alle filme der edition salzgeber
homepage der salzgeber & co medien gmbh
pressematerialien für unsere DVDs
pressematerialien für unsere kinofilme
 

Kontakt:

Verleihbezirke Berlin, Hamburg und Düsseldorf

Jürgen Pohl, pohl@salzgeber.de
Tel: +49 30 285 290 22

Verleihbezirke Frankfurt und München
Hermann Lorsbach, lorsbach@salzgeber.de
Tel: +49 30 285 290 25


>> Unseren kompletten Verleihkatalog finden Sie hier!

 
 

Suchmaske (Verfügbar, sobald Seite komplett geladen wurde)
 
UNSERE AKTUELLE KINOSTARTS
 
 
PLEIN SUD
im Panorama der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin



>> Termine



 
DANIEL SCHMID - LE CHAT QUI PENSE
im Panorama der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin



>> Pressedownloads
>> Termine



 
KINSHASA SYMPHONY
60. Internationalen Filmfestspiele Berlin, Berlinale Special



>> Pressedownloads
>> Termine



 
ICH, TOMEK
Bundesstart 10.06.2010

ein Film von Robert Glinski
mit Filip Kulej, Anna Kulej, Daniel Furmaniak und Rolf Hoppe

PL/D 2009, 94 Minuten, DF

Prädikat: Besonders wertvoll

Tomek lebt in Gubin an der deutsch-polnischen Grenze. Er liebt die Sterne. Statt bei seinem Vater in der Fußballmannschaft zu trainieren, verbringt er seine Zeit lieber mit dem pensionierten deutschen Lehrer Herr Weber, der in einem ehemaligen Grenzturm eine Sternwarte einrichten will. Was noch fehlt, ist ein Teleskop, viel mehr das Geld dafür. Als Tomek Marta kennenlernt, so alt wie er und um einiges abgeklärter, werden die Sterne nebensächlich. Es wird wichtig, sich gut zu kleiden, hip zu sein. In der Disko "La Strada" gerät Tomek an den Zuhälter Borys und in einen Teufelskreis aus Prostitution und Gewalt, aus der es bald schon kein Entkommen mehr für ihn gibt. Er prostituiert sich, wird selbst zum Zuhälter und schreckt nicht davor zurück, seinen besten Freund Ciemny zum Anschaffen zu schicken. Wird Tomek den Absprung schaffen?

ICH, TOMEK ist ein höchst engagierter Gegenwartsstoff, der vom Verlust der Unschuld, vom Reiz des schnellen Geldes, von Liebe und Gefahr erzählt. ICH, TOMEK ist im spannungsgeladenen Milieu von Jugendlichen im deutsch-polnischen Grenzgebiet angesiedelt. Sie leben in drastischen Verhältnissen, doch mit den deutschen Sextouristen haben sie den Überfluß stets vor Augen. Aus dieser Konstellation entsteht eine existentielle Geschichte, die universell für eine junge, europäische Generation auf der Suche nach Identität, Liebe und Wohlstand steht.

Begründung der FBW:

Tomek lebt in einer tristen Welt an der deutsch-polnischen Grenze. Um seiner Freundin ihre Träume vom westlichen Luxus zu erfüllen und aus den beengten Familienverhältnissen auszubrechen, rutscht Tomek in die Illegalität ab. Zuerst mit Handlangerjobs doch schon bald durch das verlockend schnelle Geld mit Prostitution. Aus dem begeisterungsfähigen, aufgewecktem Jungen entwickelt sich ein erschreckend berechnender Zuhälter. Die realistische Geschichte über den Umgang mit "der Ware Mensch" weiß in knappen Bildern mit überzeugenden Charakteren zu fesseln. Selten wurde die Sogwirkung in den kriminellen Abgrund und die sexuelle Verwahrlosung so schonungslos dargestellt. Ein begrüßenswerter Beitrag!



>> Termine



 
DU SOLLST NICHT LIEBEN
(Einaym Pkuhot / Eyes Wide Open)
Bundesstart 20.05.2010

ein Film von Haim Tabakman
nach dem Buch von Merav Doster
mit Zohar Strauss, Ran Danker, Tinkerbell, Tzahi Grad, Isaac Sharry

ISR/FR/D 2009, 90 Minuten, DF und OmU

Aaron ist ein angesehener Fleischer in der ultra-orthodoxen jüdischen Gemeinde in Jerusalem. Der Ehemann und Vater von vier Kindern gerät in eine tiefe Krise, als er sich in Ezri verliebt - einen 22-jährigen Studenten, der ihm in seinem Geschäft aushilft. Zunächst begreift er seine Gefühle als religiöse Herausforderung, doch als beide Männer schließlich ihrer Leidenschaft nachgeben, wächst der Druck der Gemeinde auf Aaron. Da er keinen Weg sieht, seine Gefühle mit den religiösen Regeln in Einklang zu bringen, fasst er einen radikalen Entschluss.

Haim Tabakmans erster Spielfilm berührt ein Tabu - Homosexualität im ultraorthodoxen Judentum. Nach der Uraufführung von DU SOLLST NICHT LIEBEN in der Reihe UN CERTAIN REGARD beim Festival de Cannes reagierte die internationale Presse (u.a. sämtliche großen Tageszeitungen in Frankreich) begeistert, stellte die Zurückhaltung und inszenatorische Strenge des Films heraus und verglich die emotionale Kraft einer Liebesgeschichte in einer feindlichen Umwelt mit Ang Lees BROKEBACK MOUNTAIN.

>> Pressedownloads
>> Termine



 
BERLIN - STETTIN
Bundesstart 28.01.2010

ein Film von Volker Koepp
D 2009, 110 Minuten, Farbe und s/w

Der Dokumentarfilm-Regisseur Volker Koepp wurde 1944 in Stettin geboren und wuchs in Berlin-Karlshorst auf. Zwischen diesen beiden Städten, zwischen Elbe und Oder, hat er immer wieder Menschen getroffen und Orte gefunden, die er zu Hauptdarstellern seiner Filme gemacht hat. In BERLIN - STETTIN zieht es ihn zurück in seine früheren Lebenslandschaften. Seine eigene Biografie überlagert sich mit der Biografie seiner wiedergefundenen Protagonisten, mit der Geschichte dieses Landstrichs. Und wieder findet er neue Menschen und Landschaften, neue Themen und einen neuen Ansatz, sie zu erzählen.

Eins zwei drei vier fünf sechs sieben,
wo ist denn mein Schatz geblieben?
In Berlin, im Stettin,
wo die Rosen zweimal blühn.
Jungen schlafen in Rattenecken,
Mädchen schlafen in seidnen Bettchen.
Jungen tragen Rattenschwänze,
Mädchen tragen Lorbeerkränze,
Mädchen kommen auf den Ball,
Jungen in den Schweinestall.


