Zeit aufheben im flirrenden Halbdunkel und atemloser Stille. TROPICAL MALADY ist Kino,
das so noch nie existiert hat, unendlich fremd und von dunkelster Schönheit.
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TURANDOT
Aus dem Palau de les Arts 'Reina Sofía', Valencia
E/D 2008, 120 Minuten, ital.OmU
Ob es an seiner phänomenalen Akustik liegt oder an der atemberaubenden Architektur - die an sich schon ein Kunstwerk ist -: Valencias spektakulärer Opernneubau Palau de les Arts "Reina Sofía" von Santiago Calatrava scheint musikalische Höhepunkte geradezu zu provozieren.
Der international gefeierte Filmregisseur Chen Kaige (1993 Gewinner der Goldenen Palme in Cannes für LEBEWOHL MEINE KONKUBINE) entwarf einen verschwenderischen Bilderreigen zur märchenhaften Geschichte der chinesischen Prinzessin Turandot, die ihre Hochzeitskandidaten umbringen lässt, wenn sie ihre drei Rätsel nicht lösen können. Mit einer Überfülle an prunkvollen Kostümen und Palastbühnenbildern, die vorab in China entworfen und hergestellt wurden, setzt Chens Inszenierung einen authentischen Akzent angesichts der exotischen Klangfarben, mit denen Puccini seine letzte Oper versetzt hat. "Ich hoffe, dass diese TURANDOT dem Publikum einige Aspekte der chinesischen Kultur nahe bringt", gab Chen Kaige vorab bekannt.
Während Zubin Mehta und sein technisch brillantes Orquestra de la Comunitat "ein wahres Klangfeuerwerk" (Wiener Zeitung) entbrennen, triumphiert Maria Guleghina als grausame Prinzessin Turandot mit einer überraschenden stimmlichen Wärme, die wunderbar mit ihrer eiskalten Ausstrahlung kontrastiert. Als Calaf erinnert Marco Berti, vor allem in seinem herzzerreißenden NESSUN DORMA! (der berühmtesten Tenor-Arie der Operngeschichte) an Pavarotti in seinen Glanzzeiten. Diesem Niveau entsprechen auch die Sänger und Sängerinnen der Nebenrollen, vor allem Alexia Voulgardiou als Liù und Alexander Tsymbalyuk als Timur.
In dieser Turandot trifft fernöstliche Kultur italienische Arienkunst!
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ÜBBRIGGEBLIEBENE AUSGEREIFTE HALTUNGEN
Bundesstart 06.11.2008
ein Film von Peter Ott
D 2007, Farbe, s/w, 89 Min.
Populär sein, aber sich nicht vereinnahmen lassen - geht das?
ÜBRIGGEBLIEBENE AUSGEREIFTE HALTUNGEN untersucht die Geschichte der Hamburger Band DIE GOLDENEN ZITRONEN. Mit Archivmaterial, Interviews, dokumentarischen Aufnahmen und inszenierten Szenen wird die Biographie eines Projekts rekonstruiert, dessen Geschichte einerseits Brüche in der Performance und andererseits Kontinuitäten in der Haltung charakterisieren. Im Kern geht es um den grundlegenden Widerspruch von politischem Pop überhaupt.
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UNTER STROM
im Vertrieb von 24 Bilder Filmagentur
ein Film von Zoltan Paul
mit Hanno Koffler, Catrin Striebeck, Harald Krassnitzer, Robert Stadlober, Anna Fischer, Tilo Nest, Sunnyi Melles, Ralph Herforth
D 2009, 78 Minuten
Ein frisch geschiedenes, permanent streitendes Ehepaar, ein zu Unrecht verurteilter Kleinganove auf der Flucht, seine von seinem besten Freund schwangere Freundin, genau dieser beste Freund, ein als Geisel genommener Wirtschaftsminister, sein heimlicher Liebhaber (zufälligerweise auch Kriminalkommissar), die unglücklich in ihn verliebte Kollegin - sie alle treffen in der Sommerresidenz des Nicht-Mehr-Ehepaares Trieb aufeinander, wo der Liebhaber der Ehefrau bereits in freudiger Erwartung den Champagner kalt gestellt hat. Umstellt von unkoordinierten Polizeitruppen, ihren eigenen Spannungen hilflos ausgeliefert, stehen alle Beteiligten unter Strom.