(Kindervers)

"Berlin - Stettin" war ein Kinderspiel, das Volker Koepp mit Freunden nach dem Krieg in Berlin-Karlshorst spielte. Der Name des Spiels war einprägsam, er ging ihm nie ganz aus dem Kopf. Erst später wurde ihm bewusst, dass sich mit den beiden Städtenamen eigene wichtige Lebensorte verbanden: der Geburtsort Stettin (heute das polnische "Szczecin"), Berlin als Ort der Kindheit, die Landschaft dazwischen als Drehort vieler Filme: Brandenburg, Mecklenburg, Pommern.

>> Pressedownloads
>> Termine
>> Trailer



 
OSCAR NIEMEYER - DAS LEBEN IST EIN HAUCH
Bundesstart 14.01.2010

ein Film von Fabiano Maciel und Sacha
Musik von João Donato
Mit Oscar Niemeyer, Bruno Contarini, Carlos Heitor Cony, Chico Buarque, Eduardo
Galeano, Eric Hobsbawn, Ferreira Gullar, Ítalo Campofiorito, José Saramago, Mario Soares und Nelson Pereira dos Santos

BR 2007, 85 Minuten, OmU

Oscar Niemeyer ist der letzte noch lebende Vertreter der klassischen Architektur-Moderne des letzten Jahrhunderts. Entstanden 2007 zu seinem 100. Geburtstag lässt der Dokumentarfilm OSCAR NIEMEYER - DAS LEBEN IST EIN HAUCH den Stararchitekten selbst die Geschichte seiner großen Bauprojekte erzählen.

In der modernen Architektur hat Oscar Niemeyer revolutionäre Veränderungen initiiert - seine Erweiterungen der Baupraxis u.a. durch die Verwendung von Stahlbeton sind legendär. Außerdem ist der Architekt auch mit über hundert Jahren immer noch eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen seines Landes, ein Künstler, der sich zeitlebens für die Verbesserung des menschlichen Zusammenlebens engagiert hat. Seine Bauten repräsentieren weltweit die Kultur Brasiliens - und sind selbst maßgeblich durch das brasilianische Volk und die brasilianische Landschaft geprägt.

Der in über zehnjähriger Arbeit entstandene Dokumentarfilm besucht die verschiedenen Stationen der Karriere von Oscar Niemeyer, folgt der Spur seiner Bauwerke von Rio und Belo Horizonte über São Paulo, Paris, bis nach New York und Niterói. Und er besucht natürlich auch die brasilianische Hauptstadt Brasília, die nach Niemeyers Plänen zwischen 1956 und 1960 im bis dahin kaum erschlossenen brasilianischen Hinterland entstand.

Das Bauhaus nannte Niemeyer ein starres "Paradies der Mittelmäßigkeit". Er hielt es eher mit seinem Lehrer Le Corbusier, der Architektur als Erfindung definierte. Die Funktion sollte der immer wieder neuen, überraschenden Form folgen und nicht umgekehrt. Einfach, klug, direkt und schelmisch gibt Niemeyer seine Lebens- und Arbeitsweisheiten preis und lobt die Kurve als vollkommene architektonische Form.

"Ich bin wie einer dieser alten Pessimisten. Ich glaube, dass das Leben nur einen kurzen Augenblick währt. Der einzelne Mensch ist nicht wichtig, er wird geboren und stirbt. Er muss seinen Blick zum Himmel erheben und fühlen, wie klein er ist, er muss bescheiden sein und wissen, das nichts wirklich wichtig ist. Das Leben ist ein Hauch, nur ein kurzer Augenblick." (Oscar Niemeyer)

>> Pressedownloads
>> Termine
>> Trailer

 
DAS FISCHKIND (El Niño Pez)
Bundesstart 07.01.2010

ein Film von Lucía Puenzo
mit Inés Efron, Mariela Vitale, Carlos Bardem

AR, ES, FR 2009, 96 Minuten, spOmdtU

Lala, ein Mädchen aus dem reichen Vorortviertel von Buenos Aires, hat eine Liebesbeziehung zu Guayi, dem 20 Jahre alten Hausmädchen der Familie. Sie träumen davon, zusammen nach Paraguay abzuhauen, in Guayis Heimat am Ufer des Ypoá-Sees. Der Mord an Lalas Vater kommt ihnen dazwischen.

Eine Flucht beginnt, über den Highway, der den Norden von Buenos Aires mit Paraguay verbindet. Während Guayi in einem Kinderheim festgehalten wird, wartet Lala in Ypoá auf ihre Freundin. Gerüchte sind dort über sie im Umlauf, von einer Schwangerschaft und der Legende eines Fischkindes, das die Ertrunkenen zum Grund des Sees führt. Ein Verbrechen kommt ans Tageslicht, das Guayi seit langem geheim hielt...

"Ein furchtbar hässlicher Hund, vollgepumpt mit Drogen, erzählt, wie zwei junge Mädchen aus Liebe zu Mörderinnen werden. Ein frecher, temporeicher, magischer Roman - THELMA UND LOUISE auf Argentinisch!" … heißt es in der deutschen Verlagsankündigung zu Lucía Puenzos Buch "Das Fischkind", das die argentinische Zeitung "Página 12" mit den Worten lobt: "Während der Lektüre wähnt man sich fast unweigerlich in einem Film." Es ist also nicht verwunderlich, dass die Autorin nach dem Erfolg ihres Filmdebüts XXY den eigenen Stoff für ihre zweite Regiearbeit gewählt hat.

>> Pressedownloads
>> Termine
>> Trailer

 
ALICE IN WONDERLAND
Classica-im-Kinostart 06.12.2009

Münchner Opernfestspiele
D 2007, 123 Minuten, eOmU

Zu Weihnachten gibt es einen großen Klassiker der Jugendliteratur, von Ligeti-Schülerin und Schönberg-Preisträgerin Unsuk Chin in eine aufregende zeitgenössische Oper verwandelt.

Welturaufführung und Triumph der Fantasie! Die zunächst biedere Alice folgt ihren Träumen. Dort begegnet sie einem Kaninchen mit Weste und Taschenuhr, das sie durch ein Wunderland führt. Hier staunt Alice, hier lernt sie und - von hier kehrt sie reicher in die Realität zurück. Die Lehre dieses Märchens: Wir alle sollten viel mehr weißen Kaninchen folgen!