Eine Beziehungskomödie über den ewigen Krieg der Geschlechter, eine Kriminalfarce mit hochkarätiger Besetzung, hoher Dialogfrequenz, Wortwitz, rasantem Tempo und stilsicher konstruierten Höhepunkten. Kluge Frauen, verzweifelte Männer in absurden Konstellationen treiben die Handlung voran und die Geschichte mündet nach einer chaotischen Nacht im milden Licht der aufgehenden Sonne in ein nicht mehr für möglich gehaltenes Happy-End.
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VACATIONLAND
ein Film von Todd Verow
USA 200 6, 104 Minuten
Wenn Underground Enfant terrible Todd Verow, der Regisseur von "Frisk" und "Anonymus", seine Jugend verfilmt, kann man sicher sein, dass es etwas anders und frecher zugeht als im herkömmlichen amerikanischen Coming-out-Film.
"Vacationland" nennt sich der US-amerikanische Bundesstaat Maine. Joe will hier nur weg und viel lieber Kunst studieren. Trist lebt er in den Tag hinein, erträgt die wechselnden Prügel-Männer seiner Mutter, himmelt erfolglos seinen Schwarm Andrew an und hat viel lange Weile. Bis er ausgerechnet seinem attraktiven Französischlehrer auf der ortliche Klappe begegnet...
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VERFÜHRUNG VON ENGELN - KURZFILME VON JAN KRÜGER
Kurzfilme von Jan Krüger
D 2000–2007, 70 Minuten, Farbe & sw
In den vier Kurzfilmen von Jan Krüger sind Liebe, Verführung, Beziehungen immer auch ein Spiel um Macht, eine Suche nach Sicherheiten, eine Bewegung zwischen Distanz und Entgrenzung.
Ein Mann, der auf der Suche nach Liebe durch die Großstadt streift, erfährt das genauso wie die beiden Schulfreunde, die sich gegenseitig verführen. Oder das in Hassliebe verbundene Paar, das sich trennt und einen letzten Tango tanzt. Oder der schöne Streuner, der immer selbst das Objekt der Begierde war und plötzlich die Erfahrung macht, wie es ist, wenn jemand mit seiner Liebe spielt.
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WIE LUFT ZUM ATMEN
ein Film von Ruth Olshan
Deutschland 2005, 90 Minuten, Farbe, OmU
WIE LUFT ZUM ATMEN entdeckt die beeindruckende
Musikalität Georgiens und stellt ihre
Bedeutung für dieses Land dar. Denn in den verloren
gegangenen und wieder entdeckten Gesängen
und Tänzen bewahren die Georgier ihre ureigene
Identität und ihre Stärke.
Der Film ist eine musikalische Reise in ein kleines
Land zwischen Asien und Europa, das zu unrecht
zwischen den Grenzen der Kulturen vergessen
wird und das bisher allzu selten mit seiner Schönheit,
seinem Zauber und seiner Vielfältigkeit in
den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten ist.
Wie Luft zum Atmen sei die Musik für sie, meint
eine Protagonistin und man versteht sie sofort.
Denn der Film erzählt auch von den beschränkten
Umständen, in denen die Menschen in Georgien
heute leben.
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WIR WAREN NIEMALS HIER
Ein Film von Antonia Ganz
D 2005, 35 mm, 97 min.
Die Band MUTTER ist ein Phänomen. Ihre Musik ist laut und brachial und im nächsten Moment
zart und flüchtig. Mit ihrem unverwechselbaren Sound prägen sie seit 18 Jahren die deutsche
Musiklandschaft, ohne selbst je berühmt geworden zu sein. Antonia Ganz begleitete die Band auf
ihrer Tournee durch Deutschland und die Schweiz und hat dieses Material mit privaten Super8-
Bilder verflochten. Es ist ein Abtauchen in das Berlin der 80er Jahre, angereichert mit Beiträgen
u.a. von Schorsch Kamerun, Dietrich Diedrichsen und Jörg Buttgereit. WIR WAREN NIEMALS HIER
ist die Geschichte der Band, die Geschichte dieser ungewöhnlichen Musiker, die Geschichte einer
Szene und damit letztlich dieser Republik.