Moderne Musik, die ins Ohr geht! Moderne Oper - verführend, bezaubernd, sinnlich - und gar nicht verkopft. Kent Nagano dirigiert. Die märchenhafte Regie und das Bühnenbild stammen von Achim Freyer ("ebenso poetisch und farbenprall wie die Musik!", fanden die Stuttgarter Nachrichten). Nur weiße Kaninchen führen besser durchs Wunderland. Und dann gibt es noch die überragende Dame Gwyneth Jones als ‚Königin der Herzen': "Überwältigend wie ein Naturereignis! Dieser Auftritt ist unbestreitbar der Glanz- und Höhepunkt in der mit Sängerwundern und Wunderbildern nicht eben geizenden Eröffnungsproduktion der Münchner Opernfestspiele." (FAZ)

>> www.classica-im-kino.de
>> Termine


 
UNTER STROM
Bundesstart 10.12.2009

im Vertrieb von 24 Bilder Filmagentur

ein Film von Zoltan Paul
mit Hanno Koffler, Catrin Striebeck, Harald Krassnitzer, Robert Stadlober, Anna Fischer, Tilo Nest, Sunnyi Melles, Ralph Herforth
D 2009, 78 Minuten

Ein frisch geschiedenes, permanent streitendes Ehepaar, ein zu Unrecht verurteilter Kleinganove auf der Flucht, seine von seinem besten Freund schwangere Freundin, genau dieser beste Freund, ein als Geisel genommener Wirtschaftsminister, sein heimlicher Liebhaber (zufälligerweise auch Kriminalkommissar), die unglücklich in ihn verliebte Kollegin - sie alle treffen in der Sommerresidenz des Nicht-Mehr-Ehepaares Trieb aufeinander, wo der Liebhaber der Ehefrau bereits in freudiger Erwartung den Champagner kalt gestellt hat. Umstellt von unkoordinierten Polizeitruppen, ihren eigenen Spannungen hilflos ausgeliefert, stehen alle Beteiligten unter Strom.

Eine Beziehungskomödie über den ewigen Krieg der Geschlechter, eine Kriminalfarce mit hochkarätiger Besetzung, hoher Dialogfrequenz, Wortwitz, rasantem Tempo und stilsicher konstruierten Höhepunkten. Kluge Frauen, verzweifelte Männer in absurden Konstellationen treiben die Handlung voran und die Geschichte mündet nach einer chaotischen Nacht im milden Licht der aufgehenden Sonne in ein nicht mehr für möglich gehaltenes Happy-End.

>> Pressedownloads
>> Zur offiziellen Filmseite
>> Termine


 
EMMA & MARIE (Je te mangerai)
Bundesstart 03.12.2009

ein Film von Sophie Laloy
F 2008, 95 Minuten, OmU

Marie zieht vom Land zu ihrer alten Schulfreundin nach Lyon, um am Konservatorium Klavier zu studieren. Die geheimnisvolle Emma übt auf sie eine große Faszination aus. Als sie ihr Avancen macht, lässt sich Marie darauf ein und verliert darüber die Kontrolle über ihr Studium. In der riesigen Wohnung von Emmas abwesender Mutter entbrennt zwischen den beiden Frauen ein Zweikampf zwischen Anziehung und Abstoßung, der für eine der beiden in einer Katastrophe endet.

EMMA UND MARIE ist das Regiedebüt von Sophie Laloy, dass sich kunstvoll und hintergründig zwischen Psychothriller und der Geschichte einer Amour fou bewegt. Die beiden Freundinnen werden großartig verkörpert von Schauspielstar Isild Le Besco (SADE, DIE UNSANFTE) und Newcomerin Judith Davis. In den Nebenrollen treten u.a. Johan Libéreau (DOUCHES FROIDES, LES TEMOINS) und Edith Scob (LES YEUX SANS VISAGE, VIDOCQ) auf.

>> Pressedownloads
>> Termine
>> Trailer


 
HERRENKINDER
Bundesstart 03.12.2009

ein Film von Eduard Erne und Christian Schneider
Mitwirkende: Werner Gusted, Hellmuth Karasek, Marva Karrer, Jakob Krovoza, Philipp Krovoza, Joachim Carlos Martini, Harald Ofner, Erwin Schuppe, Irmela Schuppe, Herman Schuppe, Helke Grosse, Marianne Schuppe, Theo Sommer.
D 2009, 95 Minuten

In den "nationalpolitischen Erziehungsanstalten" (NPEA, im Volksmund "Napola" genannt) sollte die künftige zivile Führungsschicht des Nationalsozialismus herangebildet werden. Viele ehemalige Napola-Schüler bekleiden heute wichtige Posten in Wirtschaft, Politik und Kultur. Der ehemalige Herausgeber der ZEIT, Theo Sommer, der Literaturkritiker Hellmuth Karasek, der Dirigent Joachim Carlos Martini, der ehemalige Justizminister Österreichs Harald Ofner - sie alle waren auf NS-Ausleseschulen. Der Dokumentarfilm von Eduard Erne und Christian Schneider erzählt das NAPOLA-Thema als Generationsgeschichte. Er fragt nicht nur, was aus den Schülern von damals geworden ist, sondern auch, wie sich deren Erziehung auf die ihrer Kinder und Kindeskinder ausgewirkt hat.

>> Pressedownloads
>> Termine


 
OTELLO
Classica-im-Kinostart 01.11.2009

Salzburger Festspiele 2008
D/A 2008, 142 Minuten, ita.OmU

Auf der einen Seite expressive Oper, auf der anderen intimes Drama. In seinem Kern macht Verdis OTELLO zwei zerstörerische Emotionen sichtbar: Eifersucht und Neid. In diese Fallstricke der menschlichen Seele verfangen sich drei Außenseiter der Venezianischen Gesellschaft: Otello, Desdemona und Jago. In einer Welt voller Selbstzweifel, Begierden und Verletzbarkeit sind sich die drei Protagonisten bis zum tödlichen Ende ausgeliefert. Den unaufhaltsamen Sog ins Verderben vollzieht Verdis Musik bis ins Kleinste nach. Sie offenbart die Abgründe egoistischen Denkens, die Abhängigkeit des Individuums von der Anerkennung und seine Angst vor Einsamkeit und Tod.

Die Neuinszenierung der Salzburger Festspiele in Koproduktion mit dem Teatro dell'Opera di Roma wird von Stephen Langridge in Szene gesetzt. Seit den 90er Jahren hat sich der britische Regisseur mit zahlreichen außergewöhnlichen Arbeiten an internationalen Bühnen einen Namen geschaffen. Seine OTELLO-Interpretation zeugt von einem "aufgeklärten Realismus" (Welt), bleibt durchaus im Rahmen der klassischen Inszenierungsmuster und findet dabei immer wieder präzise Bilder für die Außenseiterposition des Helden und die tragische Dimension seiner Liebe.

Die eigentliche Sensation der letzten Salzburger Festspiele aber war die junge Marina Poplavskaya in der Rolle der Desdemona: "Ein Timbre wie Seide, Champagner und Sandpapier zusammen, eine große lyrisch-dramatische Sopranistin!" schrieb der Tagesspiegel. Ihr Partner ist der lettische Newcomer Aleksandrs Antonenko. Er kombiniert eine faszinierende Bühnenpräsenz mit einer großen Leichtigkeit im Timbre, das seinem Otello eine jugendliche Note verleiht.