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WITH GILBERT + GEORGE
ein Film von Julian Cole
UK 2007, 104 Minuten, OmU, ab 16 Jahren
Der Filmemacher Julian Cole kennt Gilbert & George, das skurrilste Herrenpaar der Kunstgeschichte, seit über 20 Jahren. Zuerst haben sie ihn gemalt, jetzt hat er einen Film über sie gedreht. So erhält man durch WITH GILBERT & GEORGE zum ersten mal die Möglichkeit, hinter die Selbst-Inszenierung, hinter die ‚lebende Skulptur' des Künstlerpaares zu sehen. Gilbert & George selbst sagen: "Dies hier ist zum ersten Mal die ganze Geschichte über uns."
WITH GILBERT & GEORGE wurde 2008 im Panorama der Internationalen Filmfestspiele Berlin uraufgeführt.
Der deutsche Bundesstart des Films findet zeitgleich zur ersten Berliner Gilbert & George Ausstellung seit 14 Jahren statt ("Jack Freak Pictures", Galerie Arndt & Partner, 13.6.-18.9.2009).
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WILD TIGERS I HAVE KNOWN
Ein Film von Cam Archer, produziert von Gus van Sant
USA 2006, 81 Minuten, OmU
Jeder hasst die Mittelschule. Logan hasst sie besonders.
Der introvertierte 13-Jährige kriegt dort jeden Tag zu
spüren, dass er "anders" ist. Seine Zuflucht sind Tagträume,
in denen wilde Tiere und andere Jungs zu seinen
Gefährten werden. Logan verliebt sich in den coolen
Außenseiter Rodeo, der sich einfach nur langweilt.
Und findet einen Weg, ihn zu seinem Freund zu machen.
Während die Schulkinder Tiger-Parties feiern, wird die
Schule von Berglöwen heimgesucht, die draußen in den
Wäldern leben.
Mit WILD TIGERS I HAVE KNOWN, von Gus van
Sant produziert und beim Sundance Film Festival 2006
uraufgeführt, hat Cam Archer einen faszinierenden
Debütfilm geschaffen. Eine Teenager-Studie mit hypnotischen
Bildern und einem elektrostatisch aufgeladenen
Soundtrack über die Langeweile des normalen Lebens
und die Freiheit der Fantasie.
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WO DER HIMMEL DIE ERDE BERÜHRT
von FRANK MÜLLER
Deutschland 1999, 85 Minuten, OmU
An der alten Seidenstraße im Herzen von Zentralasien liegt das wilde und schöne Land Kirgistan.
Der Film unternimmt eine Reise in dieses Land, in die Heimat von Tschingis Aitmatov und seiner
Figuren, eine Reise in die Welt der alten Schäferin Bübüsch und eine Reise in den Kosmos von
Rysbek, der den ‚Manas‘ – Epos, ein Weltkulturerbe, wie kein anderer erzählen kann.
Hier, wo die unendlich weite Natur das Leben der Menschen noch bestimmt, hier liegt aber auch
das größte Goldvorkommen der Erde. Der Goldabbau reißt tiefe Wunden in das Land. Die Zukunft
wird beweisen müssen, ob es einen Weg zwischen Tradition und Ausbeutung geben kann.
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ZUR FALSCHEN ZEIT AM FALSCHEN ORT
von Tamara Milosevic
Deutschland 2005, 65 min, FarbeOmU
Potzlow, Brandenburg, 450 Einwohner. Im Juli 2002 wurde hier der 17-jährige Marinus von drei
Jugendlichen brutal gefoltert, zu Tode misshandelt und in eine Jauchegrube verscharrt. Die Tat
rückte den kleinen Ort in der Uckermark für kurze Zeit ins mediale Rampenlicht. Matthias war
Marinus Freund und hat seine Leiche ausgegraben. Seitdem ist er traumatisiert und leidet unter
schweren Depressionen. Die Schule hat er - der „Verräter“ - abgebrochen und die nächsten
Monate vor dem Fernseher auf seinem Zimmer verbracht. Nun sucht er einen Neuanfang...
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