>> Termine
>> www.classica-im-kino.de


 
DON GIOVANNI
Classica-im-Kinostart 04.10.2009

Salzburger Festspiele 2008
D/A 2008, 180 Minuten, ita.OmU

Im Wald leben die wilden Tiere, verstecken sich die Räuber und liegen dunkle Geheimnisse verborgen. Und steht dieser Wald im Salzburger Haus für Mozart, dann bietet er auch Zuflucht für einen berüchtigten Frauenverführer und seinen zwielichtigen Komplizen. Hier, im dichten, von Regisseur Claus Guth angelegten Wald ist der wilde Macho Don Giovanni zuhause, der mit Leporello zusammen die Damen mit seiner gefährlichen Ausstrahlung ins Dunkel lockt.

In dieser fast filmischen Salzburger Produktion scheinen alle Charaktere aus Mozarts realistischster Oper eine Geschichte von vereitelter Liebe und Frustration mit sich herumzutragen. Todessehnsucht oder Hoffnung treiben sie alle in den wie verzauberten Wald.

Christopher Maltman als Don Giovanni ist eine Entdeckung. Ein Verführer mit großer physischer Präsenz und einem vollen Bariton-Ton, der Unglück über die Frauen und schließlich auch sich selbst bringt. Daneben darf die Gesangs- und Schaupielleistung des uruguayanischen Tenors Erwin Schrott als Sensation dieser Mozartproduktion gelten, wie nicht nur DIE WELT festgestellt hat.

In den Rollen der verführten Damen glänzen Annette Dasch, Dorothea Röschmann und Ekaterina Siurina. Die Wiener Philharmoniker spielen unter Bertrand de Billy mit gewohntem Esprit und frischem Schwung. Diesen Don Giovanni muss man gesehen und gehört haben!

>> Termine
>> www.classica-im-kino.de


 
ANDULA - BESUCH IN EINEM ANDEREN LEBEN
Bundesstart 01.10.2009

ein Film von Fred Breinersdorfer und Anne Worst
mit Hannah Herzsprung
D 2008, 90 Minuten

Im Sommer 1942 spielt die beliebte tschechische Volksschauspielerin Anna Letenska um ihr Leben. Ihr Ehemann, der indirekten Mitwirkung am Attentat auf Reinhard Heydrich beschuldigt, befindet sich bereits in Haft und ‚Andula' weiß nicht, was mit ihr passiert, sobald die letzte Klappe der kriegswichtigen Komödie "Ich komme gleich" gefallen ist. Ihre Angst ist berechtigt - nur wenig später wird sie im Todeskeller des KZs Mauthausen ermordet. Ein Schicksal unter vielen.

Hannah Herzsprung erzählt im Dokumentarfilm von Fred Breinersdorfer und Anne Worst das Leben der Schauspielerin und folgt ihren Spuren in Prag, Theresienstadt und Mauthausen. Für die Rekonstruktion dieser kaum bekannten Episode den Naziterrors in Tschechien haben die Regisseure Zeitzeugen wie Jiri Letensk, den Sohn von Andula, Regisseur Otakar Vávra, Schauspielkollegin Zita Kabátová und Ivan M. Havel, den Neffen des Filmtycoons Milos und Bruder des tschechischen Ex-Präsidenten Václav Havel, befragen können.

>> Termine
>> Pressedownloads



 
GESICHT ZUR WAND
Bundesstart im Herbst 2009

ein Film von Stefan Weinert
mit Anne K., Catharina M., Mario R., Andreas B. und Lothar R.
D 2009, 85 Minuten , ohne Altersbeschränkung

In Stefan Weinerts angemessen zurückhaltendem und berührendem Dokumentarfilm erzählen fünf Menschen, die versucht haben, aus der DDR zu fliehen, von ihren Beweggründen, von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Staatssicherheit der DDR, von der Inhaftierung, den Haftbedingungen und dem Leben danach. Sie sind zum Teil bis heute damit beschäftigt, dieses Trauma zu verarbeiten.

Allgegenwärtige Bespitzelung, Verdächtigungen, Manipulationen der Familie und des Freundeskreises. "Man lernt schon als Kind, zwei Rollen zu spielen". Manchmal steigert sich der Druck, dass man es nervlich nicht mehr aushält. Manchmal gab es keinen anderen Weg mehr als den Versuch der Flucht.

Fünf Erzählungen, die für die Erfahrungen von insgesamt 72.000 inhaftierten ‚Republikflüchtlingen' stehen, in denen sich die unmenschlichen Methoden der DDR-Staatssicherheit enthüllen. Voller Anteilnahme lässt der Film seinen Protagonisten Zeit, nur wenige Bilder lenken im ruhigen Rhythmus des Erzählten von den persönlichen Erinnerungen ab, lassen hier und da die Möglichkeiten zum Luftholen und Durchatmen - zwischen all den ungeheuerlichen Dingen, die zur Sprache kommen.

>> Pressedownloads
>> Termine
>> Trailer


 
ROMEO ET JULIETTE
Classica-im-Kinostart 06.09.2009

Von den Salzburger Festspielen 2008!
D/A 2008; ca. 170 Minuten; Französisch mit deutschen Untertiteln

Die Erwartungen waren riesengroß. Schon lange vor der Premiere galt die Neuinszenierung von Charles Gounods "Romeo et Juliette" als "das Ereignis" bei den Salzburger Festspielen 2008.

Am Ende hielt die dritte Opernproduktion des Musikfestes an der Salzach alles, was Festspielintendant Jürgen Flimm versprochen hatte. Der US-amerikanische Musical-Regisseur Bartlett Sher lieferte eine zu jedem Zeitpunkt mitreißende Inszenierung, und das Salzburger Mozarteum-Orchester unter dem kanadischen Dirigenten Yannick Nezet-Seguin schuf mit leidenschaftlichem, aber nie unkontrollierten Spiel die Grundlage für eine bemerkenswerte Opernaufführung, an deren Erfolg natürlich auch die Sängerstars in den Titelrollen entscheidenden Anteil hatten.

Der wiedergenesene Rolando Villazon sang und spielte durchgehend auf hohem und höchstem Niveau. Und mit der jungen Georgierin Nino Machaidze bot die Festspielleitung eine "Julia", die weit mehr war, als nur ein Ersatz für die schwangere Anna Netrebko. Machaidze, die in Mailand studiert hat, begeisterte mit ihrer Stimme und ihrem schauspielerischen Talent das Premierenpublikum und überzeugte die Kritik." (dpa)

>> Pressedownloads
>> Termine
>> www.classica-im-kino.de


 
ANNA & EDITH
Bundesstart: 03.09.2009

ein Film von Gerrit Neuhaus
nach dem Drehbuch von Cillie Rentmeister und Cristina Perincioli
mit Barbara Stanek und Karin Siefart
D 1975, 80 Minuten, ohne Altersbeschränkung

Anna und Edith sind Kolleginnen in einer Versicherungsanstalt. Der Chef brüstet sich mit den Arbeitserfolgen der Frauen, Annas Mann hätte es lieber, wenn Sie zuhause bliebe. Anna und Edith kommen sich näher und werden ein Paar. Aber es bleibt nicht nur bei romantischen Ausflügen ins Grüne - Anna und Edith wollen zusammen mit ihren Kolleginnen für bessere Arbeitsbedingungen sorgen!

Der erste deutsche Fernsehfilm über eine lesbische Liebe wurde von Cillie Rentmeister und Cristina Perincioli konzipiert und von Gerrit Neuhaus inszeniert. ANNA & EDITH war die erste Fernsehproduktion von Regina Ziegler.

>> Pressedownloads
>> Termine
>> Trailer


 
MEMELLAND
Bundesstart 27.08.2009

ein Film von Volker Koepp
D 2008, 88 Minuten, OmU, ohne Altersbeschränkung

Mit dem Film "Memelland" bereist Volker Koepp das litauische Ufer des großen östlichen Stroms. Die Menschen im Film nennen ihre Gegend auch "Klein-Litauen". Sie erzählen von ihrem Leben in dieser Grenzregion, vom Ende des Krieges und der Zeit, in der Litauen zur Sowjetunion gehörte, und von der Gegenwart. Und sie berichten von der einzigartigen Natur, die sie umgibt, am Strom und am Haff.

Volker Koepp und seinen Kameramann Thomas Plenert zog es in den letzten anderthalb Jahrzehnten immer wieder in die früher zu Ostpreußen gehörenden Landschaften. "Kalte Heimat" (1995), "Die Gilge" (1999) oder "Kurische Nehrung" (2000) etwa entstanden vor allem im Kaliningrader/Königsberger Gebiet, der russischen Exklave, die heute von Polen und Litauen umgeben ist. Die Grenze zwischen der Exklave und Litauen bildet in der Gegenwart über einhundert Kilometer der Oberlauf der Memel, die dann ein Delta bildet und in das Kurische Haff fließt. Die Niederungslandschaften beiderseits des Flusses nannte man früher auch "Preußisch-Litauen". Dort lebten seit jeher Deutsche und Litauer.
>> Pressedownloads
>> Termine


 
WITH GILBERT + GEORGE
Bundesstart 30.07.2009

ein Film von Julian Cole
UK 2007, 104 Minuten, OmU, ab 16 Jahren

Der Filmemacher Julian Cole kennt Gilbert & George, das skurrilste Herrenpaar der Kunstgeschichte, seit über 20 Jahren. Zuerst haben sie ihn gemalt, jetzt hat er einen Film über sie gedreht. So erhält man durch WITH GILBERT & GEORGE zum ersten mal die Möglichkeit, hinter die Selbst-Inszenierung, hinter die ‚lebende Skulptur' des Künstlerpaares zu sehen. Gilbert & George selbst sagen: "Dies hier ist zum ersten Mal die ganze Geschichte über uns."

WITH GILBERT & GEORGE wurde 2008 im Panorama der Internationalen Filmfestspiele Berlin uraufgeführt.

Der deutsche Bundesstart des Films findet zeitgleich zur ersten Berliner Gilbert & George Ausstellung seit 14 Jahren statt ("Jack Freak Pictures", Galerie Arndt & Partner, 13.6.-18.9.2009).

>> Pressedownloads
>> Termine
>> Trailer


 
SCHATTENWELT
Bundesstart 25.6.2009

ein Film von Connie Walther
mit Franziska Petri, Ulrich Noethen, Tatja Seibt, Uwe Kokisch, Christoph Bach, Eva Mattes
D 2008, 93 Minuten, ab 12 Jahren

Nach über zwanzig Jahren wird Widmer, ein früheres Mitglieder der RAF, aus dem Gefängnis entlassen. Er bezieht eine neue Wohnung lernt seine junge Nachbarin Valerie kennen. Sie interessiert sich für den Einzelgänger. Und bald wird auch deutlich warum: ihr Vater kam bei einem Anschlag der RAF ums Leben...

SCHATTENWELT greift mit dem Thema des RAF-Terrorismus ein immer noch virulentes Kapitel der deutschen Geschichte auf. Regisseurin Connie Walther (12 heißt: Ich liebe dich) und Autor Uli Herrmann konzentrieren sich dabei auf die Perspektive der Opfer, die es auf beiden Seiten gab: in den Familien der Ermordeten wie in den Familien der Täter. So ist SCHATTENWELT weniger eine Geschichte über die RAF, sondern vor allem ein Film über das, was Gewalt - über Generationen hinweg - anrichtet.

>> Pressedownloads
>> Zur offiziellen Filmseite
>> Termine
>> Trailer



 
DRIFTER
Bundesstart 11.6.2009

ein Film von Sebastian Heidinger
D 2007, 81 Minuten, ab 12 Jahren

30 Jahre nach "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo": Aileen (16), Angel (23) und Daniel (25) haben sich in die Anonymität der Großtadt Berlin geflüchtet. Ihr Aktionsraum ist die Gegend um den Bahnhof Zoo. Sie müssen sich täglich das Geld für ihre Drogensucht beschaffen und kommen in Notunterkünften, bei Bekannten oder bei Stammfreiern unter. Sie haben Sehnsüchte und Wünsche und für ihr Leben einen vagen Plan, aber es bleibt eine Baustelle, so wie die Welt, in der sie sich laufend neu zurechtfinden müssen: eine Welt der Übergänge und Zwischenräume, der Straßen, Nischen und Geschäfte, wo Körper wenig zählen, Freundschaften dafür umso mehr. Sebastian Heidingers Debütfilm wirft einen klaren, ungeschönten, aber keineswegs sensationsgierigen Blicke auf die heutigen Kinder vom Bahnhof Zoo.

Auszeichnungen:
DIALOGUE EN PERSPECTIVE (Berlinale 2008)
Nominiert für den FIRST STEPS AWARD 2008

>> Pressedownloads
>> Termine
>> Trailer

 
DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG
Bundesstart 7.6.2009

Aus der Wiener Staatsoper
D/A 2008, 273 Minuten, DF

Der junge Ritter Walther von Stolzing hat sich in die Goldschmiedtochter Eva Pogner verliebt. Sie soll dem Sieger des Preissingens der Meistersinger zugesprochen werden. Walther will sich deshalb am Wettsingen beteiligen, aber sein Lied entspricht nicht den strengen Meisterregeln. Der Schuster Hans Sachs beschließt, dem Liebespaar zu helfen.

Es entwickelt sich ein Kampf zwischen den Verfechtern der musikalischen Traditionen.

Für diese Neueinstudierung von Richard Wagners MEISTERSINGERN kehrte Christian Thielemann an das Dirigentenpult der Wiener Staatsoper zurück und stellte erneut seinen Ruf als einer der bedeutendsten Wagner-Dirigenten unserer Zeit unter Beweis. Mit genau dieser Oper hatte Thielemann im Jahr 2000 bei den Bayreuther Festspielen triumphal debütiert, wo er seither zu den von Presse und Publikum gefeierten musikalischen Qualitätsgaranten zählt.

"Thielemann, der buchstäbliche Klangregisseur, ist heute ein konkurrenzloser Wagner-Zauberer. Streicher und Blechbläser in Höchstform, mit betörenden Lyrismen im Piano und von federnder, immer noch schlanker Wucht im Fortissimo. Der stürmische Jubel zur Begrüßung Thielemanns erreicht sechs Stunden danach Orkanstärke. Die Bühne dominierten Struckmanns Hans Sachs und Adrian Eröd als Sixtus Beckmesser. Ein denkwürdiges Debüt, wunderbar gesungen und - ganz gegen das Klischee der Figur - verkörpert. Von Struckmanns Sachs, von seiner kraftvollen und zugleich allerfeinsten Charakterisierungskunst, lässt sich nur schwärmen. Ein Fest der Sinne!" (Welt)

>> Pressedownloads
>> www.classica-im-kino.de


 
RÜCKENWIND
Bundesstart 4.6.2009

ein Film von Jan Krüger
mit Sebastian Schlecht, Eric Golub, Iris Minich, Denis Alevi
D 2009, 75 Minuten

Auf einem Ausflug in die Wälder Brandenburgs gehen zwei junge Männer Schritt für Schritt verloren. Dafür finden sie einander - ihre Körper und ihre Phantasien.

Als Road-Movie, in deren Mittelpunkt eine schwule Beziehung steht, lässt sich Jan Krügers zweiter Langfilm nach UNTERWEGS charakterisieren. Die Musik stammt vom Berliner Duo Tarwater.

>> Pressedownloads

 
TURANDOT
CLASSICA-IM-KINO-Start 3.5.2009

Aus dem Palau de les Arts 'Reina Sofía', Valencia
E/D 2008, 120 Minuten, ital.OmU

Ob es an seiner phänomenalen Akustik liegt oder an der atemberaubenden Architektur - die an sich schon ein Kunstwerk ist -: Valencias spektakulärer Opernneubau Palau de les Arts "Reina Sofía" von Santiago Calatrava scheint musikalische Höhepunkte geradezu zu provozieren.

Der international gefeierte Filmregisseur Chen Kaige (1993 Gewinner der Goldenen Palme in Cannes für LEBEWOHL MEINE KONKUBINE) entwarf einen verschwenderischen Bilderreigen zur märchenhaften Geschichte der chinesischen Prinzessin Turandot, die ihre Hochzeitskandidaten umbringen lässt, wenn sie ihre drei Rätsel nicht lösen können. Mit einer Überfülle an prunkvollen Kostümen und Palastbühnenbildern, die vorab in China entworfen und hergestellt wurden, setzt Chens Inszenierung einen authentischen Akzent angesichts der exotischen Klangfarben, mit denen Puccini seine letzte Oper versetzt hat. "Ich hoffe, dass diese TURANDOT dem Publikum einige Aspekte der chinesischen Kultur nahe bringt", gab Chen Kaige vorab bekannt.

Während Zubin Mehta und sein technisch brillantes Orquestra de la Comunitat "ein wahres Klangfeuerwerk" (Wiener Zeitung) entbrennen, triumphiert Maria Guleghina als grausame Prinzessin Turandot mit einer überraschenden stimmlichen Wärme, die wunderbar mit ihrer eiskalten Ausstrahlung kontrastiert. Als Calaf erinnert Marco Berti, vor allem in seinem herzzerreißenden NESSUN DORMA! (der berühmtesten Tenor-Arie der Operngeschichte) an Pavarotti in seinen Glanzzeiten. Diesem Niveau entsprechen auch die Sänger und Sängerinnen der Nebenrollen, vor allem Alexia Voulgardiou als Liù und Alexander Tsymbalyuk als Timur.

In dieser Turandot trifft fernöstliche Kultur italienische Arienkunst!

>> www.classica-im-kino.de


 
GHOSTED
Bundesstart 30.4.2009

ein Film von Monika Treut
Mit Inga Busch, Huan-Ru Ke, Ting-Ting Hu
D/Taiwan 2009, 89 Minuten, dt./engl./chin. Omdt.U

Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen zwei Welten: Die Hamburger Künstlerin Sophie reist nach Taiwan, um den plötzlichen, ungeklärten Tod ihrer Geliebten Ai-ling zu verarbeiten. In Taipeh heftet sich eine Journalistin an ihre Fersen, die von Ai-lings Schicksal besessen scheint. Gleichzeitig setzt die geheimnisvolle Fremde alles daran, Sophie zu verführen…

>> Pressedownloads
>> Zur offiziellen Filmseite

 
HARLAN - Im Schatten von Jud Süß
Bundesstart 23.4.2009

ein Film von Felix Moeller
D 2008, 100 Minuten

Der Name von Veit Harlan, Filmregisseur in den Diensten von Joseph Goebbels, ist vor allem mit JUD SÜSS verbunden, dem schändlichsten antisemitischen Spielfilm der NS-Zeit. Der Dokumentarfilm von Felix Moeller erzählt die Geschichte dieses schillernden und umstrittenen Regisseurs, dessen Filme die Mentalität unzähliger Zuschauer prägten und der auch nach dem Zweiten Weltkrieg seine Karriere fortsetzen konnte. In Interviews mit Harlans Söhnen, Töchtern und Enkeln, vielen Filmausschnitten und erstmalig zu sehendem Material aus dem Familienarchiv erzählt der Film vor allem vom Schicksal der Harlan-Familie in der Nachkriegszeit und dem Einfluss der Vergangenheit auf das eigene Leben bis heute.

>> Pressedownloads

 
EUGEN ONEGIN
CLASSICA-IM-KINO-Start 5.4.2009

Salzburger Festspiele 2007
A/D 2007, 158 Minuten, russ.OmU

Tschaikowskis Bearbeitung des Versepos von Alexander Puschkin gilt als die "modernste Oper des 19. Jahrhunderts" (Welt). Ihr Held Eugen Onegin ist ein junger großstädtischer Müßiggänger, der unerwartet ein Landgut erbt und die Aufmerksamkeit zweier Schwestern eines benachbarten Guts erringt. Im tragischen Verlauf der "lyrischen Szenen" (Tschaikowski) entscheidet sich Onegin zu spät für Tatjana, die er vorher zurückgewiesen hatte. So bleibt ihre gemeinsame große Liebe am Ende unerfüllt.

EUGEN ONEGIN war vor dieser Inszenierung noch nie in Salzburg zu sehen. Das Publikum feierte 2007 eine nach längerer Krankheit wieder zur Bühne zurückgekehrte Andrea Breth, die aus der Vorlage ein feinnerviges Kammerspiel der Beziehungen und Verstrickungen herausarbeitete. "Keine der Personen, die mitmachen in diesem Spiel von (nicht nur) tödlicher Langeweile und falsch gerichteter Leidenschaft, wird denunziert. Allen ist das Wichtigste geblieben: Würde", schrieb die Opernwelt sowohl über die Arbeit der Star-Regisseurin als auch über die Bildregie von Brian Large in dieser Aufzeichnung.

Die Tour De Force der Titelrolle zwischen Snobismus, zynischer Gelassenheit, Leidenschaft und gebrochenem Herzen bestreitet auf faszinierende Weise der junge Bariton Peter Mattei. In der anspruchsvollen Rolle der Tatjana glänzt die russische Sopranistin Anna Samuil. Der junge Tenorstar Joseph Kaiser (bekannt auch aus Kenneth Branaghs Verfilmung der ZAUBERFLÖTE) singt den Lenski. Die Wiener Philharmoniker unter Daniel Barenboim begleiten das vielschichtige Spiel der Sänger mit verführerisch dunklen Klangfarben, aus dem sich im dritten Akt helle, lyrische Melodien erheben.

"Andrea Breths Wiedereroberung der Bühne: Musik, die eine Welt hochreißt aus dem Nichts. Figuren, die sich im Gesang so sehr öffnen, dass sie schon fast keine Figuren mehr sind, sondern: Gefühlsphänomene." (ZEIT)

>> Pressedownloads
>> www.classica-im-kino.de



 
MANON
CLASSICA-IM-KINO-Start 1.3.2009

Aus der Staatsoper Unter den Linden, Berlin
D 2007, 170 Minuten, frz. OmU

Manon, ein junges Mädchen aus der Provinz, soll in ein Kloster eintreten. In einem Gasthaus begegnet sie dem jungen Chevalier Des Grieux, mit dem sie Hals über Kopf nach Paris flieht. Schwere Zeiten brechen für das Paar an, das immer wieder, zum Teil selbst verschuldet, auseinander gerissen wird.

Sie sind das Traumpaar der Opernszene und mittlerweile fast schon Popstars: Anna Netrebko und Rolando Villazón. In Jules Massenets Oper MANON haben Sie ein Werk gefunden, das ihre zusammenfließenden Talente in idealer Form zur Geltung bringt. Manon, die tragische Heldin, ist hin- und hergerissen zwischen Liebe und oberflächlichen Flirts, zwischen Frivolität und tiefem Bekenntnis. Netrebko scheint wie geschaffen für diese Rolle, souverän signalisiert ihr Körper die Gegensätze von mädchenhafter Unschuld, Laissez-Faire und Introvertiertheit. Ihre Stimme dagegen ist von einer großen Wärme, deutet Geheimnisse an, wird von einer unergründlichen Sehnsucht begleitet. In der Rolle des Des Grieux spiegelt die geschmeidige und schlanke Tenorstimme von Rolando Villazón die ganze Bandbreite der brennenden Leidenschaft eines dem Schicksal geweihten Liebhabers wider.

Regisseur Vincent Paterson gibt mit MANON sein Operndebüt - eine glitzernde Produktion mit subtilen Hollywood-Anlehnungen (er hat zuvor einige Broadway-Musicals, aber auch Musikvideos für Madonna, Michael Jackson und Paul McCartney produziert). In Patersons Interpretation wird MANON zu einer Kinofantasie für die Opernbühne und Massenets farbenprächtige Musik zu einem schillernden Film-Soundtrack. So glamourös hat man diese Oper selten gesehen. Barenboim belebt die reizvollen Melodien mit Farbe und Tiefe und betont so wunderbar ihre emotionale Zerbrechlichkeit. Dies ist eine MANON, die alle anspricht: die Liebhaber der Oper, des Films, der Broadway-Shows und die Fans von schönen Menschen mit großartigen Stimmen!

>> Pressedownloads
>> www.classica-im-kino.de



 
REICH MIR DEINE HAND (Donne-moi la Main)
Bundesstart 26.2.2009

FR / D 2008, 80 Minuten, CinemaScope, DF und OmU
ein Film von Pascal-Alex Vincent
mit Alexandre Carril, Victor Carril, Anaïs Demoustier, Katrin Saß u.a.

Antoine und Quentin, ein 18-jähriges Zwillingsbrüderpaar, reißen von zuhause aus. Sie wollen zur Beerdigung der Mutter, die sie nicht gekannt haben. Ihr Weg führt sie per Anhalter, in Lastwagen versteckt und mit dem Zug vom Norden Frankreichs nach Spanien. Im Verlauf der Reise entfremden sich die vorher unzertrennlichen Brüder und werden zu Individuen.

Ein klassisches Roadmovie durch eine Landschaft, die wie ein Spiegel die Beziehung der beiden Jungs widergibt. Animesequenzen und die hypnotische Musik von Tarwater bilden zusätzliche poetische Ebenen. In einer prägnanten Nebenrolle hat Katrin Saß ihren ersten Auftritt in einem französischen Film.

>> Pressedownloads

 
THE TIMES OF HARVEY MILK
Wiederaufführung 19.2.2009

ein Film von Robert Epstein und Richard Schmiechen
USA 1985, 87 Minuten, OmU

San Francisco in den 70er-Jahren: Rund um die Castro Street entsteht die erste von Schwulen geprägte Nachbarschaft. Die früher unsichtbare Minderheit entwickelt ein neues Selbstbewusstsein und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich dieses auch politisch manifestiert. In diesem Klima der Emanzipation wird der charismatische Schwulen-Aktivist Harvey Milk zum ersten offen homosexuellen Stadtverordneten.

Kaum im Amt, wird der mutige Kämpfer für Bürgerrechte und Gerechtigkeit erschossen.

Der Film THE TIMES OF HARVEY MILK, schon selbst ein Stück Filmgeschichte, rekonstruiert Milks Leben, das beispielhaft für Mut und Engagement steht, für die frühe Lesben- und Schwulenbewegung. Grundgerüst des Films war auch ein von Harvey Milk aufgenommenes Tonband, das nach seinem Willen nur dann abgespielt werden sollte, falls er durch einen Anschlag ums Leben käme.

Das faszinierende Dokument eines Kampfes um Anerkennung, der 2009 auch im Spielfilm MILK von Regisseur Gus van Sant dramatisiert wurde.

>> Pressedownloads



 
IDOMENEO
CLASSICA-IM-KINO-Start 1.2.2009

Aus dem Cuvilliés-Theater München
D 2008, 174 Minuten, ital.OmU

Der antike Stoff erzählt vom kretischen König Idomeneus, der nach seiner Heimkehr aus dem trojanischen Krieg gezwungen ist, seinen eigenen Sohn zu opfern. Das Libretto ergänzt die Geschichte um ein Happy End, das die glückliche Liebe zwischen Idomeneos Sohn Idamante und Ilia besiegelt.

Es gilt, nicht nur den Bayern, als das schönste Rokoko-Theater Deutschlands: das Cuvilliés-Theater München. Nach der aufwendigen Restaurierung feierten die Opernfans im Juni 2008 seine Einweihung mit der Premiere von "Idomeneo". Damit knüpft München an die künstlerische Tradition an: Mozarts Oper wurde 1781 am gleichen Ort uraufgeführt.

Kent Nagano, der Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, dirigiert und Dieter Dorn zeichnet für die Inszenierung verantwortlich. Er "nimmt die Geschichte als Parabel dafür, dass jeder Staat auf Menschenopfer angewiesen ist, um bestehen zu können", schreibt der Kritiker der Süddeutschen Zeitung, Reinhard J. Brembeck.

Krieg und Zivilgesellschaft schließen sich aus. "Ins hellste Licht der Scheinwerferaufklärung getaucht, in bunt edelfolkloristische Kostüme verpackt und meist unter einem schlichten blauen Bühnenportal gesungen und gespielt, wird der archaische Kern der Geschichte unaufdringlich verdeutlicht."

In der Münchner Inszenierung singen einige der führenden Mozart-Interpreten, allen voran der britische Tenor John Mark Ainsley in der Titelpartie. Ainsley, 1963 geboren, ist auch bekannt geworden für seine Auftritte in Barock- und zeitgenössischen Opern. Sein Bühnensohn Idamante wird in München von dem slowakischen Tenor Pavol Breslik, geboren 1979, dargestellt. Er galt der ‚Opernwelt' 2005 als "Nachwuchssänger des Jahres" und erobert seitdem die bedeutendsten europäischen Opernhäuser. Auch die Damen können sich sehen und hören lassen: Juliane Banse singt Ilia, die Berlinerin Annette Dasch, seit dem vergangenen Jahr Shooting-Star der Salzburger Festspiele, gibt eine furiose Elettra, die am Ende der Oper von ihren Dämonen in die Hölle gezogen wird.

Ein glanzvoller Abend!

>> Pressedownloads
>> www.classica-im-kino.de



 
TEENAGE ANGST
Bundesstart 29.1.2009

ein Film von Thomas Stuber
mit Franz Dinda, Niklas Kohrt, Michael Ginsburg und Janusz Kocaj
D 2008 | 64 Minuten

Stürmer, Dyrbusch, Bogatsch und von Leibnitz sind reiche Zöglinge, die von ihren Eltern in ein Elite-Internat auf dem Land abgeschoben wurden. Unterfordert vom Schulalltag und unbeobachtet vom Lehrpersonal schließen sie sich zu einer exklusiven Gruppe zusammen, aus der Dyrbusch mehr und mehr ein sadistisches Zwangssystem zu machen versteht. Mitläufer Stürmer sieht tatenlos zu, wie sich die Aggressionen gegenüber dem Gruppenschwächsten Leibnitz aufschaukeln. Eine Katastrophe nimmt ihren Anfang.

Als Vorfilm von TEENAGE ANGST wird Jamie Travis' Kurzfilm THE SADDEST BOY IN THE WORLD gezeigt.

>> Pressedownloads
>> www.teenage-angst.de

 
DEREK
Bundesstart 22.1.2009

ein Film von Isaac Julien
UK 2008, 76 Minuten, OmU

Derek Jarman machte aus seinem Leben ein Fest, zu dem alle eingeladen waren. Der Maler, Autor, Gärtner, Aktivist und - vor allem - Filmemacher hatte eine besondere Ausstrahlung auf seine Zeit. Seine engste Verbündete Tilda Swinton und Isaac Julien, der sein künstlerisches Erbe antrat, haben sich zusammen getan und für DEREK seine Kunst und sein Leben wieder auf die Leinwand gebracht.

>> Pressedownloads

 
FIDELIO
CLASSICA-IM-KINO-Start 4.1.2009

Aus dem Palau de les Arts 'Reina Sofía', Valencia
D/E 2006, 147 Minuten, DF

Beethovens berühmte einzige Oper erzählt die Geschichte des zu Unrecht gefangen gehaltenen Florestan und seiner verzweifelten Frau Leonore. Um ihn zu befreien, gibt sie sich als Bursche mit dem Namen Fidelio aus, was allerdings zur Folge hat, dass sich nun die Tochter des Kerkermeisters in den vermeintlichen Mann verliebt...

Pierluigi Pier'Allis FIDELIO mit Waltraud Meier und Peter Seiffert war die grandiose Eröffnungsinzenierung des Palau des les Arts ‚Reina Sofía' in Valencia 2006 - dem spektakulären Opernneubau von Stararchitekt Santiago Calatrava.

Zur Premiere war Königin Sofía anwesend und erlebte mit dem Publikum eine atemberaubende Produktion: eine abstrakte wie symbolische Lesart des Opernklassikers, in der die moderne Architektur des Baus und ein innovatives Konzept aus Lichtregie, Projektionen und digitalen Effekten die Gegensätze von Florestans dürsterem Verlies und dem durch Leonore verkörperten strahlenden Licht der Gerechtigkeit und Liebe unmittelbar anschaulich machten.

Zubin Mehta dirigierte das leidenschaftlich agierende städtische Orchester und brachte im Zusammenspiel mit den Sängerstars, der Ausstrahlung des Aufführungsortes und der fantasievollen Inszenierung Valencia wieder auf die Karte der weltweit wichtigsten Opernstädte.

>> Pressedownloads
>> www.classica-im-kino.de


 
CHRISTOPH SCHLINGENSIEF - DIE PILOTEN
Bundesstart 1.1.2009

ein Film von Cordula Kablitz-Post
D 2008, 95 Minuten, Farbe

Christoph Schlingensief dreht 10 Jahre nach TALK 2000 Piloten für eine neue Talkshow. Obwohl klar ist, dass diese Piloten niemals ausgestrahlt werden, kommen sie alle: von Jürgen Fliege bis Rolf Hochhuth, von Oskar Roehler bis Claudia Roth, von Lea Rosh bis Sido. Was als unterhaltsame Infragestellung der medialen Selbstdarstellungen beginnt, erhält eine dramatische Wendung, als private Probleme des Talkmasters und eines Gastes während der Aufzeichnungen bekannt werden.

>> Pressedownloads

 
Stand 11/09 Irrtümer vorbehalten   
www.salzgeber.de